Leistung lohnt sich nicht für Jeden
Gut am Arbeitgeber finde ich
Homoffice, Parkplatz, Kantine, Räume
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Viel Lästerei, schlechte Führungskräfte, die dem Team zusätzlich schaden, und kaum Teamzusammenhalt. Viel Arbeit für wenig Geld, dazu viel Unfairness und fehlende Gleichberechtigung.
Verbesserungsvorschläge
Neue Führungskräfte – und zwar solche, die nicht durch Klüngel oder Sympathie in ihre Position gekommen sind. Vielleicht auch mehr Fortbildungen, wie man besser kommuniziert und wie man authentisch führt. Vor allem aber mehr Transparenz.
Arbeitsatmosphäre
Die Räumlichkeiten und die flexible Möglichkeit, sich an verschiedenen Arbeitsplätzen einzubuchen, fand ich positiv. Das Betriebsklima hingegen war sehr schlecht. Es wurde viel gelästert – teilweise sogar von Führungskräften über ihre eigenen Mitarbeitenden.
Besonders unverständlich war die unterschiedliche Behandlung einzelner Kollegen. Während manche offensichtlich machen konnten, was sie wollten, mussten andere deutlich mehr leisten. Es kam vor, dass sich für Bürotage eingebucht wurde, obwohl man trotzdem zu Hause blieb, oder Arbeitszeiten länger eingetragen wurden, obwohl die Arbeit bereits beendet war. Führungskräfte wussten teilweise davon, unternahmen jedoch nichts.
Für einige galten offenbar andere Regeln als für den Rest. Leistung und Einsatz wurden nicht immer fair bewertet, persönliche Sympathien spielten scheinbar eine größere Rolle. Während manche sich zurücklehnen konnten, arbeiteten sich andere regelrecht kaputt.
Image
Das Image ist so eine Sache. Nach außen präsentiert sich das Unternehmen als super Arbeitgeber, mit großen Deals und erfolgreichen Übernahmen. Nach innen sieht es leider anders aus. Während Hunderte Mitarbeitende abgebaut werden und Künstler Millionenverträge erhalten, müssen Mitarbeitende teilweise schon für den eigenen Kaffee selbst bezahlen.
Work-Life-Balance
Viel Ausnutzen, viel Malochen und dauerhaft hoher Stress, dafür viel zu wenig Anerkennung und Wertschätzung.
Karriere/Weiterbildung
0 Weiterbildungen, 0 echte Aufstiegschancen. Ach, obwohl … stimmt. Aufstiegsmöglichkeiten gibt es offenbar doch, allerdings vor allem für diejenigen, die brav der vorgegebenen Spur folgen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt steht in keinem Verhältnis zu dem, was wir tagtäglich leisten und aushalten mussten. Zudem werden Mitarbeitende an unterschiedlichen Standorten für vergleichbare Leistungen unterschiedlich bezahlt. Erfolgsprämien gibt es offenbar teilweise nur noch für Mitarbeitende mit älteren Verträgen, während neuere Verträge leer ausgehen.
Schon bitter, wenn sich die einen im Juni ein neues Auto leisten können, während andere überlegen müssen, wie sie ihren Kühlschrank füllen. Hauptsache, bei den Führungskräften stimmt die Vergütung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kann ich nichts zu sagen
Kollegenzusammenhalt
Bis auf zwei oder drei Ausnahmen habe ich das Team als wenig loyal erlebt – geprägt von großen Egos, gegenseitigem Lästern und teilweise schwacher Leistung.
Umgang mit älteren Kollegen
Dass ältere Mitarbeitende, die jahrelang gerne zur Arbeit gegangen sind, mittlerweile einer nach dem anderen für Monate oder sogar Jahre ausfallen, weil ihnen die Kraft fehlt und sie psychisch am Ende sind, sagt eigentlich alles über das Arbeitsklima.
Vorgesetztenverhalten
Vorgesetzte gehen gerne den einfachen Weg. Werden Missstände angesprochen, werden sie ignoriert. Wegschauen statt handeln und Verantwortung übernehmen.
Arbeitsbedingungen
Coole Räumlichkeiten, leckere Kantine und ein Parkplatz direkt vor der Tür. Die Rahmenbedingungen sind eigentlich geschaffen, leider fehlen die passenden Führungskräfte und Verantwortlichen.
Kommunikation
Die Kommunikation war ebenfalls sehr schlecht. Obwohl es drei verschiedene Kommunikationskanäle gab, kamen wichtige Informationen häufig nur teilweise oder verspätet bei den Mitarbeitenden an. Wenn bereits auf Führungsebene nicht richtig kommuniziert wird, kann unten natürlich auch nur ein Bruchteil ankommen – wie bei der „stillen Post“.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung gleich null. Wer bei den Vorgesetzten besonders gut ankommt und ihnen nach dem Mund redet, hat offenbar bessere Aufstiegschancen. Wer dagegen eine eigene Meinung vertritt und Dinge kritisch hinterfragt, gilt schnell als Gefahr. Stellen werden nicht transparent ausgeschrieben, sondern teilweise intern und im Hintergrund besetzt. Die passenden Personen werden vorher gezielt angesprochen und für die Position gewonnen.
Interessante Aufgaben
Keine wirklich interessanten oder abwechslungsreichen Aufgaben, stattdessen viel geistige Verarmung. Leider passt das zum Team. Wenn der Chef sagt „spring“, wird gesprungen, ohne etwas zu hinterfragen. Wer kritisch nachfragt oder Dinge hinterfragt, wird von den Führungskräften schnell zur Persona non grata.