CEO scheint keine Antworten auf die wirtschaftlichen Probleme zu haben
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ausdrücklich loben möchte ich den derzeitigen Betriebsrat, der sich mutig für die Rechte der Beschäftigten einsetzt. Besonders für diejenigen, die nach meinem Eindruck auf einer Art roten Liste für weitere Personalmaßnahmen stehen, ist das wichtig.
Positiv finde ich auch, dass der Betriebsrat am Schwarzen Brett ausdrücklich auf das Beschwerderecht der Beschäftigten hingewiesen hat. Soweit mir bekannt ist, gab es um diesen Aushang erhebliche Auseinandersetzungen mit der Geschäftsleitung.
Die Mitarbeiter haben gewählt und einen Betriebsrat ins Amt gebracht, der sich offenbar nicht so leicht einschüchtern lässt. Ich hoffe, dass damit auch die fragwürdigen Personalmaßnahmen der vergangenen Jahre kritisch hinterfragt und aufgearbeitet werden.
Dass ein selbstbewusster Betriebsrat nicht unbedingt den Vorstellungen der Geschäftsleitung entspricht, kann ich mir gut vorstellen. Aber vielleicht gilt hier auch: "Die Geister, die ich rief ..."
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die meiner Meinung nach menschenunwürdige Art und Weise, wie die sogenannten Freiwilligenprogramme umgesetzt werden.
Den Ausstieg aus der Tarifbindung.
Die bisherige Unternehmensführung durch den neuen CEO.
Die Art und Weise wie der neue CEO mit seinen Mitarbeitern spricht.
Der Umgang mit älteren Mitarbeitern.
Zunehmendes Bossing, insbesondere gegenüber älteren Beschäftigten, zumindest nach meiner persönlichen Wahrnehmung.
Den Umgang mit arbeitsvertraglichen Vereinbarungen, die nach meiner Wahrnehmung nicht immer eingehalten werden.
Verbesserungsvorschläge
Man gewinnt zunehmend den Eindruck, dass das Unternehmen sein Geld nicht mehr durch den erfolgreichen Verkauf seiner Produkte verdienen möchte, sondern vor allem durch Einsparungen auf Kosten der Beschäftigten.
Meiner Meinung nach scheint die Geschäftsleitung mit ihrem betriebswirtschaftlichen Latein am Ende zu sein. In den vergangenen Jahren konnte ich weder innovative Vertriebsideen noch wirklich neue Produktideen erkennen. Stattdessen scheint sich vieles nur noch darum zu drehen, ältere Mitarbeiter loszuwerden und bei Löhnen und Gehältern zu sparen.
Insbesondere beim neuen CEO vermisse ich eine erkennbare Strategie, wie das Unternehmen durch bessere Produkte und steigende Umsätze wieder erfolgreich werden soll. Stattdessen entsteht bei mir der Eindruck, dass Personalkostensenkungen im Vordergrund stehen, während die Vergütung des Managements unangetastet bleibt.
Mein Verbesserungsvorschlag: Wieder mehr Geld mit guten Produkten verdienen, statt ständig bei den eigenen Mitarbeitern zu sparen.
Arbeitsatmosphäre
Seit dem Ausstieg aus der Tarifbindung ist die Kommunikation des Managements für mich zunehmend unglaubwürdig geworden.
Gehalt/Benefits
Nach meinem Eindruck werden jüngere Mitarbeiter bei Beförderungen bevorzugt, auch wenn ältere Kollegen deutlich mehr Erfahrung mitbringen. Die Gründe dafür sind für mich nicht immer nachvollziehbar.
Seit dem Ausstieg aus der Tarifbindung vor einigen Jahren sind die Gehaltserhöhungen meiner Meinung nach für viele Mitarbeiter nicht mehr zeitgemäß.
Mein Eindruck ist, dass für Karriere und Gehalt vor allem das richtige Alter und gute Kontakte zur Geschäftsleitung zählen. Erfahrung und Leistung scheinen dagegen oft zweitrangig zu sein.
Arbeitsbedingungen
Seit Einführung der sogenannten Freiwilligenprogramme haben sich die Arbeitsbedingungen meiner Meinung nach insbesondere für ältere Beschäftigte und diejenigen, die für eine Teilnahme vorgesehen sind, teilweise deutlich verschlechtert. Auch die Freiwilligkeit dieser Programme erscheint mir fragwürdig. Mitarbeitende werden gezielt angesprochen und in Gesprächen um eine Teilnahme "gebeten". Meiner Meinung nach kann dabei erheblicher Druck empfunden werden. Wer das Angebot ablehnt, hat es danach nach meinem Eindruck nicht unbedingt leichter.
Gleichberechtigung
Nach meinem Eindruck sind sogenannte Freiwilligenprogramme insbesondere für ältere Kolleginnen und Kollegen nicht immer so freiwillig, wie die Bezeichnung vermuten lässt. Teilweise entsteht bereits längere Zeit im Vorfeld der Eindruck, dass durch den Entzug von Aufgaben und einen zunehmend belastenden Umgang seitens der Führungskräfte Druck aufgebaut wird.