Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

Robert 
Kunzmann 
GmbH 
& 
Co. 
KG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Moderne Fassade mit tiefen Rissen in der Unternehmenskultur

2,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei Robert Kunzmann GmbH & Co. KG in Aschaffenburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die hauseigene Kantine bietet eine sehr gute Qualität und leckeres Essen zu fairen Preisen. Zudem überzeugt das Unternehmen durch eine moderne Arbeitsumgebung, die softwareseitig und bei der IT-Hardware auf dem neuesten Stand ist. Positiv hervorzuheben ist auch der grundsätzliche Anspruch des Betriebs, in der Branche ganz vorne mitzuspielen und als Vorreiter aufzutreten.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ein großes Problem ist das unhöfliche und teilweise respektlose Verhalten einiger Führungskräfte im Alltag. In der Führungsebene herrscht oft eine Mentalität der eigenen Unfehlbarkeit, wodurch wichtige Entscheidungen nicht offen auf Basis von Fakten diskutiert werden dürfen. Zudem fehlt im mittleren Management der Mut zu eigenen Entschlüssen, weshalb selbst banale Fragen ständig nach oben weitergegeben und dadurch blockiert werden. Frustrierend sind auch die Intransparenz und regelmäßige Wortbrüche, da getroffene Zusagen im Nachgang heimlich wieder einkassiert werden. Die Ungleichbehandlung bei den Arbeitsbedingungen ist ebenfalls ein Minuspunkt, da die Chefetage bei der Renovierung feste Klimaanlagen bekam, während die Mitarbeiter in den Büros mit lauten mobilen Geräten auskommen müssen. Schließlich leidet das Betriebsklima unter einer spürbaren Abschottung der einzelnen Bereiche, da aufgrund der allgemeinen Überlastung jede Abteilung nur noch auf sich selbst schaut. Hilfsbereite Kollegen bekommen dadurch so lange zusätzliche Arbeit aufgeladen, bis sie ebenfalls blockieren.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen sollte den eigenen Nachwuchs auch dann aktiv aufbauen, wenn im selben Moment keine Stelle frei ist, statt die Nachfolgeplanung für morgen komplett abzulehnen. Aktuell werden teilweise Personen befördert, die zwar ihr Handwerk beherrschen, denen es jedoch an menschlicher Reife, Führungskompetenz und strategischem Denken fehlt. Bei plötzlichen Vakanzen führt das zu Notlösungen, die fachlich und menschlich nicht überzeugen. Die Vergütung von Führungskräften sollte an den Umgang mit dem Team gekoppelt werden, beispielsweise indem man die jährliche Fluktuation, offizielle Beschwerden oder das Feedback aus Kündigungsgesprächen einbezieht. Zudem muss die Geschäftsleitung Entscheidungen wieder selbstkritisch hinterfragen, statt langjährige Erfahrung automatisch mit Qualität gleichzusetzen, was angesichts abgebrochener Projekte ohnehin widerlegt wird. Probleme und Schwierigkeiten müssen in der internen Kommunikation offen angesprochen werden, anstatt sie kleinzureden. Da das mittlere Management Fehler aktuell aus Angst verschweigt, fallen Probleme erst viel zu spät ganz oben auf. Wahre Wertschätzung zeigt sich nicht durch das inflationäre Sagen von Danke, wenn im nächsten Moment Entscheidungen getroffen oder Dinge kommuniziert werden, die diesem Lob komplett widersprechen. Hier müssen Redestil und Handeln dringend in Einklang gebracht werden, damit sich die Mitarbeiter nicht veräppelt fühlen. Zuletzt müssen leistungsstarke Mitarbeiter mit Tatkraft gefördert und gehalten werden, anstatt dass innovative Köpfe das Unternehmen verlassen und die Trennungsprozesse respektlos ablaufen.

Arbeitsatmosphäre

In letzter Zeit wird zwar versucht, der wachsenden Unzufriedenheit mit mehr Dankbarkeit entgegenzuwirken, doch das sind leider nur Lippenbekenntnisse. So wurden beispielsweise neue Unternehmensleitlinien eingeführt, im Alltag gelebt werden diese Werte im Betrieb aber regelmäßig nicht. Sobald es darauf ankommt – vor allem beim Geld –, sieht man von der versprochenen Wertschätzung nichts mehr. Diese Diskrepanz belastet die Stimmung im Team spürbar. Anfragen an andere Abteilungen bleiben oft komplett unbeantwortet; oft wird ein Anliegen erst ernst genommen, wenn man jemanden aus der Führungsebene in CC setzt. Während die Kooperation in der eigenen Abteilung solide läuft, variiert die Stimmung im Haus stark: Im Service ist die Lage laut Kollegen stellenweise sehr angespannt, in der Werkstatt läuft es dagegen verhältnismäßig gut. Insgesamt ist das Klima im Unternehmen sehr durchwachsen und bewegt sich auf einem mittelmäßigen Niveau.

Kommunikation

Die interne Kommunikation und die Abläufe sind die größte Schwachstelle im Unternehmen. Zwischen den Kollegen klappt der Austausch zwar persönlich gut, aber in den Prozessen selbst kommt es ständig zu Fehlern, die man leicht vermeiden könnte. Aufgaben werden oft erst dann schnell erledigt, wenn man den Chef in CC setzt. Dazu kommt eine große Unsicherheit im ganzen Betrieb: Weil alle Angst vor Fehlern haben, will niemand Verantwortung übernehmen und Entscheidungen werden blockiert. Alles muss bis ganz nach oben abgesegnet werden, und selbst einfache Alltagsfragen werden wegen unbegründeter Angst vor Kosten abgewiesen.
Besonders frustrierend ist, dass es überhaupt keine Transparenz gibt. Zusagen werden im Hintergrund einfach wieder zurückgenommen, ohne überhaupt mit den Betroffenen zu sprechen. Bei Prozessen und persönlichen Anliegen zählen die Mitarbeiter und ihre bisherige Leistung leider gar nicht. Dass in letzter Zeit so viele Kollegen gekündigt haben und die Trennungen sehr unschön verlaufen sind, wundert mich daher nicht. Die Geschäftsführung betreibt hier leider reine Schönrednerei und hat den Bezug zur Belegschaft verloren. Wenn nach einer Mitarbeiterumfrage eineinhalb Jahre

Kollegenzusammenhalt

Das Betriebsklima ist stark gespalten. Unter den Kollegen im kaufmännischen Bereich herrscht innerhalb der eigenen Abteilung ein hervorragender Zusammenhalt – man unterstützt sich sofort, wenn jemand krank ist oder Hilfe braucht. Abteilungsübergreifend sieht das jedoch ganz anders aus. Sobald Arbeit verlagert werden soll, schottet sich jede Abteilung ab, weil alle ohnehin schon überlastet sind. Die Kollegen, die anfangs noch offen und hilfsbereit waren, werden leider immer weniger. Weil sich so viele querstellen, konzentriert sich die zusätzliche Arbeit auf die wenigen Hilfsbereiten, bis diese zwangsläufig auch dichtmachen. Ein großer Treiber dafür ist die mangelnde Wertschätzung von oben, die sich auch bei persönlichen Belangen zeigen müsste.

Work-Life-Balance

Grundsätzlich herrscht im Unternehmen ein hoher Leistungsdruck und es wird viel Einsatz verlangt. Angesichts der überdurchschnittlichen Bezahlung und der Notwendigkeit, am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, halte ich das insgesamt für gerechtfertigt. Allerdings fehlt es hier an Flexibilität seitens des Arbeitgebers: Insbesondere an Tagen mit extremen Wetterbedingungen (starke Hitze im Sommer oder extreme Kälte im Winter) sollte die bestehende Homeoffice-Regelung im Sinne der Mitarbeitergesundheit und des Wohlbefindens unkompliziert gelockert werden können.

Vorgesetztenverhalten

Es mangelt an Respekt und Anerkennung für die Leistungen und Fähigkeiten der Mitarbeitenden. Statt offene und ehrliche Diskussionen zuzulassen, um das Engagement der Belegschaft zu nutzen, werden diese blockiert. Häufig wird als Begründung vorgeschoben, dass solche Debatten von der Eigentümerseite nicht gewünscht seien. Lob und Wertschätzung werden oft derart inflationär und unpassend eingesetzt, dass es wie das reine Abhaken einer To-do-Liste wirkt. Dies betrifft die Mehrheit der Geschäftsleitung; die wenigen Führungskräfte, die sich dennoch stark für ihr Team einsetzen, bleiben leider die Ausnahme. Generell ist das Verhalten der Führungsebene stark zu hinterfragen, da es oft schon an grundlegenden Umgangsformen wie einer einfachen Begrüßung scheitert. Dem direkten Kontakt wird im Alltag lieber bewusst aus dem Weg gegangen. Es ist widersprüchlich, dass sich einige Führungskräfte mit dem Begriff „Leadership“ schmücken, ohne dessen Bedeutung in der Praxis zu leben. Es herrscht eine überhebliche Mentalität, nach der man sich selbst als unfehlbar betrachtet, während jegliche Selbstkritik konsequent abgelehnt wird.

Interessante Aufgaben

An sich gibt es in der Abteilung natürlich genug tägliche Aufgaben. Wer möchte, hat jedoch durchaus die Möglichkeit, sich an verschiedensten Projekten und Initiativen zu beteiligen. Man kann sich aktiv einbringen und gezielt an Verbesserungen aus der eigenen Abteilung heraus arbeiten, um vor allem das Thema Digitalisierung voranzubringen.

Gleichberechtigung

Grundsätzlich wird hier jeder gleich behandelt. Mir ist keine ungleiche Behandlung von Mann und Frau oder aufgrund des Alters bekannt. In diesem Punkt ist das Unternehmen gut aufgestellt. Das einzige Defizit betrifft die Prämien für besondere Leistungen. Diese werden gefühlt nicht immer transparent nach Leistung verteilt, hier fehlt es an klarer Nachvollziehbarkeit.

Umgang mit älteren Kollegen

Grundsätzlich werden langjährige Mitarbeiter für ihre Treue und Leistung sehr geschätzt und auch regelmäßig gelobt. Allerdings schützt dieses Dienstalter nicht vor den aktuellen Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen. Es kommt teilweise vor, dass erfahrene Kollegen von Projekten oder aus Abteilungen abgezogen werden, ohne dass man als Außenstehender nachvollziehen kann, warum das nötig war. Abgesehen von diesen rein unternehmerischen Entscheidungen der letzten Zeit ist der Umgang miteinander aber sehr gut.

Arbeitsbedingungen

Die Ausstattung bei IT und Büro ist sehr gut und modern. Auch softwareseitig wurde das System aktualisiert, einschließlich der gängigen Office-Anwendungen und der Mitarbeiter-App. Hier ist alles sauber und zeitgemäß. Ein spürbares Manko sind jedoch die teilweise fehlenden Klimaanlagen in den Mitarbeiterbüros im Zuge von Renovierungsarbeiten, wo lediglich mobile Geräte zur Verfügung stehen. Für die Führungsebene im selben Gebäude wurde hingegen eine vollwertige Klimaanlage installiert. Wenn Sparmaßnahmen umgesetzt werden, sollten diese für alle Kriterien gleichermaßen gelten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Grundsätzlich ist vieles, wie die Nutzung von Photovoltaik-Anlagen oder neue Standorte, sehr modern und nachhaltig gestaltet. Auch sonst gibt es viele Initiativen zur Digitalisierung und zur Vermeidung von Papier. Hierzu gab es bis vor kurzem auch ein Nachhaltigkeitsmanagement und ein Bericht sollte hierzu existieren. Was damit passiert ist, weiß ich nicht bzw. wurde nie kommuniziert.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist immer subjektiv, aber grundsätzlich wird hier fair und oft überdurchschnittlich gezahlt. Ein echtes Plus ist die hauseigene Kantine, die gute Qualität zu einem sehr fairen Preis bietet. Zudem gibt es gute Mitarbeiterrabatte und Nutzungsmöglichkeiten von Gutscheinen für verschiedene Markenprodukte.

Image

Von außen wirkt das Unternehmen glänzend, aber von innen sieht die Realität anders aus. Es wird viel Aufwand betrieben, um nach außen hin als Top-Arbeitgeber dazustehen, doch das interne Image leidet massiv unter der extremen Arbeitsüberlastung, der schlechten Kommunikation und dem fehlenden Respekt für die Belegschaft. Dieser Frust wird mittlerweile auch nach außen getragen, ohne dass die Führungsebene das Ausmaß begreift. Man sieht diese Fassade auch auf Plattformen wie Kununu. Angesichts negativer Kritikpunkte wird versucht, das Gesamtbild durch auffällig positive Bewertungen zu korrigieren. Bei einem Thema wie der Kommunikation Bestnoten zu vergeben, zeigt einfach nur, wie sehr die interne Realität ausgeblendet wird. Noch hat der Name des Unternehmens einen guten Ruf, doch durch den mangelhaften Umgang mit den Mitarbeitern leidet mittlerweile auch das Bild bei den Kunden.

Karriere/Weiterbildung

Es existiert eine interne Weiterbildungsakademie, die jedoch über Jahre hinweg kaum spürbar stattfand. Erst in jüngster Zeit wird das Konzept spürbar hochgefahren, sodass nun ein regelmäßigerer Austausch und Schulungen angeboten werden. Dennoch bleibt der Zugang zu diesen Maßnahmen stark beschränkt, und die Auswahl der Teilnehmer ist weder transparent noch nachvollziehbar gestaltet

HilfreichHilfreich?2Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.