Als Arbeitgeber leider nur als berufliche Zwischenlösung gut
Gut am Arbeitgeber finde ich
Spannende Aufgaben und an meinem Standort ein sehr gutes Kollegium.
Faires Einstiegsgehalt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Core Values werden immer mehr zu hohlen Floskeln anstatt ernstgemeinter Werte.
Es fehlen Perspektiven und Anreize um langfristig im Unternehmen zu bleiben.
Lokale Verantwortung wird immer mehr abgebaut und zentralisiert, was zu mehr Stress führt anstatt zu entlasten, da lokale Gegebenheiten, meiner Meinung nach, nicht ausreichend berücksichtigt werden.
Verbesserungsvorschläge
Langfristige Anreize schaffen um Mitarbeiter und deren Erfahrungsschatz langfristig zu halten.
Wieder mehr Wertschätzung für die Mitarbeiter und deren Arbeit schaffen. Alle in Teamevents wieder näher zusammenbringen statt durch Wettbewerbe zu trennen.
Mehr Gedanken und Maßnahmen zum Arbeitsschutz. Standortübergreifend gleiche Arbeitsbedingungen.
Wieder mehr Blick auf das persönliche und zwischenmenschliche und nicht nur auf Zahlen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmossphäre an meiner Station ist grundsätzlich gut. Das liegt allerdings nur an dem lokalen Kollegenzusammenhalt. Habe auch schon sehr negative Beispiele an anderen Standorten gesehen.
Kommunikation
Es wird relativ transparent über alle Vorgänge und Zahlen innerhalb des Unternehmens kommuniziert. Dazu gibt es auch ein monatliches Meeting für alle Angestellten.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt an meinem Standort ist super. An anderen Standorten sieht es durch immer wechselnde Belegschaft und andere Hindernisse teils sehr düster aus.
Work-Life-Balance
Der Arbeitsbeginn um 9 ist gut, wenn man vor der Arbeit noch etwas erledigen möchte. Dafür ist man aber auch nicht vor 18 Uhr im Feierabend. In der Hauptsaison kann es auch regelmäßig mal später werden. Hinzu kommt regelmäßige Arbeit am Samstag.
Vorgesetztenverhalten
Sehr stark von den Vorgesetzten abhängig und wie sehr sie den Druck, den sie von ihren Vorgesetzten bekommen, nach unten weitergeben. Man merkt, dass der Druck von oben immer größer wird und sich dadurch auch langsam der freundliche Umgangston mit den direkten Vorgesetzten unweigerlich immer mehr ins negative ändert, da der Stress zu hoch ist.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind sehr vielfältig und es wird eigentlich nie langweilig. Allerdings merkt man immer mehr klare Prozesse und Vorgaben, die zwar auch Vorteile bringen, aber einen auch zwingen sollen sich mehr auf immer die gleichen Aufgaben zu konzentrieren und weniger links und rechts zu gucken und Kollegen bei ihren Aufgaben zu unterstützen. Aktuell und auch in Zukunft wird hier also einiges verloren gehen denke ich.
Gleichberechtigung
Sehr gut! Frauen und Männer werden aus meiner Erfahrung gleich behandelt und es gibt auch einige Frauen in Führungspositionen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ebenso gut! Jung wie alt hat hier, meiner Erfahrung nach, die gleichen Chancen.
Arbeitsbedingungen
Die Büro- & Aufenthaltsräume an der Station sind in Ordnung. Auch der Aufbereitungsbereich ist überdacht und windgeschützt. Es gibt aber auch Standorte mit deutlich schlechterer Infrastruktur. Allerdings wird den ganzen Tag mit Reinigungsmitteln in Sprühflaschen aufbereitet ohne Schutzmaßnahmen (Atemschutz, Absaugung, etc.). Auch ist der Geräuschpegel durch Staubsauger und Kompressor teils sehr hoch. Es stehen zwar Ohrenschützer zur Verfügung, aber eine klare Einweisung, wie und ob diese zu nutzen sind, gibt es nicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ich konnte keine aktiven Bemühungen hier feststellen. Selbst die Mülltrennung bleibt im stressigen Alltag immer mal auf der Strecke. Mit Reinigungsmitteln wird offen hantiert, es läuft auch mal was aus.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter sind meiner Meinung nach kurzfristig ganz gut. Allerdings nicht gut genug um Anreiz zu schaffen länger im Unternehmen zu bleiben. Das merkt man auch an der hohen Fluktuation der Mitarbeiter. Für viele ist Roadsurfer scheinbar eine Zwischenlösung, aber langfristig hält es nur wenige.
Image
Ich glaube das Image war schonmal deutlich besser, intern wie extern. Intern fallen leider immer mehr Events weg. So waren früher Schulungen mal noch vor Ort und man konnte sich mit Kollegen anderer Standorte austauschen. Jetzt ist vieles digitalisiert und vom hippen Startup ist nicht mehr viel übrig. Gleichzeitig beruft man sich aber noch auf den Startup-Status, wenn es z.B. um kurzfristige Geschäftsentscheidungen geht die auch mal Kündigungen zur Folge haben.
Extern ist das Image sehr davon abhängig, welches Fahrzeug die Mieter erwischt haben. Ist es ein guter Camper uns es gibt keine Probleme, dann sind alle zufrieden, aber bei Problemen wird den Leuten, ihren Kommentaren nach, nicht ausreichend oder gar nicht geholfen und sie stehen oft alleine da.
Karriere/Weiterbildung
Hier bin ich sehr gespalten. Ich habe schon rapide Aufstiege erlebt, aber auch Leute, die lange in niedrigeren Positionen gehalten werden, obwohl sie die Aufgaben der höheren Position übernehmen. Hier kommt es leider gefühlt weniger auf die individuelle Leistung an, sondern mehr darauf, wie sichtbar man sich macht und sich weiter oben einschleimt und auch darauf, ob einen der direkte Vorgesetzte leiden kann oder nicht. Das ist besonders schwach, wenn man bedenkt, dass die individuelle Leistung sowieso fast nur noch in Zahlen und KPIs bewertet wird und zwischenmenschliche Aspekte so gut wie keine Rolle mehr spielen.