Gut am Arbeitgeber finde ich
Trotz dieser Schwierigkeiten bleibt Rodday als Unternehmen attraktiv. Es gibt viele talentierte und engagierte Kolleginnen und Kollegen, die hervorragende Arbeit leisten. Dennoch wäre es wünschenswert, dass das Unternehmen gerade im Bereich der Führungskraftentwicklung stärker an sich arbeitet, um das volle Potenzial auszuschöpfen und eine faire, respektvolle Arbeitsatmosphäre für alle zu schaffen.
Ich würde jedem, der in Erwägung zieht, sich zu bewerben, raten, genau hinzuschauen, wie das Team geführt wird. Denn letztlich hängt das Arbeitsklima und die eigene Zufriedenheit stark von den Führungskräften ab.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aber solange im Innendienst die falschen Personen an der Macht sind, werden die richtigen Menschen weiterhin gehen. Und das ist ehrlich gesagt das Traurigste an der ganzen Geschichte.
Die falsche Führung kann selbst den besten Job zur Belastung machen.
Verbesserungsvorschläge
Es stellt sich die Frage: Hängt solche Ungleichbehandlung immer nur vom Teammitglied ab, oder sollte auch die Führungskraft in die Verantwortung genommen werden? Oft wird vergessen, dass das Arbeitsumfeld und die Atmosphäre stark von der Führungsebene beeinflusst werden.
Arbeitsatmosphäre
Ich war mehrere Jahre im Unternehmen und habe anfangs sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Team war stark, der Zusammenhalt großartig und die damalige Teamleiterin war eine echte Führungspersönlichkeit: fair, menschlich, klar. Unter ihr konnte man wachsen und sich auf ehrliches Feedback verlassen.
Doch als sie ging, begann leider der Abwärtstrend – ausgelöst durch eine neue Teamleitung, die von Anfang an überfordert wirkte. Sie versprach viel, hielt wenig und schuf ein Klima von Misstrauen und Ungerechtigkeit. Wer nicht ihrer Meinung war, wurde gezielt isoliert oder falsch dargestellt. Vereinbarungen wurden nicht eingehalten, Gespräche verdreht dokumentiert – bis heute frage ich mich, wie so jemand in einer Führungsposition sein kann.
Image
Rodday überzeugt als Arbeitgeber mit attraktiven und durchdachten Angeboten, die das Arbeitsumfeld aktiv bereichern. Einmal im Jahr finden die sogenannten „Roddays“ statt, bei denen die Mitarbeitenden besondere Erlebnisse genießen können. In den vergangenen Jahren wurde im Sommer zudem als nette Geste einmal pro Woche Eis verteilt – Initiativen, die zeigen, dass dem Wohl der Belegschaft durchaus Aufmerksamkeit geschenkt wird. All diese Maßnahmen unterstreichen das positive Image von Rodday als innovativer und mitarbeiterorientierter Arbeitgeber.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war in der täglichen Praxis leider kaum ein Thema. Überstunden wurden oft einfach hingenommen – auch wenn sie regelmäßig und offensichtlich notwendig waren, wurde das weder anerkannt noch offen thematisiert. Ein wertschätzender Umgang mit der Zeit der Mitarbeitenden hat schlicht gefehlt. Besonders frustrierend war, dass wir die aufgebauten Überstunden gezwungenermaßen an Tagen abbauen mussten, die uns persönlich kaum etwas gebracht haben – oft ungünstig gelegen und nicht im Sinne einer echten Erholung. Wer engagiert war und mehr geleistet hat, bekam selten ein Dankeschön – stattdessen wurde es stillschweigend erwartet.
Karriere/Weiterbildung
Die Möglichkeiten zur fachlichen Weiterentwicklung und Karriere bei Rodday sind grundsätzlich vorhanden. Allerdings zeigt sich im Arbeitsalltag oft, dass der individuelle Aufstieg maßgeblich von der Einschätzung durch die Teamleitung abhängt. Auch wenn du fachlich kompetent bist und Engagement mitbringst, wirst du – so habe ich es persönlich erlebt – nur so weit kommen, wie du von deiner Führung als wertvoll und förderungswürdig erachtet wirst. Es bedarf einer offenen und unterstützenden Führung, die nicht nur auf Qualifikationen, sondern auch auf die Persönlichkeit und die Zusammenarbeit im Team achtet. Ohne diese Anerkennung und Förderung bleibt das Potenzial oft ungenutzt.
Kollegenzusammenhalt
Trotz aller Herausforderungen im Unternehmen war der Zusammenhalt unter den Kolleginnen für mich ein echter Lichtblick. In all den Jahren habe ich tolle Menschen kennengelernt und wertvolle Freundschaften aufgebaut, für die ich bis heute sehr dankbar bin. Einige dieser Verbindungen bestehen weiterhin – wir treffen uns regelmäßig, tauschen uns aus und unterstützen uns gegenseitig. Rückblickend bin ich wirklich froh, diesen großartigen Kolleginnen begegnet zu sein. Sie haben den Arbeitsalltag nicht nur erträglicher, sondern oft auch richtig schön gemacht.
Umgang mit älteren Kollegen
Auch zum Umgang mit älteren Kolleginnen habe ich im Laufe der Zeit einiges mitbekommen – wenn auch nicht direkt vor Ort. Persönlich war ich bei den Vorfällen nicht anwesend, doch mehrere Kolleginnen haben mir am Telefon geschildert, dass die Führungskraft sich ihnen gegenüber nicht respektvoll verhalten haben soll. Es wurde von abwertendem Ton und fehlender Wertschätzung berichtet – gerade gegenüber Mitarbeitenden mit viel Erfahrung. Solche Erzählungen haben mich ehrlich gesagt sehr nachdenklich gestimmt, da gerade ältere Kolleginnen oft mit großem Engagement und Know-how im Team standen und mehr Anerkennung verdient hätten.
Vorgesetztenverhalten
Sie war für mich das Paradebeispiel einer Führungskraft, die ihrer Rolle nicht gerecht wurde. Es fehlte nicht nur an fachlicher Kompetenz, sondern vor allem an emotionaler Intelligenz, Empathie und Fairness. Entscheidungen wurden willkürlich getroffen, Kritik wurde persönlich genommen, und konstruktive Vorschläge wurden ignoriert oder lächerlich gemacht.
Ihr Führungsstil war geprägt von Kontrolle, Unsicherheit und einem starken Bedürfnis, Macht zu demonstrieren – leider häufig auf Kosten anderer. Statt ein Team zu stärken, spaltete sie es. Statt Vertrauen aufzubauen, schürte sie Misstrauen. Rückmeldungen wurden verdreht oder gar nicht erst ernst genommen. Wer nicht „funktionierte“, wurde systematisch ausgeschlossen oder psychisch unter Druck gesetzt.
Ein solches Verhalten ist nicht nur unprofessionell, sondern schlicht toxisch – besonders in einem Arbeitsumfeld, das auf Zusammenarbeit und Verlässlichkeit angewiesen ist. Ich wünsche mir für das Team, dass irgendwann jemand an diese Position kommt, der wirklich führen kann – im besten Sinne des Wortes.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen bei Rodday sind insgesamt sehr angenehm gestaltet. Das Gebäude ist modern, hell und gut ausgestattet. Die Büroräume sind freundlich eingerichtet und verfügen über ergonomische Stühle sowie höhenverstellbare Stehtische, was das Arbeiten deutlich komfortabler macht. Auch an praktischen Dingen wurde gedacht: Es stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung, und besonders im hinteren Bereich des Gebäudes genießt man eine wirklich schöne Aussicht ins Grüne – ein kleiner, aber feiner Pluspunkt im Arbeitsalltag.
Kommunikation
Auch die Kommunikation ließ stark zu wünschen übrig. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht – und auch von mehreren Kolleginnen das gleiche Feedback erhalten – dass wichtige Informationen oder Rückmeldungen nicht direkt von der Teamleitung kamen, sondern über dritte Personen weitergetragen wurden. Statt offener Gespräche auf Augenhöhe wurde man durch Kolleginnen – enge Vertraute „informiert“. Das wirkte nicht nur unprofessionell, sondern schuf auch ein Gefühl der Intransparenz und Unsicherheit. Obwohl intern stets betont wurde, wie wichtig Transparenz sei, erlebten wir im Alltag leider das genaue Gegenteil.
Gehalt/Benefits
Auch beim Gehalt zeigte sich das gleiche Muster: Es wurde nicht objektiv nach Leistung, Engagement oder Verantwortungsbereich entschieden, sondern – so schien es – nach persönlicher Sympathie. Im Team Rezeptmanagement verdiente jede Person unterschiedlich, völlig unabhängig davon, wie gut oder gewissenhaft sie gearbeitet hat. Wer das Thema ansprach, wurde abgewimmelt oder gar angegangen – ein offenes Gespräch auf Augenhöhe war schlichtweg nicht möglich.
Gleichberechtigung
Besonders enttäuschend war, wie mit Menschen umgegangen wurde. Einige wurden offen bevorzugt, andere – je nach persönlicher Sympathie – benachteiligt oder sogar öffentlich herabgewürdigt. Das HR-Coaching, eigentlich zur Unterstützung gedacht, hat das Ganze verschlimmert: Von außen freundlich und hilfsbereit, intern jedoch herablassend und alles andere als neutral. Über ehemalige Kolleg*innen wurde im Team schlecht geredet – ein absolutes No-Go.
Interessante Aufgaben
An meinen alltäglichen Aufgaben hatte ich durchaus Freude. Zwar gab es innerhalb des eigenen Bereichs wenig Abwechslung – jeder hatte klar definierte Zuständigkeiten und die Vielfalt hielt sich dadurch in Grenzen –, dennoch fand ich meine Arbeit grundsätzlich interessant. Besonders spannend und abwechslungsreich waren die Gespräche mit den Ärzten. Diese Kommunikation brachte immer wieder neue Einblicke und machte den Arbeitsalltag lebendiger und vielseitiger.