"Familie, offene Kommunikation und Feedback-Kultur", immer wieder betont, nie gehalten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der hohe Stellenwert, den Überstunden einnehmen, war für mich ein klarer negativer Punkt. Es wurde regelmäßig von "Gas geben" gesprochen, auch wenn kein akuter Arbeitsanlass oder Zeitdruck bestand. Diese Überstunden wurden nicht vergütet. Falls man einen Zeitausgleich in Anspruch nehmen will, muss dieser bei über 15 Minuten genehmigt werden.
Ich hatte den Eindruck, dass die Leistung häufig nicht objektiv gewürdigt wurde. Aufgaben wurden teilweise von Personen mit wenig Fachkenntnis im jeweiligen Bereich überarbeitet, was gelegentlich zu Widersprüchen mit anderen Führungskräften führte. Dies führte zu Frustration und unnötig langen Abläufen bei Aufgaben, die deutlich schneller hätten abgeschlossen werden können.
Arbeitsatmosphäre
Das Arbeitsklima habe ich als unangenehm empfunden, insbesondere durch ein teilweise überwachendes Verhalten einiger Kolleg:innen.
Work-Life-Balance
Home-Office war für mich nicht möglich. Wer das Büro pünktlich verlässt, musste mit Kommentaren wie "So früh schon?" oder "Ist denn schon Feierabend?" rechnen. In der Teamkultur hatte ich den Eindruck, dass Überstunden als selbstverständliches Minimum angesehen wurden und sich dies auf die Wahrnehmung der eigenen Leistung auswirkte.
Gehalt/Benefits
Für mich als Quereinsteiger war das Gehalt in Ordnung. Aus Gesprächen und Beobachtungen hatte ich jedoch den Eindruck, dass erfahrene Bewerber:innen mit niedrigeren Angeboten konfrontiert wurden.
Vorgesetztenverhalten
Ich habe das Verhalten einiger Vorgesetzter als unprofessionell und nicht wertschätzend erlebt. Bereits im alltäglichen Kontakt, etwa bei der Begrüßung, fielen gelegentlich Kommentare, die ich als unangemessen empfand.
Kommunikation
Offene Kommunikation wird offiziell betont, in der Praxis ist sie jedoch oft einseitig. Informationen über gekündigtes (Key-)Personal oder neue Prioritäten erfährt man meist nur zufällig oder sehr spät. In Zielgesprächen lag der Fokus häufig auf dem Verhalten anderer Kolleg:innen, was ich als unangenehm und unangebracht empfand.