Ehrliche Bewertung – nicht empfehlenswert
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben ist, dass kostenloses Obst bereitgestellt wird. Dem gegenüber stehen jedoch Sparmaßnahmen wie unzureichende Beheizung im Winter – auf Kosten der Mitarbeitendengesundheit.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht wäre es sinnvoll, dem Unternehmen neue Impulse zu geben – insbesondere durch Fachkräfte mit nachweisbarer Kompetenz und ausgeprägtem Sozialverhalten. Einige langjährige Mitarbeitende haben sich in ihrer Position zu sehr eingerichtet und verhalten sich, als gäbe es keine Regeln oder Verantwortung.
Arbeitsatmosphäre
Leider kann ich hier keine null Punkte vergeben – sonst würde ich es tun. Die Arbeitsatmosphäre ist von Unsicherheit und Misstrauen geprägt. Besonders in den oberen Ebenen herrscht ein herablassender Ton gegenüber Mitarbeitenden. Toxisches Verhalten, Ausgrenzung und mangelnde Wertschätzung sind an der Tagesordnung. Ein kollegiales Miteinander sucht man vergeblich.
Image
Die hohe Fluktuation spricht für sich: Viele Mitarbeitende verlassen das Unternehmen nach kurzer Zeit – ein deutliches Zeichen für tiefgreifende strukturelle und kulturelle Defizite.
Work-Life-Balance
Der Betriebsrat besteht zwar formal, hat jedoch kaum Einfluss. Die wenigen Mitglieder wirken entweder machtlos oder anpassungsbereit – möglicherweise aus Sorge, selbst benachteiligt oder ausgegrenzt zu werden.
Karriere/Weiterbildung
Leider überwiegen in diesem Unternehmen die negativen Erfahrungen: Intransparente Strukturen, fehlende Mitarbeiterorientierung, veraltete Arbeitsbedingungen und ein Führungsstil, der auf Beziehungen statt Kompetenz setzt. Wer sich nicht anpasst, wird schnell ausgegrenzt. Chancen auf Entwicklung oder faire Behandlung sind gering. Einzelne Kolleg*innen sind engagiert, können das Gesamtbild aber nicht retten. Wer Wert auf ein respektvolles, gesundes Arbeitsumfeld legt, sollte sich gut überlegen, ob dies der richtige Arbeitgeber ist.
Gehalt/Benefits
Gehalt bewegt sich meist auf Mindestlohnniveau, Entwicklungsmöglichkeiten sind kaum vorhanden. Wer hier auf Karriere hofft, wird enttäuscht – anfangs oft mit falschen Versprechungen, später mit belastenden Aufgaben abgespeist.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Zwar werden Menschen mit Behinderung beschäftigt, jedoch oft ohne geeignete, angepasste Arbeitsplätze. Teilweise werden sie zu Tätigkeiten gedrängt, die nicht zumutbar sind – bei gleichzeitig unverhältnismäßig niedriger Bezahlung. Das wirkt ausnutzend und ist nicht akzeptabel.
Kollegenzusammenhalt
In den operativen Teams ist ein gewisser Zusammenhalt spürbar, was grundsätzlich positiv ist. Auf Führungsebene hingegen fehlt es an echtem Miteinander. Einige Personen haben sich durch manipulatives Verhalten Vorteile verschafft, delegieren überwiegend und übernehmen kaum operative Verantwortung. Während ihr Verhalten – inklusive permanenter Handynutzung – toleriert oder sogar gelobt wird.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kolleg*innen ist beschämend respektlos. Für betriebliche Feierlichkeiten wird zwar Teilnahme erwartet, gleichzeitig wird Mitarbeitenden – insbesondere aus der Verpackung – nicht einmal erlaubt, 15 Minuten früher Feierabend zu machen, um sich umzuziehen. Anschließend werden sie für ihre Abwesenheit kritisiert. Ein widersprüchliches und respektloses Verhalten.
Vorgesetztenverhalten
Die eingesetzte Führungskraft bringt weder Führungs- noch Sozialkompetenz mit. Statt durch Fachwissen zu überzeugen, zeigt sie wenig Verständnis für familiäre Belange und ignoriert bewährte Strukturen. Durch Einschmeicheln bei einzelnen Mitarbeitenden versucht sie, Autorität zu simulieren. Ihre Inkompetenz destabilisiert Prozesse und gefährdet langfristig die Zukunft des Unternehmens.
Arbeitsbedingungen
Arbeitsmittel & Systemstruktur
Das eingesetzte System ist veraltet, Investitionen in moderne Arbeitsmittel bleiben aus. Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung wird kaum berücksichtigt – das Wohl der Mitarbeitenden scheint in der Planung keine Rolle zu spielen.
Kommunikation
Unter der früheren Geschäftsführung war die Kommunikation offen, respektvoll und persönlich. Der damalige Geschäftsführer begegnete allen Mitarbeitenden auf Augenhöhe und genoss breite Zustimmung für seinen Führungsstil. Der aktuelle Geschäftsführer hingegen kommuniziert nur noch mit einem kleinen, selbst gewählten Kreis an Teamleitern. Der direkte Austausch wurde eingestellt, Transparenz und Vertrauen in der Belegschaft dadurch massiv beschädigt.
Gleichberechtigung
Von Gleichberechtigung kann in diesem Unternehmen keine Rede sein. Eine kleine Gruppe an „Ja-Sagern“ wird bevorzugt behandelt, während andere Mitarbeitende bei berechtigtem Gesprächsbedarf mit der Geschäftsführung mit dem Satz abgespeist werden: „Wenn es Ihnen nicht passt, können Sie gehen.“ Fachliche Kompetenz ist bei der betreffenden Führungskraft kaum erkennbar – stattdessen dominiert ein künstlich wirkendes Auftreten, das auf Selbstinszenierung und persönlichem Vorteil basiert. Wer sich fügt, wird hofiert – wer hinterfragt, wird ausgegrenzt. Ein Führungsstil, der weder professionell noch tragfähig ist.