Altmodisch, auszehrend, abschreckend
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einzelne Kolleg:innen, die trotz der Umstände Haltung bewahren.
Und: Der Kaffee war kostenlos.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führung durch Misstrauen, realitätsferne Anspruchshaltung, politische Spielchen statt echter Verantwortung, strukturelle Überlastung ohne Ausgleich, keine Lernkultur, keine Entwicklung.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeit bei Roto Frank Dachsystem-Technologie ist leider ein Paradebeispiel für eine Organisation, die moderne Arbeitskultur und zeitgemäße Führungskonzepte weitgehend ignoriert.
Wer aus einer professionellen, leistungsorientierten Umgebung kommt, erlebt hier schnell einen Kulturschock.
Die Atmosphäre ist von hoher Anspannung geprägt. Eigeninitiative führt häufig nur zu zusätzlichem Druck.
Vertrauen existiert kaum. Man startet gefühlt aus einer Position des Misstrauens. Die Grundstimmung in vielen Bereichen ist defensiv, zermürbt und geprägt von politischem Taktieren.
Image
Wer?
Work-Life-Balance
Nicht vorhanden.
Überstunden können in vielen Fällen weder abgebaut noch sauber dokumentiert werden. In mehreren Bereichen sind 150+ Überstunden keine Ausnahme, sondern offenbar Normalzustand.
Wer Work-Life-Balance sucht, sollte sich woanders umsehen.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung wird zwar grundsätzlich ermöglicht, aber weder aktiv gefördert noch strategisch gesteuert. Wer wirklich dazulernen will - fachlich, methodisch oder führungsseitig - ist hier fehl am Platz.
Persönliche Entwicklung entsteht, wenn überhaupt, nur durch Frustrationstoleranz.
Kollegenzusammenhalt
Im direkten Team kann es je nach Führungskraft kollegial zugehen. Darüber hinaus ist der Zusammenhalt jedoch schwach ausgeprägt.
Jeder scheint in erster Linie mit Eigenabsicherung beschäftigt.
Echte Zusammenarbeit wird durch organisatorische Silos und Angstkultur eher behindert als gefördert.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten variiert stark. Einzelne Führungskräfte versuchen, ihre Mitarbeitenden zu unterstützen, scheitern aber oft an der eigenen Überlastung.
Höhere Ebenen agieren intransparent, micro-managend und mit teilweise realitätsfremden Ansprüchen.
Feedback erfolgt selten direkt, stattdessen werden Erwartungen durch impliziten Druck oder überbordende Kontrolle vermittelt. Führungsleitlinien existieren auf dem Papier, im Alltag spielen sie keine Rolle.
Arbeitsbedingungen
Büros und Ausstattung sind funktional, aber uninspirierend.
Positiv: Kaffee und Wasser gibt es kostenlos.
Kommunikation
Absprachen sind unverbindlich, Informationen fließen oft unvollständig oder verspätet.
Klare und transparente Kommunikation ist die Ausnahme.
Entscheidungen und Feedback erfolgen selten offen oder direkt, sondern eher durch implizite Signale, was zu erheblicher Unsicherheit führt.
Die interne Kommunikation ist insgesamt stark durch Hierarchiedenken und Absicherungslogik geprägt.
Gehalt/Benefits
Das Vergütungsmodell mag auf den ersten Blick attraktiv wirken, entpuppt sich jedoch bei realistischer Betrachtung als pauschale Abgeltung für strukturelle Überlastung.
Überstunden, Wochenendarbeit und permanenter Druck sind faktisch eingepreist, ohne echte Möglichkeit zum Ausgleich.
Für die übertragene Verantwortung und den tatsächlichen Aufwand liegt die Gesamtvergütung deutlich unter dem, was im Markt üblich und angemessen wäre.
Sozialleistungen bewegen sich auf Standardniveau, ohne besondere Anreize oder Differenzierungsmerkmale.
Gleichberechtigung
Wer nicht dem unausgesprochenen Normprofil entspricht - deutsch, männlich, stromlinienförmig - stößt auf subtile Barrieren im Zugang zu relevanten Informationen, Netzwerken und Entscheidern.
Interessante Aufgaben
Potenzial wäre vorhanden, wird aber systematisch verschenkt.
Aufgaben sind häufig operativ zäh, strategisch unklar und methodisch schwach aufgesetzt. Projekte leiden unter mangelnder Struktur, fehlender Fachkompetenz in Schlüsselrollen und unzureichender Priorisierung.
Wer ernsthaft etwas lernen oder gestalten will, wird enttäuscht.