Es gibt viel bessere als Rödl
Arbeitsatmosphäre
In der eigenen Abteilung ist die Zusammenarbeit grundsätzlich sehr angenehm. Sobald man jedoch mit anderen Abteilungen zu tun hat, entsteht teilweise der Eindruck, dass die Arbeit und Verantwortung eines Lohnbuchhalters nicht ausreichend wertgeschätzt werden und man eher als „Mädchen für alles“ wahrgenommen wird.
Zusätzlich entsteht teilweise das Gefühl, dass sehr genau darauf geachtet wird, wann man das Büro verlässt. Aussagen wie „Du gehst schon?“ vermitteln schnell den Eindruck, dass die Arbeitszeit am Ende des Tages stärker wahrgenommen wird als der tatsächliche Arbeitseinsatz. Dabei wird häufig nicht berücksichtigt, dass man bereits zwei bis drei Stunden früher mit der Arbeit begonnen hat. Hier würde ich mir mehr Vertrauen und eine stärkere Fokussierung auf die geleistete Arbeit und die Ergebnisse wünschen.
Kommunikation
Sehr unstrukturiert. Viele Informationen und Änderungen werden leider nicht direkt kommuniziert, sondern man erfährt wichtige Dinge häufig nur über Umwege. Dadurch entstehen unnötige Rückfragen und zusätzlicher Abstimmungsaufwand.
Kollegenzusammenhalt
Das würde ich innerhalb der eigenen Abteilung als gut empfinden. Die Zusammenarbeit ist grundsätzlich angenehm und die Kommunikation funktioniert dort deutlich besser.
Work-Life-Balance
Ist ganz ok
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten empfinde ich als sehr wechselhaft. Häufig hat man den Eindruck, dass Gespräche oder Anliegen nicht die notwendige Aufmerksamkeit erhalten. Teilweise dauert es mehrere Tage, bis ein Rückruf erfolgt. Einen direkten und zeitnahen Austausch erreicht man meist nur, wenn man persönlich ins Büro geht.
Interessante Aufgaben
Das Interessante an der Lohnbuchhaltung ist für mich, dass man immer wieder mit neuen und unterschiedlichen Fällen konfrontiert wird, die man so bisher noch nicht bearbeitet hat. Dadurch lernt man ständig dazu und kann sein Fachwissen laufend erweitern.
Arbeitsbedingungen
Die Situation wird aus meiner Sicht zunehmend schwieriger, insbesondere durch die ständigen Wechsel und die Einführung neuer Tools zur Zeiterfassung. Dadurch entsteht zusätzlicher Aufwand und teilweise auch unnötige Verunsicherung im Arbeitsalltag.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt meiner Meinung nach unter dem marktüblichen Niveau. Zudem habe ich den Eindruck, dass die Höhe des Gehalts stark davon abhängt, mit wem man die Gehaltsverhandlungen geführt hat. Dadurch entstehen teilweise deutliche Unterschiede zwischen Mitarbeitern, die aus meiner Sicht nicht immer nachvollziehbar sind.
Die Benefits kann ich nur eingeschränkt beurteilen. Beispielsweise wurde der Obstkorb abgeschafft, den ich persönlich zwar nie genutzt habe, den andere Kollegen jedoch gerne angenommen haben. Auch die kurzfristige Entscheidung, dass Hunde von einem Tag auf den anderen nicht mehr erlaubt sind, empfinde ich als unglücklich und wenig nachvollziehbar.
Image
Nach außen wird ein sehr positives und modernes Bild vermittelt, intern entspricht die Realität aus meiner Sicht jedoch nicht immer diesem Eindruck.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt nur eine begrenzte Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten. Diese werden zwar grundsätzlich gefördert, meiner Meinung nach ist es jedoch häufig sinnvoller, Weiterbildungen eigenständig und nicht über das Unternehmen zu organisieren.

