Der wilde Westen der Sozialkompetenz
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sehr flexible Arbeitszeiten und Home Office, viel Freiraum in der Gestaltung des Arbeitsalltags
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Arbeitsatmosphäre, mangelnde Sozialkompetenz, respektloses Benehmen, Bezahlung
Verbesserungsvorschläge
- Faire Löhne, die der Arbeitserfahrung, dem Arbeitspensum und der Arbeitsqualität, die man leistet, angemessen sind, zahlen.
- Weiterbildungen in Sozialkompetenz anbieten: Vielen Angestellten - vor allem in Führungspositionen - mangelt es schon an den einfachsten Benimmregeln, wie man mit anderen Menschen höflich und respektvoll umgeht.
- Weniger auf KI stützen und mehr das eigene Hirn anstrengen, wenn es um unternehmensweite Entscheidungen geht. Wer nur noch mit KI denkt, verlernt sein Handwerk schnell.
- Bei mehrmals gemeldeten Mobbing hinsehen und Konsequenzen ziehen, anstatt die Täterpersonen noch in Schutz zu nehmen.
Arbeitsatmosphäre
Innerhalb der einzelnen Abteilungen ist die Atmosphäre zumeist gut und man hat angenehme Kollegen. Wer allerdings nicht zum engen Zirkel gehört, sich nicht bei jedem Team-Event unter den Tisch säuft und es wagt, nicht normschön zu sein oder eine eigene Meinung zu haben, wird mit Nichtbeachtung oder sogar Mobbing gestraft, was von Vorgesetzten und Personal ignoriert wird. Arbeiten werden gezielt sabotiert und Workflows absichtlich unterbrochen, Meetings nicht wahrgenommen und Fachwissen komplett ignoriert, da gerade die Personen in höheren Positionen der Meinung sind, sowieso alles besser zu wissen. Der Ton oft rau bis unverschämt, es werden inkompetente Aussagen getätigt, Kompetenzen abgesprochen und teilweise absolut unverständliche Briefings weitergegeben. Gerne wird die Kommunikation auch auf sämtlichen Kanälen (Chats, E-Mails, Anrufe) komplett ignoriert. Aktuell kommuniziert man gerne nur noch via KI-generierten Texten. Unternehmensentscheidungen werden mit ChatGPT gefällt, die Vorgesetzten sind oft zu beschäftigt, um überhaupt auf Fragen und Probleme (egal wie dringlich) zu antworten. Oft mangelt es an Kompetenz und Verständnis zur Materie. Work-Life-Balance passt.
Gleichberechtigung
Nach außen hin gleichberechtigt (und ausgewogenes Mann-zu-Frau-Verhältnis im Unternehmen), im täglichen Arbeitsalltag oft keine Gleichberechtigung, wenn man kein Mann ist. Der Umgang mit Älteren ist respektvoll, allerdings gibt es nicht viele ältere Kollegen...
Arbeitsbedingungen
Die Büros und deren Ausstattung ist gut, das Arbeitsklima beeinträchtigt die Bedingungen allerdings erheblich. Es wird viel Energie in regionale Charity-Events wie Steps for Life gesteckt, es gibt ein Kinderhaus und lokale Vereine werden ebenfalls unterstützt. Unnötiges Druckmaterial und die enorme unnötige KI-Nutzung zeugen allerdings kaum von Umweltbewusstsein.
Gehalt/Benefits
Bezahlung knapp über dem Mindestlohn mit extremen Diskrepanzen zwischen den einzelnen Gehältern in der gleichen Abteilung. Teilweise verdienen Kollegen bei gleicher (oder sogar weniger) Arbeitserfahrung das Doppelte. Die Benefits können das nicht ausgleichen, da sich das bezahlte Mittagessen nicht für jeden eignet (Unverträglichkeiten) und der Shop-Rabatt auch erst einmal vorgestreckt werden muss. Gehaltserhöhungen müssen erbettelt werden. Das beste Benefit ist die monatliche Aufladung der Edenred-Karte mit 50 €. Man stellt sich als Familienunternehmen: Ja, Familien im Brennpunkt auf RTL2. Weiterbildungen werden zwar beworben, müssen allerdings auch erbettelt werden und sind häufig nicht möglich, da der Workload zu hoch ist, um sich Zeit für Fort- und Weiterbildungen zu nehmen. Das erlangte Wissen kann auch oft nicht angewendet werden, da man zu sehr an alten Strukturen festhält.