3 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
3 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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3 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Technisch anspruchsvolle und vielfältige Projekte, auch im internationalen Umfeld. Viel Einblick in unterschiedliche Bauphasen und Industriezweige. Hoher Lerneffekt, vor allem in den ersten Jahren.
Sehr geringe Bezahlung trotz hoher körperlicher und psychischer Belastung. Keine Zuschläge für Überstunden, Erschwernisse, Wetter oder Auslandsarbeit. Teilweise wurden geplante Urlaubszeiten – beispielsweise zur Prüfungsvorbereitung – kurzfristig gestrichen. Nach der Übernahme wurde der unfreiwillig angesammelte Urlaub sogar auf Grundlage des neuen Gehalts berechnet, anstatt diesen 1:1 zu übernehmen.
Ich habe 2011 mit 42-Stunden-Woche auf Montage gearbeitet und 1.400 € brutto erhalten. Nur rund 20 % der Fahrzeiten wurden als Arbeitszeit angerechnet.
Nach meinem heutigen Wissen lagen diese Bedingungen deutlich unter den damals üblichen Branchenstandards im Bau- und Industriebereich.
Aus meiner persönlichen Sicht war die Entlohnung für die Art der Tätigkeiten (Vermessung, Industriebau, Anlagenabsteckung) unangemessen niedrig und die Behandlung der Reisezeiten für mich nicht nachvollziehbar.
Faire Zuschläge für Wetter, Ausland, Montage. Echte Anerkennung von Leistung. Klare Urlaubs- und Überstundenregelungen. Fahrzeiten korrekt vergüten. Verlässliche Weiterbildung schaffen. Mitarbeiterbindung nicht nur durch Versprechen, sondern durch Taten.
Die Arbeit war technisch spannend, allerdings war die Atmosphäre häufig angespannt. Viele Tätigkeiten fanden im Außendienst statt – bei jeder Witterung und teilweise unter herausfordernden Bedingungen. Die Arbeitstage waren oft lang und Pausen eher selten. Wertschätzung bekam man wenig. Nicht selten kam man freitags erst spät nach Hause und musste montags sehr früh wieder los – auch aufgrund der damaligen Arbeits- und Fahrzeitregelungen.
Nach außen wirkte das Unternehmen sehr professionell – große Projekte im In- und Ausland, moderne Technik und engagierte Mitarbeitende. Bei einem Pressetermin wurde ich einmal interviewt. Auf die Frage nach der Vergütung entstand eine kurze Unsicherheit, und die Frage erschien später nicht im Artikel.
Intern wirkten die Bedingungen deutlich weniger attraktiv: niedrige Löhne, kaum Zuschläge, anspruchsvolle Montageeinsätze mit begrenzter Vergütung und teils herausfordernde Überstundenregelungen. Der Unterschied zwischen Außendarstellung und tatsächlichen Arbeitsbedingungen war aus meiner Sicht spürbar.
Auf den Baustellen selbst war der Umgang mit den Kunden meist wertschätzend, und meine Arbeit fand dort Anerkennung.
Kaum vorhanden. Ich war fast dauerhaft auf Montage – auch schon in der Ausbildung. Viele Wochen komplett unterwegs, teilweise (selten) an Wochenenden. Mein Privatleben und meine Beziehungen litten stark darunter.
Es gab keine Weiterbildungsangebote. Kein Karrierepfad. Wer blieb, blieb – ohne Entwicklung. Lernen passierte „durch Mitlaufen“. Wer mehr wollte, ging meist irgendwann. In meiner Zeit haben etwa 5 Angestellte das Unternehmen verlassen.
Viele Kollegen hielten gut zusammen, vor allem auf der Baustelle. Anfangs war ich häufig mit einem Ingenieur unterwegs, später zunehmend mit Auszubildenden und Quereinsteigern. Das Team war insgesamt gemischt, was im Alltag sowohl hilfreich als auch herausfordernd sein konnte.
Der Umgang mit älteren Kollegen war aus meiner Sicht von der hohen Arbeitsbelastung geprägt. Einige wirkten häufig gestresst oder verunsichert, obwohl sie fachlich sehr kompetent waren. Gleichzeitig konnte ich von älteren Kollegen fachlich viel lernen. Insgesamt entstand damals ein eher angespanntes Arbeitsumfeld.
Während meiner Zeit erlebte ich zudem eine gesundheitliche Situation eines älteren Kollegen auf einer Baustelle, die mich persönlich sehr nachdenklich gemacht hat. Niemand konnte absehen, wie ernst sich das später entwickeln würde, dennoch hätte ich mir in diesem Moment einen sensibleren und vorsichtigeren Umgang gewünscht.“
Gehaltsverhandlungen waren frustrierend – sinngemäß hieß es: „Wir stellen ja auch Autos und die Technik.“ Der Südafrika-Einsatz mit 30 % Aufschlag wurde so verkauft, als sei das ja ein Abenteuerurlaub.
Die Arbeit war technisch spannend, aber die Atmosphäre war oft angespannt – gerade wenn man mehrere Baustellen auf Montage hatte. Persönliche Anliegen, Pausen oder Erschöpfung spielten kaum eine Rolle – es ging nur darum, dass das Projekt läuft. Lob oder Wertschätzung gab es selten.
Ich erinnere mich noch gut an einen Einsatz im Rohbau bei etwa 0 °C in Jena: Ich lag auf dem Betonboden, während von oben Tauwasser auf mich tropfte – wir mussten Etagenfronten aufmessen. Meine Finger waren taub vor Kälte, für Schutzkleidung war man selbst verantwortlich. Auch bei Temperaturen unter –10 °C wurde durchgehend im Freien gearbeitet. Taube Finger gehörten im Außendienst oft zum Alltag. Bei Bestandsmessungen im Winter musste man teilweise den Schnee wegschieben um Straßenkanten etc. zu erkennen. Auch im Sommer war die Arbeit belastend – an manchen Tagen war man stundenlang der prallen Sonne ausgesetzt. Auf Hochbau Baustellen teilweise Arbeit in 120m Höhe.
Die Trennung zwischen Innen- und Außendienst trug dazu bei. Während meiner Ausbildung war ich zumindest zeitweise auch im Büro eingesetzt. Auf Montage übernahm man meist beides. Arbeitszeiten bis 19:00 Uhr waren dort keine Seltenheit.
Stundenzettel wurden z. B. immer zum Monatsende sehr dringend eingefordert. Ansonsten gab es recht wenig Rückfragen zu Abläufen. Auf Montage organisierte man vieles selbst. Der Umgang mit Urlaubszeiten war damals teilweise unübersichtlich und führte zu Unklarheiten.
Die Ausbildungsvergütung (2008-2011) entsprach damals dem Mindestsatz:
1. Jahr 400€ brutto (Internatskosten von ca. 75 € pro Woche sowie Bücher, Verpflegung und Arbeitsmaterial musste ich selbst tragen; abgesehen von einigen Hemden mit Firmenlogo und T-Shirts).
2. Jahr 436€
3. Jahr 472€
Arbeitsvertrag mit 42-Stunden-Woche:
2011: 1.400 € brutto (ca. 1.029€ netto)
2012: 1.500 € mit Begründung „Geht es dem Unternehmen gut, muss es den Mitarbeitern auch gut gehen."
2013: 300€ Leistungszulage zugesagt – anstelle einer festen Lohnerhöhung. Diese wurde auch gezahlt.
Auslöse: 24 € netto pro vollem Tag, 12 € an An- und Abreisetagen – auch im Ausland gleich, keine Erhöhung. Keine Auslöse an stillen Sonntagen. Keine Zuschläge für Arbeiten in großer Höhe, Kälte, Ausland oder unter Erschwernis. Sonntagszuschläge gab es.
Fahrzeitvergütung bei 5-Tage-Montage: 30 % Fahrer / 10 % Beifahrer. Bei Tageseinsatz 100 %. Weihnachtsgeld gab es gelegentlich. Tankgutscheine wurden sporadisch im Wert von 44 € ausgegeben.
Über Vergütung wurde damals eher zurückhaltend kommuniziert; heute ist klar geregelt, dass Beschäftigte ihr Gehalt offen nennen dürfen.
Das Gehalt wurde stets pünktlich gezahlt.
Besonders auffällig war die ungerechte Behandlung bei Fahrzeiten: Nur bei Tageseinsätzen wurde die komplette Fahrzeit vergütet. Bei Montagefahrten (z. B. Montag bis Freitag mit 4–5 h Anfahrt) wurde nur 30 % der Zeit für Fahrer und 10 % für Beifahrer bezahlt – und auch das nur, wenn man sich abgewechselt hat. Aus 10h Fahrzeit und 42h Woche (lt. Arbeitsvertrag) war man also gut 50h unterwegs nur um auf seine Wochenarbeitszeit zu kommen.
Diese Regelung benachteiligte gerade die, die regelmäßig auf Montage geschickt wurden. Zudem war dort der Fachliche Anspruch meist höher.
Auslandserfahrungen in den Ländern Russl. St. Petersburg, Serbien, Slowenien und den Niederlanden. Direkt nach meiner Ausbildung wurde ich nach Serbien geschickt als verantwortlicher Vermesser.
Fachlich sehr spannend. Kraftwerksbau, unter Tage, Automobilindustrie, Straßen- und Brückenbau – man sah viel und lernte viel. Teilweise hohe Präzisionsanforderungen. Abwechslung war definitiv gegeben.
Modernste Technik war schon frühzeitig vorhanden. Hoher Stress und übermäßige Arbeitszeiten trübten das Bild aber.
Familiäres Verhältnis
Finanzielle Wertschätzung der Arbeit
Mehr Weiterbildung für die Angestellten
guter Ruf und gern gesehen bei Kunden
oft unterwegs, Überstunden fallen an, dafür freie Tage
Urlaubs und Weihnachtsgeld, Prämien, Gutscheinkarten monatlich
oft unterwegs, aber mit Auslöse und Absetzer bei Überstunden
ganz verschiedene Aufgaben und Orte