Viel Potential, welches der Arbeitgeber leider nicht ausschöpft
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die internationale Arbeitsatmosphäre, den extra freien Tag am Geburtstag (sofern er unter der Woche ist) und das Firmenfitness Angebot
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Festgefahrene Strukturen mit einer "die anderen können alle nichts" Mentalität. Eine teure Renovierung durchzuführen, wenn eigentlich Sparkurs angesagt ist. Fehlende Entwicklungsmöglichkeiten für gerade junge, motivierte Mitarbeitende.
Verbesserungsvorschläge
Einführung eines Minutengenauen Arbeitszeitkontos und damit wirklich flexible Arbeitszeiten. Verpflichtende Workshops für Führungskräfte, in denen es um Diskriminierung (!) und Konfliktmanagement geht. Eine Personalentwicklung, die sich auch wirklich um die Weiterentwicklung des Personals bemüht. Mitarbeitenden vorurteilsfrei zuhören und ihnen Raum für Weiterentwicklung geben. Zusammenarbeit zwischen der Holding und den Tochtergesellschaften - manchmal scheint man zu vergessen, dass alle für ein Unternehmen arbeiten und nicht zueinander in Konkurrenz stehen. Parktickets an allen Standorten, nicht nur an einigen ausgewählten validieren.
Arbeitsatmosphäre
Hängt stark vom jeweiligen Team Lead ab. Umfragen dazu gibt es von der Corporate Ebene, dass man darauf basierend versucht etwas zu verbessern, habe ich nicht erlebt.
Kommunikation
Es gibt Termine, an denen man über die Unternehmungsstrategie und Erfolge unterrichtet wird. Was dass für die Mitarbeitenden konkret bedeutet, wird nicht herausgestellt.
Work-Life-Balance
Das Unternehmen hat kein Zeit-Konto, Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten. Wer 10 Überstunden zum Ende eines Monats angesammelt hat, nimmt nur 5 mit in den neuen Monat. Schafft man es nicht diese im Monat darauf abzubauen, liegt man bei null. Auf Nachfrage, warum es kein Zeit-Konto gäbe, sagte man mir, in einer Branche in der nicht so viel Gewinn erwirtschaftet werden könne, könne man sich das als Arbeitsgeber schlichtweg nicht leisten, Mitarbeitenden auf diesem Wege zusätzliche Urlaubstage zu gestatten. Wenn der Workload (auch durch Abwesenheiten von KollegInnen) steigt, wird das vom Team aufgefangen.
Interessante Aufgaben
Es wird einem die gesagt, dass man gerne andere/ mehr Aufgaben übernehmen könne. Dabei solle man sich selbst überlegen, in welchem Bereich diese liegen. Zeit um gemeinsam über eine konkrete weiter Entwicklung nachzudenken, gibt es wenig und wird sich auch nicht genommen.
Gleichberechtigung
Frauen wird leider der Generalverdacht unterstellt schwanger zu werden. So machen auch Vorgesetzte "Witze" darüber, dass Abteilungen schwanger seien, Schwangerschaften ansteckend seien oder im Team hoffentlich keiner kündigen oder schwanger werden will. Equal Pay Analysen gibt es, diese werden aber nicht mit Mitarbeitenden besprochen. Diskriminierende Aussagen ggü. Minderheiten fallen häufig, dass Führungskräfte etwas dagegen sagen, habe ich selten erlebt.
Arbeitsbedingungen
Sehr moderne Büros. Arbeiten im Home Office oder gar aus dem Ausland möglich. Die Kühlung funktioniert im Sommer nie so, dass sie tatsächlich kühlt sodass es zu warm wird um im Büro zu arbeiten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Man versucht sich nachhaltig, auch für soziale Projekte, zu engagieren und trägt dies im Rahmen des Marketings nach Außen.
Gehalt/Benefits
Es werden Berufsanfänger mit entsprechend niedrigen Gehältern eingestellt. Eine Weiterentwicklung ist sehr schwierig. Ggf. wird vertraglich festgehalten, dass das Gehalt erst nach dem Ablauf von zwei Jahren neu verhandelt werden kann.
Image
Sobald KollegInnen bemerken, dass man unzufrieden ist oder gar das Unternehmen verlässt, bekommt man mit wie schlecht über das Unternehmen geredet wird. Allgemein wird keine Verbesserung der Arbeitssituation erwartet.
Karriere/Weiterbildung
Es wird ab und an mal auf Weiterbildungen hingewiesen, was man konkret machen könnte, wird an keiner Stelle genauer ausgeführt. Das vorhandene Ausbildungsprogramm tut sich schwer damit, gerade Mitarbeitende die neu im Berufsleben sind, zu unterstützen.