Als duales Studium nicht weiterzuempfehlen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es ist cool, dass man als Mitarbeiter einen Vertrag bekommt, mit dem man in unterschiedlichen Studios kostenlos trainieren kann.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich musste kurzfristig die Studioleitung übernehmen, da es niemanden gab, der es sonst hätte machen können, weil wir sonst nur Aushilfen im Studio hatten. Wir waren komplett unterbesetzt und ich war die einzige Vollzeitkraft. Ich wurde ins kalte Wasser geworfen, hatte keinen richtigen Ansprechpartner bei Unklarheiten und trotzdem wurde von mir erwartet, die Aufgaben eines Studioleiters ohne Probleme zu erledigen. Ich war zu dem Zeitpunkt gerade frisch im zweiten Ausbildungsjahr, hatte also noch gar keine Qualifikation für diese Verantwortung. Als ich fragte, ob man mein Gehalt wohl auch anpassen könnte, (da ich 40h die Woche gearbeitet habe und sie gesagt aufgaben gemacht habe, für die andere das fünffache bekommen), sagte man mir, ich könnte keine sogenannte Trainee stelle bekommen, da das erst ab dem dritten Lehrjahr möglich wäre. Die Aufgaben musste ich trotzdem machen. Ich habe 4 Monate lang, für nichtmal den Mindestlohn ein Studio geleitet, ohne die richtige Ausbildung. Ich war überfordert und meine Gesundheit hat so darunter gelitten, dass ich schlussendlich ein Burnout hatte. Dass darauf keine Rücksicht genommen wurde, hab ich schon erwartet. Ich habe keinen Ausgleich bekommen, weder einen finanziellen Bonus, noch 1-2 Urlaubstage mehr.
Verbesserungsvorschläge
Bitte nehmt euch das Wohl der Azubis mehr zu Herzen, es ist wirklich nicht schön wenn man das Unternehmen verlassen muss, da man psychisch so stark darunter gelitten hat.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre im Team war toll, das war wohl auch das einzig positive was ich aus dem Unternehmen mitgenommen habe.
Die Atmosphäre mit den Mitgliedern war hingegen nicht angenehm, oft viel auf, dass meine Kolleginnen anders und ohne Respekt behandelt werden, nur aufgrund ihres Geschlechts.
Arbeitszeiten
Die Überstunden werden nicht ausgezahlt, wenn jemand ausfällt musste ich am Wochenende einspringen. Eine Work-Life-Balance war schwierig beizubehalten, wenn man immer unterschiedliche Arbeitszeiten hatte.
Ausbildungsvergütung
Der Lohn kam pünktlich, etwas wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld gab es nicht. Ob 5€ die Stunde fair sind, kann man so interpretieren wie man möchte.
Die Ausbilder
Auf meinem Arbeitsvertrag war eine Person die für mich zuständig sein sollte angegeben, jedoch hatte ich in den zwei Jahren, die ich im Unternehmen war, nie Kontakt zu ihr.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben, die ich als Stuzubi machen musste, sind meiner Meinung nach nicht praxisorientiert. Ich konnte nichts, was ich in der Uni gelernt habe anwenden. Den Großteil meiner Zeit habe ich damit verbracht, die Toiletten und Umkleiden zu putzen (jede 30 Minuten), und Gewichte wegzuräumen, die ich laut Arbeitsschutzgesetz gar nicht heben durfte. Ich habe auch ab & zu Verträge abgeschlossen, jedoch finde ich nicht dass das ausreicht. Nach dem Studium soll man dazu bereit sein, ein Studio zu managen, man lernt jedoch nichts dazu. Ich hab das Studium begonnen, weil ich gerne etwas im Bereich Trainingslehre als auch Vertrieb lernen wollte, und im Endeffekt habe ich nur gelernt, welches Putzmittel ich am besten für welche Bereiche nutzen sollte.
Variation
Siehe Aufgaben/Tätigkeiten

