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Rogator 
AG
Bewertung

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Ich würde dieses Unternehmen auf keinen Fall weiterempfehlen!

1,7
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 bei Rogator AG in Nürnberg gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Besonders negativ habe ich die massive Diskrepanz zwischen dem Außenimage und der internen Realität erlebt. Die Führungskultur empfand ich als geprägt von tiefem Misstrauen, was sich in extremem Mikromanagement und einem Kontrollzwang (insbesondere im Homeoffice) äußerte. Zudem empfand ich das Klima durch eine toxische Geschäftsführung als belastend. Versprochene Gehaltsanpassungen und Karrieremöglichkeiten stellten sich als leere Versprechen heraus, während ich die tatsächliche Bezahlung als extrem gering empfand. Auch die Rückständigkeit in Bezug auf moderne Rollenbilder und Gleichberechtigung empfand ich als absolut nicht mehr zeitgemäß.

Verbesserungsvorschläge

Ich finde Gehaltsstrukturen sollten ehrlich kommuniziert und an die aktuelle Marktrealität angepasst werden. Versprechungen aus dem Bewerbungsprozess müssen auch im Arbeitsalltag Bestand haben, um die Glaubwürdigkeit als Arbeitgeber nicht vollständig zu verlieren. Ein respektvoller Umgang mit dem Persönlichkeitsrecht der Angestellten sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Vielleicht ließe sich so auch die in meiner Zeit wahrgenommene extrem hohe Fluktuation reduzieren.

Arbeitsatmosphäre

Schein und Sein klaffen weit auseinander: Im Bewerbungsprozess präsentierte sich die Geschäftsführung als modernes, auf Mitarbeiterzufriedenheit fokussiertes Unternehmen. Die tatsächliche Atmosphäre empfand ich jedoch als belastend und destruktiv.

Aufgrund der geringen Unternehmensgröße ist die Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung sehr eng, was ich durch ständiges Mikromanagement als extrem einengend erlebt habe. Ich hatte das Gefühl, dass es in der Geschäftsführung weniger um sachorientierte Leitung, sondern vielmehr um Kontrolle und persönliche Machtausübung ging. Eine vertrauensvolle Basis habe ich leider schmerzlich vermisst.

Work-Life-Balance

Im Bewerbungsprozess wurde aktiv mit Flexibilität und Home Office geworben, auf Nachfragen jedoch nur ausweichend geantwortet. Die Realität: Extrem strikte Kernarbeitszeiten, die kaum Spielraum lassen. Home Office wurde nach meinem Empfinden sehr kritisch beäugt und fühlte sich intern sichtlich unerwünscht an. Zudem herrschte bei mir das Gefühl vor, dass die Geschäftsführung im Home Office Kontrollanrufe durchführte, was die Vertrauensbasis massiv belastete.

Karriere/Weiterbildung

Im Bewerbungsprozess wurde aktiv mit Aufstiegschancen geworben. In der Realität konnte ich jedoch keinerlei konkrete Karrieremöglichkeiten erkennen. Meiner Meinung nach fehlen aufgrund der geringen Unternehmensgröße schlichtweg die Strukturen für eine echte berufliche Entwicklung. Wer wachsen will, stößt hier schnell auf eine gläserne Decke

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt war das einzig Positive. Es gibt eine starke Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt hat, um die schwierigen Rahmenbedingungen und den Druck von oben gemeinsam abzufedern.

Vorgesetztenverhalten

Grenzüberschreitendes Verhalten: Ich hatte den Eindruck, dass das Persönlichkeitsrecht der Mitarbeitenden seitens der Geschäftsführung nicht die notwendige Beachtung fanden. In persönlichen Gesprächen empfand ich den Umgangston und die Forderungen oft als sehr grenzüberschreitend. Ein wertschätzendes Miteinander auf Augenhöhe habe ich leider nicht erlebt; stattdessen prägten Kontrolle und Macht das Klima.

Kommunikation

Fassade statt Offenheit: Die angepriesene 'Open Door Policy' habe ich seitens der Geschäftsführung leider nur als Fassade erlebt. In meiner Wahrnehmung wurden Anliegen der Belegschaft eher dazu genutzt, Schwachstellen für noch mehr Kontrolle zu identifizieren, statt echtes Vertrauen aufzubauen.

Auch die direkte Kommunikation empfand ich als extrem schwierig und unzuverlässig: Getroffene Absprachen waren am nächsten Tag oft ohne nachvollziehbaren Grund hinfällig. Das machte eine verlässliche Planung und Zusammenarbeit für mich unmöglich.

Gehalt/Benefits

Vorsicht bei Gehaltsversprechungen: Man sollte mit dem Einstiegsgehalt langfristig absolut zufrieden sein, da angekündigte Erhöhungen (z.B. nach der Probezeit) in meiner Erfahrung nicht umgesetzt wurden. Die Taktik scheint System zu haben: Es wird mit einer späteren Anpassung gelockt, die dann ausbleibt.

Selbst die Gehälter langjähriger Kollegen empfand ich als extrem gering. Das Argument der Geschäftsführung, die Gehälter seien 'branchenüblich', wirkte auf mich völlig veraltet und hielt meinem Vergleich mit dem aktuellen Marktstandard nicht stand. Sozialleistungen waren für mich nicht erkennbar.

Gleichberechtigung

Ich hatte den Eindruck, dass die Gehaltsstrukturen Frauen deutlich benachteiligen und traditionelle Rollenbilder und Erwartungen das Klima dominieren.

Interessante Aufgaben

Die eigentlichen Arbeitsaufgaben waren vielseitig und interessant. Leider wurde die Freude an der Arbeit durch äußere Umstände, wie zum Beispiel teilweise veraltete Software getrübt. Das Potenzial der Aufgaben konnte so leider nicht komplett ausgeschöpft werden.


Arbeitsbedingungen

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Arbeitgeber-Kommentar

Rogator AG
Rogator AG

1. Schlecht am Arbeitgeber finde ich …
Unser Feedback: Lieber Feedbackgeber, zunächst vielen Dank für dein Feedback, auch wenn es in diesem Fall leider sehr negativ und auch unzutreffend dargestellt wird. Wir pflegen über alle Bereiche eine sehr flache und partizipative Führungskultur, angefangen bei den Teamleitern bis hin zur Geschäftsführung. Die von dir geschilderte Atmosphäre bzw. Kultur stünde im totalen Widerspruch der von uns gelebten offenen und konstruktiven Fehlerkultur und dem wertschätzenden Umgang miteinander. Ehrlich gesagt verwundern uns deine geäußerten Vorwürfe, und wir hätten uns gewünscht, dass du während und nach der Probezeit das Gespräch mit deinem Team oder der Geschäftsleitung gesucht hättest. In den bei uns üblichen 3 Feedbackgesprächen während deines Onboardings findet sich nicht der kleinste Hinweis auf deine hier geäußerte Unzufriedenheit oder gar toxische Arbeitsatmosphäre. Zu deinem Gehalt sei gesagt, dass es von dir vorgeschlagen wurde und wir unsere Mitarbeitenden absolut branchenüblich und leistungsbezogen bezahlen.


2. Verbesserungsvorschläge
Unser Feedback: Wir bei Rogator achten auf eine faire, wertschätzende und leistungsbezogene Vergütung. Dass, entgegen der bei uns durchaus üblichen Praxis, in deinem Fall nach der Probezeit keine Erhöhung stattgefunden hatte, könnte darin begründet gewesen sein, dass die gesetzten Erwartungen nicht in einem Maße erfüllt wurden, die eine Erhöhung gerechtfertigt hätten bzw. Du konntest vielleicht dein bei der Gehaltsverhandlung gemachtes Versprechen nicht halten.
Die Probezeit ist, wie der Name es vermuten lässt, unter anderem auch dafür da, die Erfüllung der gegenseitigen Erwartungen zu überprüfen. Warum also findet sich in den Protokollen der Feedbackgespräche nicht der kleinste Hinweis darauf.
Bedauerlicherweise war es in deinem Fall leider umgekehrt und die von dir geweckten Erwartungen wurden keinesfalls in einem Rahmen erfüllt, der eine Gehaltserhöhung zugelassen hätte. Was zugegebenermaßen sehr selten ist.
Zum Thema Fluktuation möchten wir beiläufig erwähnen, dass wir auch dieses Jahr wieder 3 Firmenjubiläen von Mitarbeitern mit 5, 10 und 15 Jahren feiern dürfen.

3. Arbeitsatmosphäre
Unser Feedback: Bei Rogator gestalten Menschen Zukunft. Wir arbeiten auf Augenhöhe, treffen Entscheidungen pragmatisch und stellen unsere Mitarbeitenden und Kunden konsequent in den Mittelpunkt. Wir vertrauen unseren Führungskräften und ermutigen sie und ihre Teams zu eigenverantwortlichem Arbeiten und Handeln. Wenn die Geschäftsleitung sich veranlasst sieht, Kontrolle auszuüben, dann um unsere Werte und Leitlinien zu schützen und deren Umsetzung sicherzustellen. Dies kann im einen oder anderen Fall von z.B. hohen Fehlzeiten, die noch dazu häufig vor und nach Urlauben stattfinden und wiederholt eingereichten Krankmeldungen, die für uns nicht plausibel wirkten, durchaus auch mal eine Rückfrage seitens der GL nach sich ziehen.

4. Kommunikation
Unser Feedback: Die bei Rogator durchaus vorhandene und gelebte offene, konstruktive und stets wertschätzende Kommunikation ist fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Das gilt sowohl im Innen- wie auch im Außenverhältnis.

5. Kollegenzusammenhalt
Unser Feedback: Es freut uns, dass es doch etwas gab, das du positiv in Erinnerung behältst. Der Kollegenzusammenhalt findet sich in allen Teams und auch teamübergreifend wieder und ist das Ergebnis unserer Führungs- und Unternehmenskultur.

6. Interessante Aufgaben
Unser Feedback: Als innovatives Technologieunternehmen sind wir per se darauf angewiesen, mit neuesten Technologien, Software wie Hardware, zu arbeiten und unseren Mitarbeitenden moderne Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Dies zeigt sich nicht nur in z.B. elektrisch betriebenen Tischen und ergonomischen Stühlen, sondern auch in moderner IT-Infrastruktur und Softwareprodukten. Unsere eigenen Softwareprodukte unterliegen ohnehin halbjährlichen Innovations- und Release-Zyklen.
Deine Äußerungen übertreffen sich in negativen, teilweise geschäftsschädigenden Vorhaltungen und lassen leider wenig Selbstreflexion erkennen.


7. Gleichberechtigung
Unser Feedback: Dein Eindruck in Ehren, aber er ist grundlegend falsch und zudem rufschädigend. Bei Rogator stellen Frauen nicht nur ca. 50 % der Belegschaft, sondern sind auch in allen Führungsebenen bis in die GL vertreten. Wir dürfen aus berechtigtem Grund zweifeln, dass du die Gehaltsstruktur des Unternehmens kennst. Vor diesem Hintergrund enttarnen sich deine Äußerungen auch in diesem Fall als nicht haltbare und böswillige Behauptungen in geschäftsschädigender Absicht. Wir wünschen dir trotzdem für die Zukunft nicht nur alles Gute, sondern auch den Mut und vor allem die Fähigkeit zur ehrlichen Selbstreflexion.

8. Gehalt/Sozialleistungen
Unser Feedback: Auch auf die Gefahr uns zu wiederholen, die Einstiegsgehälter werden jeweils individuell verhandelt und entsprechen der Berufserfahrung, den Kompetenzen und Potentialen der Bewerber*innen. In unseren obligatorischen, jährlichen Mitarbeitendengesprächen werden sowohl Entwicklungspotentiale als auch Weiterbildungsmaßnahmen besprochen und definiert, denn die Innovationskraft unserer Mitarbeitenden erachten wir als einen wesentlichen Erfolgsfaktor. Daher ist genau das auch in unseren Leitlinien festgehalten. Evtl. war dein Blick zu sehr auf dich selbst gerichtet und weniger auf unsere Policy und unsere Unternehmensleitlinien.

9. Karriere/Weiterbildung
Unser Feedback: Auch wenn in kleineren Unternehmen die Entwicklungsmöglichkeiten hinsichtlich der Hierarchieebenen überschaubar sein mögen, unterstützen wir jegliches fachliche Engagement unserer Mitarbeitenden und bieten entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen. Gerade in deinem Bereich wurde in der Zeit deiner Beschäftigung einer Kollegin aus deinem Team die Koordination eines Geschäftsbereichs übertragen aufgrund ihres Engagements und ihrer Bereitschaft, ihre Kompetenzen in dem Bereich auszubauen und Verantwortung zu übernehmen. Du siehst, es liegt meist an einem selbst, ob man Chancen erkennt, ergreift oder einfach vorbeiziehen lässt. Soviel auch zum Thema Chancengleichheit bei Rogator.
Natürlich ist es immer bedauerlich, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden und Enttäuschungen entstehen. Aber genau dafür gibt es ja die Möglichkeit der Veränderung und Trennung. Wie in jeder anderen Beziehung auch. Aber statt mit Diffamierungen nachzutreten, halten wir es für zielführender, wenn beide Parteien selbstkritisch ihr Verhalten und ihr Engagement überprüfen, um es zukünftig und ständig immer besser zu machen.
In diesem Sinne, alles Gute auch für dich.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.