Meine Erfahrungen mit der Rostocker Straßenbahn AG
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Unternehmen hat einen Betriebsrat, der für dich kämpft, wenn das Unternehmen zu unrecht gegen dich vorgeht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Darauf habe ich ausführlich Stellung bezogen.
Verbesserungsvorschläge
Beendigung der "Vielfaltskampagne" und Rückkehr auf das Kerngeschäft, nämlich als solider Arbeitgeber Nahverkehrsdienstleistungen in der Region für alle anzubieten. Es muss dringend der Umgang mit dem eigenen Personal überdacht und Teamleiter eigensetzt werden, die um unser Handwerk verstehen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist stets zu bemängeln. Im betrieblichen Alltag merkt man, dass die arbeitenden Akteure, den Sinn ihrer Arbeit nicht verstehen. Die Einarbeitung der neuen Kollegen im Fahrdienst ist chaotisch und planlos.
Image
Die Werbekampagne ist schön. Das was erzählt wird, wird jedoch nicht gelebt.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist im Fahrdienst nicht vorhanden. Wenn du innerhalb einer Woche an mehreren Tagen 9-Stunden-Dienste mit Pausenzeiten nach der 1/6-Regelungen hast, bist du am Ende deiner Arbeitswoche mehr als erschöpft. Du hast keine Möglichkeit, durch eigene Freizeitaktivitäten einen Ausgleich zu schaffen.
Karriere/Weiterbildung
Wenn man als Quereinsteiger beginnt, hat man durchaus die Möglichkeit, sich intern zum Fachwirt weiter zu entwickeln. Kommt man jedoch aus der Branche und bringt das Zeug für mehr mit, kommt es darauf an, ob du bereit bist, Wege mit zu gehen oder nicht.
Gehalt/Benefits
Gut ist, dass das Unternehmen das Deutschlandticket finanziert. Das wars aber auch schon. Du verdienst im Verhältnis zur Leistung, die du erbringen musst, viel zu wenig. Auch hier habe ich das Gefühl, dass man hier kein Bewusstsein dafür hat, etwas verändern zu müssen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird sich keine Gedanken darüber gemacht, welche Auswirkungen Entscheidungen haben können. Sozialen Benachteiligungen wird nur sehr mangelhaft nachgegangen, da sie häufig von den eigenen Reihen erzeugt werden.
Kollegenzusammenhalt
Zwischenzeitlich arbeitet jeder mehr für sich. Es sei denn, man kennt sich schon einige Jahre.
Umgang mit älteren Kollegen
Wenn man sich untereinander kennt, dann gut.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten ist - zumindest in der Abteilung Betriebs- und Verkehrsmanagement - grausam. Entweder hat man auf der einen Seite Quereinsteiger als Teamleiter, die aus einer Branche kommen und durch ihren Fachwirt dazu "qualifiziert" sind, um Teamleiter zu sein., oder du hast Fachkräfte im Fahrbetrieb, die nichts anderes kennen als Rostock oder gar zu jung für diese Tätigkeit sind, weil sie selbst über nicht genug Erfahrung verfügen. Von Arbeitnehmerrechten will man auch nichts wissen...
Arbeitsbedingungen
Sehr veraltet und nicht zu fertig gedacht.
Kommunikation
Es wird nicht miteinander, sondern übereinander gesprochen. Wenn es zu Personalgesprächen wegen eines betrieblichen Vorfalls kommt, so wird der betroffene Kollege in der Regel nicht eingebunden - es findet also ohne ihn statt. Obwohl die Fachbereichsleiter in den Fahrerschulungen immer wieder betonen, wie wichtig es ihnen ist, auf Augenhöhe mit dem Personal zu kommunizieren, setzen sie es dennoch selbst nicht um.
Gleichberechtigung
Es wird mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen: Es wird ungern gesehen, wenn du deine Meinung sagst. Und Verbesserungsvorschläge finden nur wenig Anklang.
Interessante Aufgaben
Gibt es nicht wirklich. Das Unternehmen ist sehr veraltet. Man scheut Verbesserungsvorschlägen oder kann nicht anders, weil man es vielleicht auch nicht besser weiß.
