4 Mitarbeiter:innen, die bei Rietzler Gruppe eine Ausbildung absolvieren oder absolviert haben, bewerten den Ausbildungsbetrieb im Durchschnitt mit 4,0 von 5 Punkten.
Zusammenfassend war meine Ausbildung geprägt von Selbststudium, fehlender Unterstützung und unkoordinierten Projekten.
2,4
Nicht empfohlen
Ex-Auszubildende:rHat 2022 eine Ausbildung zum/zur Fachinformatiker Anwendungsentwicklung im Bereich IT bei Rietzler Gruppe GmbH in Nürnberg abgeschlossen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Dass mein Lehrmaterial ohne Weiteres übernommen wurde, die flexible Arbeitszeit in der IT, das selbstständige Arbeiten sowie die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge einzubringen, waren positive Aspekte meiner Ausbildung. Den kostenlosen Kaffee.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Negativ empfand ich die fehlende Ausbildungsstruktur – im Grunde war es ein reines Selbststudium ohne jegliche Anleitung. Mein Ausbilder wirkte überfordert mit den unangenehmen Aspekten seiner Rolle als IT-Leiter und zeigte insgesamt wenig Interesse an einer fundierten Ausbildung.
Unverständlich war für mich auch, dass das Unternehmen ein teures Tool anschaffte, ohne dass jemand darin geschult war – stattdessen wurde die gesamte Verantwortung einfach auf mich als Auszubildenden abgewälzt. Wenn in einem Unternehmen kein Experte für Softwareentwicklung vorhanden ist, sollte auch keine Ausbildung in diesem Bereich angeboten werden. Das hinterlässt den Eindruck, als ginge es lediglich darum, günstige bzw. kostenlose Arbeitskraft zu nutzen – und wenn es nicht funktioniert, wird man einfach fallen gelassen.
Dass sich das Verhalten mir gegenüber nach der Entscheidung, mich nicht zu übernehmen, drastisch änderte, fand ich zudem unprofessionell. Die IT-Abteilung hatte innerhalb des Unternehmens ohnehin keinen guten Ruf – und das offenbar nicht ohne Grund.
Verbesserungsvorschläge
Dadurch das ich nicht mehr dort arbeite bin ich auch nicht mehr gewillt Verbesserungsvorschläge vorzubringen.
Arbeitsatmosphäre
Im Betrieb war ich der einzige Auszubildende im Bereich Softwareentwicklung. Mit meinen Kollegen im Büro hatte ich kaum Berührungspunkte. Zwar konnte man sich mit dem ein oder anderen gut unterhalten, doch insgesamt war jeder hauptsächlich mit seinen eigenen Aufgaben beschäftigt. Selbst kleine Teamevents wie gemeinsames Grillen wirkten eher erzwungen – die meisten wollten schnell essen und dann direkt wieder gehen.
Karrierechancen
Karrieremöglichkeiten gab es praktisch keine – es sei denn, das Unternehmen hätte eine eigene Softwareabteilung oder einen entsprechenden Fachbereich gegründet. Alternativ wäre lediglich die Position des IT-Leiters eine Option gewesen.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten in meinem Bereich waren sehr flexibel, und es bestand auch die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten.
Ausbildungsvergütung
Zur Ausbildungsvergütung kann ich nichts sagen, da ich meine Ausbildung im Rahmen einer Berufsförderung der Bundeswehr absolviert habe. Aus diesem Grund war der Betrieb nicht verpflichtet, eine Vergütung zu zahlen. Aus internen Quellen weiß ich das diese sich aber in der Regel an der unteren Grenze bewegen.
Die Ausbilder
Mein Ausbilder hatte leider keine Erfahrung in der Softwareentwicklung, was sich negativ auf meine Ausbildung auswirkte. Zwar verfügte er über umfangreiches Wissen im Bereich Systemintegration, doch das half mir nur bedingt weiter. Es gab keinen klaren Plan, wie mir die Lerninhalte vermittelt werden sollten. Statt einer strukturierten Einführung bekam ich zu Beginn lediglich den IHK-Ausbildungsplan vorgelegt – und das war’s.
Dennoch war mein Ausbilder anfangs sehr freundlich und empfing mich mit offenen Armen. Der Umgang war zu Beginn äußerst angenehm, und ich fühlte mich wohl. Leider änderte sich das gegen Ende meiner Ausbildung drastisch. Nachdem feststand, dass ich nicht übernommen werde, ging er mir aus dem Weg. Meine Nachrichten und E-Mails wurden ignoriert, und selbst an meinem letzten Arbeitstag war er nicht im Büro, um sich zu verabschieden. Das empfand ich als enttäuschend und schade.
Spaßfaktor
Meine Ausbildung war eine Mischung aus Spaß und Frustration. Einerseits hatte ich Freude an bestimmten Projekten, andererseits war es oft frustrierend, weil ich mir das vom Unternehmen angeschaffte Tool komplett im Selbststudium beibringen musste. Auch das Arbeiten mit Datenbanken und die Programmierung innerhalb des Tools musste ich mir eigenständig aneignen, da im Unternehmen niemand über das nötige Wissen verfügte. Die einzige Unterstützung bestand aus einer Online-Videoplattform, was den Lernprozess oft erschwerte und die Motivation dämpfte.
Dennoch gab es spannende und abwechslungsreiche Momente. Besonders viel Spaß machte es, zu Kollegen in den Tochterfirmen zu fahren, um gemeinsam Prozesse zu analysieren, zu besprechen und anschließend digital umzusetzen. Auch das Experimentieren mit einem Raspberry Pi und einem Arduino, die für kleinere Projekte angeschafft wurden, war interessant. Leider entstanden daraus keine greifbaren Ergebnisse, sodass es eher ein netter Zeitvertreib blieb als ein wirklich produktives Projekt.
Aufgaben/Tätigkeiten
Meine Hauptaufgabe bestand darin, ein bereits vor meiner Zeit angeschafftes Tool zu erlernen. Damit sollte ich Unternehmensprozesse automatisieren und digitalisieren. Zudem gehörte es zu meinen Aufgaben, verschiedene Tochterfirmen zu besuchen, um dort Abläufe zu analysieren, zu optimieren und anschließend digital abzubilden.
Variation
Meine Aufgaben waren teilweise abwechslungsreich, konzentrierten sich aber im Kern auf die Erstellung und Digitalisierung von Prozessen. Das empfand ich als völlig in Ordnung, da ich mich auf meine Hauptaufgabe fokussieren wollte – dabei erhielt ich auch Unterstützung vom IT-Leiter. Gelegentliche Besuche in den Tochterfirmen boten eine willkommene Abwechslung und ermöglichten interessante Einblicke, jedoch in einem angenehmen Maß, ohne dass es zur Routine wurde.
Von der Firma selbst habe ich insgesamt nicht allzu viel kennengelernt. In den ersten Tagen machte ich eine kurze Vorstellungsrunde durch die Büros, aber darüber hinaus blieb der Kontakt zu anderen Abteilungen begrenzt. Lediglich im Rahmen der Prozessausarbeitung konnte ich tiefere Einblicke in verschiedene Unternehmensbereiche und deren Aufgaben gewinnen.
Respekt
Grundsätzlich waren alle Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich zu tun hatte, freundlich und respektvoll. Natürlich gab es auch die ein oder andere Ausnahme, aber das hielt sich in Grenzen. Ich wurde nie schlecht behandelt oder herabgewürdigt.
Allerdings wurde ich in den letzten vier Monaten meiner Ausbildung vom IT-Leiter komplett ignoriert. Seitdem er mir per E-Mail mitgeteilt hatte, dass ich nicht übernommen werde, hat er auf keine meiner Fragen oder Nachrichten mehr reagiert. Warum, weiß ich bis heute nicht. Dennoch bin ich im Nachhinein dankbar, dass sie mich nicht übernommen haben.
vielen Dank für Dein offenes und ausführliches Feedback. Wir nehmen Deine Kritikpunkte ernst und bedauern es sehr, dass Du einige Aspekte während Deiner Ausbildungszeit negativ wahrgenommen hast.
Die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge einzubringen, wurde von Dir als positiver Aspekt beschrieben. Gerne möchten wir daran anknüpfen und Dir ein persönliches Gespräch anbieten, um Dein Feedback zu besprechen, eventuelle Missverständnisse auszuräumen und ggf. Verbesserungsmaßnahmen anzustoßen.
Die Kolleginnen und Kollegen der Personalabteilung und Deine ehemalige Ausbildungsleitung stehen Dir hierfür jederzeit gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen Verena Kallmünzer
Bester Arbeitgeber für eine Ausbildung
5,0
Empfohlen
Auszubildende:rHat zum Zeitpunkt der Bewertung eine Ausbildung bei Analytik Institut Rietzler GmbH in Fürth absolviert.
vielen Dank für dein positives Feedback! Wir freuen uns, dass du dich bei uns wohl fühlst und dir deine Ausbildung Spaß macht.
Mit freundlichen Grüßen
Deine Analytik Institut Rietzler GmbH
Fragen zu Bewertungen und Gehältern
Basierend auf 4 Erfahrungen von aktuellen und ehemaligen Azubis wird Rietzler Gruppe durchschnittlich mit 3.9 von 5 Punkten bewertet. 86 der Bewertenden würden Rietzler Gruppe als Arbeitgeber weiterempfehlen.
Basierend auf 4 Bewertungen schätzen die Auszubildenden besonders die Faktoren Umgang mit älteren Kollegen an dem Unternehmen.
Neben positivem Feedback haben Azubis auch Verbesserungsvorschläge für den Arbeitgeber. Ausgehend von 4 Bewertungen sind Auszubildende der Meinung, dass sich Rietzler Gruppe als Arbeitgeber vor allem im Bereich Gehalt/Benefits noch verbessern kann.