Ein Unternehmen, das man unbedingt meiden sollte
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich kann nicht nachvollziehen, warum jemand nach all den von mir genannten Punkten hier arbeiten sollte. Mit einigen Kolleginnen und Kollegen war die Zusammenarbeit zwar angenehm, doch insgesamt ist das Unternehmen aus meiner Sicht eindeutig zu meiden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht gibt es zahlreiche kritische Punkte. Home-Office ist faktisch nicht vorgesehen und maximal einmal pro Woche möglich, da das Management ein starkes Kontrollbedürfnis zeigt. Karriereentwicklung ist nahezu unmöglich, da die Führungsebene Mitarbeitende bewusst klein hält und strategisch eher ältere Beschäftigte einstellt, die keine Konkurrenz darstellen. Zudem verlassen erfahrene Kräfte das Unternehmen, weil sie weder Perspektiven noch Entwicklungsmöglichkeiten sehen.
Die Führung verfügt kaum über echte Managementerfahrung und fokussiert sich vor allem auf rigorose Kosteneinsparungen. Gleichzeitig wird behauptet, diese Einsparungen dienten höheren Gehältern, obwohl die Vergütung deutlich unter dem marktüblichen Niveau liegt. Software und Arbeitsmittel werden aus Spargründen nur unzureichend bereitgestellt.
Interessante Projekte werden nur ausgewählten Personen zugeteilt, während der Großteil der Mitarbeitenden mit monotonen, wenig sinnvollen und stark repetitiven Aufgaben beschäftigt wird, die vom Management systematisch vermieden werden. Mitarbeitende werden vordergründig gelobt, jedoch hinter ihrem Rücken kritisiert, und bestimmte Kolleginnen und Kollegen werden bevorzugt, obwohl ihr tatsächlicher Beitrag deutlich geringer ist.
Auch das Teamverhalten ist gemischt: Mit einigen Kolleginnen und Kollegen arbeitet man gerne zusammen, während andere regelmäßig zum Vorgesetzten gehen, um über andere zu lästern und sich einzuschmeicheln.
Insgesamt kann ich nicht nachvollziehen, warum jemand nach all diesen Punkten hier arbeiten sollte.
Verbesserungsvorschläge
Transparenz erhöhen: Entscheidungen sollten offen kommuniziert und nicht hinter dem Rücken der Mitarbeitenden getroffen werden. Klare Informationen schaffen Vertrauen und vermeiden Missverständnisse.
Home-Office-Regelung modernisieren: Flexiblere Remote-Work-Möglichkeiten würden Motivation, Produktivität und Zufriedenheit deutlich steigern.
Karriere- und Entwicklungswege schaffen: Klare Perspektiven, regelmäßige Feedbackgespräche und echte Weiterbildungsangebote sollten verbindlich etabliert werden.
Führungskompetenzen stärken: Die Führungsebene sollte in professioneller Mitarbeiterführung, Kommunikation und Konfliktmanagement geschult werden.
Faire Aufgabenverteilung: Herausfordernde Projekte sollten transparent und leistungsbezogen vergeben werden, statt nur an einzelne Personen.
Leistungsgerechte Vergütung: Eine Anpassung der Gehälter auf marktübliches Niveau würde die Mitarbeiterbindung spürbar verbessern.
Investitionen in moderne Arbeitsmittel: Angemessene Software, Hardware und Tools verbessern Effizienz und beugen Frustration vor.
Offene Feedbackkultur etablieren: Kritik sollte direkt und konstruktiv erfolgen, nicht hinter dem Rücken der Mitarbeitenden.
Teamkultur fördern: Mehr Fokus auf Zusammenarbeit, gegenseitigen Respekt und professionelles Verhalten innerhalb des Teams.
Weniger Fokus auf reine Kosteneinsparungen: Qualitätsorientierte Entscheidungen sind langfristig nachhaltiger und tragen zur Stabilität des Unternehmens bei.
Arbeitsatmosphäre
Mitarbeitende werden zwar nach außen gelobt, jedoch hinter ihrem Rücken kritisiert. Zudem werden bestimmte Kolleginnen und Kollegen deutlich bevorzugt, obwohl ihr tatsächlicher Beitrag im Vergleich zu anderen nur einen Bruchteil der Aufgaben umfasst.
Image
Das Unternehmen kann sich nach außen sehr gut verkaufen, doch intern sieht die Realität ganz anders aus.
Work-Life-Balance
Überstunden werden überhaupt nicht bezahlt und es ist selten möglich, einen freien Tag zu nehmen, da man vom Management schief angeschaut wird. Home-Office ist faktisch nicht vorgesehen und maximal einmal pro Woche(20%) möglich, da das Management offensichtlich ein ausgeprägtes Bedürfnis hat, die Mitarbeitenden permanent zu kontrollieren.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen sind nahezu untersagt, mit der Begründung, dass derzeit kein Budget vorhanden sei oder dass man selbst in die eigene Zukunft investieren müsse. Obwohl solche Rahmenbedingungen angeblich ab dem ersten Tag angeboten werden, erhält man in der Praxis nur sehr selten eine Weiterbildung. Karriereentwicklung ist nahezu unmöglich, da das Management offenbar Angst hat, überholt zu werden und daher Mitarbeitende bewusst klein hält.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist insbesondere in einigen Bereichen äußerst niedrig, während sich das Management mehrere Immobilien leistet, zwei Autos fährt und jedes Jahr Luxusurlaube macht. Die Mitarbeitenden hingegen stehen finanziell oftmals unter erheblichem Druck ein absolut untragbarer Zustand.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Hier ist alles in Ordnung.
Kollegenzusammenhalt
Mit einigen Kolleginnen und Kollegen macht die Zusammenarbeit durchaus Freude, während andere regelmäßig zum Vorgesetzten laufen, um über Mitarbeitende zu lästern und sich bei der Führung einzuschmeicheln.
Umgang mit älteren Kollegen
Je nach ihren strategischen Bedürfnissen stellt die Unternehmensleitung ältere und erfahrene Mitarbeitende ein, da diese aufgrund ihrer bevorstehenden Pensionierung keine potenzielle Konkurrenz für das Management darstellen. Der Großteil der Mitarbeitenden ist neu, während erfahrene Kräfte das Unternehmen verlassen haben.
Vorgesetztenverhalten
Aus meiner Sicht ist die Situation ausgesprochen kritisch: Die Führungsebene verfügt kaum über echte Managementerfahrung und konzentriert sich nahezu ausschließlich darauf, das Budget durch umfassende Einsparungen zu reduzieren. Besonders irritierend ist dabei die Begründung, diese Maßnahmen dienten angeblich der Erhöhung der Mitarbeitendengehälte, obwohl die tatsächliche Vergütung deutlich unter dem marktüblichen Niveau liegt
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsumgebung ist ordentlich ausgestattet. Höhenverstellbare Schreibtische sind vorhanden. Allerdings versucht das Management regelmäßig, bei Softwarelösungen zu sparen, was jedoch zu Einschränkungen in der täglichen Arbeit führt.
Kommunikation
Entscheidungen werden hinter dem Rücken der Mitarbeitenden getroffen und sie werden über alles im Unklaren gelassen. Feedbackgespräche finden selten statt, und wenn sie stattfinden, bestehen sie ausschließlich aus Kritik am Mitarbeitenden.
Gleichberechtigung
Aus verschiedenen Gründen möchte ich mich an dieser Stelle nicht näher dazu äußern. Wer hier arbeitet, wird seine eigenen Erfahrungen machen.
Interessante Aufgaben
Gelegentlich erhalten einzelne Mitarbeitende die Chance, an anspruchsvollen Projekten mitzuwirken. Für den Großteil des Teams beschränkt sich die Tätigkeit jedoch auf monotone, wenig sinnvolle und stark repetitive Aufgaben, die vom Management systematisch vermieden werden, da sie als unterhalb ihres Verantwortungsniveaus betrachtet werden. Gleichzeitig konzentriert sich die Unternehmensleitung primär darauf, sämtliche Kosten rigoros zu senken und jede noch so kleine Ausgabe einzusparen

