Licht und Schatten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Thematisch sinnvolle und interessante Aufgaben, guter Kollegenzusammen, gute Work Live Balance
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Altbackende Struckturen
Verbesserungsvorschläge
Sich der geannten Kritikpunkte annehmen, um effizienteres Arbeiten zu ermöglichen. Es gibt viel Potential. Besonders die Strukturen müssen überarbeitet und Leistung muss belohnt werden. Am Ende könnte eine 35 h Woche und weniger Frustration stehen. Gleichzeitig könnte mehr geschafft werden. Ich würde die Reibungsverluste auf ca. 50% meiner Arbeitszeit schätzen.
Arbeitsatmosphäre
Vorneweg, ich arbeite gerne hier. Der Arbeitsplatz ist sicher, die Arbeit inhaltlich sinnvoll und interessant. Die nachfolgende Kritik ist auf hohem Niveau und soll konstruktiv verstanden werden.
Das effiziente/effektive Arbeiten wird unnötig schwer gemacht. Die Strukturen sind schwierig. Es wird sich mit sich selbst beschäftigt. Es findet eine starke Regulation im Kleinen statt. Im Großen sind Zuständigkeiten und Kompetenzen innerhalb des Unternehmens nicht geklärt, sodass es immer wieder zu Doppelbearbeitung/keiner Bearbeitung kommt. Die Umsetzung von Projekten hängt von persönlichen Beziehungen ab. Groß aufgezogene abteilungsübergreifende Projekte können auf ausführender Ebene boykottiert werden, wenn der zuständige Sachbearbeiter/die ausführende Abteilung das beschließt. Konsequenzen gibt es nicht. Die Frustration in den planenenden Abteilungen ist hoch.
Image
Gut aber die problematischen Strukturen haben sich in der Branche rumgesprochen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist gut. Es gibt Gleitzeit, ein Arbeitszeitkonto und 32 Tage Urlaub im Jahr. Teilzeit und mobiles Arbeiten ist möglich. Eine 35 Stunden Woche wie bei IGM-Betrieben wäre wünschenswert und möglich.
Karriere/Weiterbildung
Man kann viele Fortbildungen besuchen.
Gehalt/Benefits
Für den öffentlichen Dienst ist das Gehalt gut, im Vergleich zur IGM oder IGBC-Tarifverträgen ehr dürftig. Bei ca. 22% Nettoinflation in den letzten fünf Jahren ist das Bruttogehalt um ca. 15% (Netto ca. 10 %) erhöht worden. Das entspricht einem Nettokaufkraftverlust von ca. 12%. Ob das neue Mitarbeiter überzeugt ist fraglich. Seit Anfang diesen Jahres werden neue Kollegen eine Gehaltsstufe niedriger eingestellt. Das Prämiensystem ist undurchschaubar. Es sollte eigentlich dazu dienen Mitarbeiter für Leistung zu belohnen und einen Aufstieg in eine höhere Gruppierung nach mehreren erhaltenen Prämien zu ermöglichen. Sehr gute Kollegen, die den Laden am laufen halten hängen seit Jahren gehaltlich fest, wohingegen andere befördert werden. Es gibt einen Nasenfaktor. Ein monetärer Aufstieg ist ehr durch einen Arbeitgeberwechsel möglich. Leistungsträger können so nicht gehalten werden.
Es gibt eine Pensionskasse und einen Betriebsarzt, sowie einen Zuschuss zum Deutschlandticket.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ist der Sinn des Ganzen.
Kollegenzusammenhalt
Ich habe überwiegend positive Erfahrungen mit meinen Vorgesetzten und Kollegen gemacht. Es herrscht eine von Vertrauen geprägte Zusammenarbeit.
Umgang mit älteren Kollegen
Soweit ich das beurteilen kann werden ältere Kollegen sehr wertgeschätzt.
Vorgesetztenverhalten
Meine Vorgestzten verhalten sich menschlich, empathisch und haben immer ein offenes Ohr. Meinungsverschiedenheiten werden sachlich diskutiert. Am Ende ist Arbeiten (k)eine Demokratie.
Arbeitsbedingungen
Die Büros sind in grau und blau gehalten und funktional. Schön und gemütlich ist das nicht. New Work begrenzt sich auf höhenverstellbare Schreibtische.
Die IT Hardware wird erneuert. Es gibt Laptops und Handys. Im mobilen Arbeiten muss über einen Terminalzugang auf dem Desktop-PC im Büro gearbeitet werden. Stand der Technik ist das nicht.
Die bürokratischen Hürden um neue Software einzuführen sind so hoch, dass man sich das zweimal überlegt. Es wäre schön wenn es möglich wäre hier flexibler zu sein.
Der Pool an Dienstwagen ist häufig ausgebucht, die Fahrtzeiten sind lang, sodass viele Mitarbteiter im Außendienst ihren privaten PKW nutzen und die Fahrtkosten abrechnen.
Kommunikation
Es gibt viele bürokratische Hürden, die den Arbeitsalltag erschweren und nicht ausreichend kommuniziert werden. Es ist nicht klar welche Dienstanweisungen, Formulare usw. wann, wo, wie gelten.
Ich würde mir ein einheitliches vereinfachtes Regelwerk wünschen.
Die Arbeitnehmer werden genötigt eine Verpflichtungserklärung, die dem Schutz der Unternehmensdaten dienen soll, zu unterschreiben. Das Teilen von technischen Informationen ist in Zukunft untersagt. Bei vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Verstoß droht die Kündigung und die persönliche Haftung. Ein Austausch mit externen Fachkollegen oder das Einholen eines externen Angebotes ist, wenn man die Verpflichtungserklärung konsequent ließt (Vorsatz), nicht mehr möglich. Der Betriebsrat schweigt dazu. Laut Unternehmen solle man sich keine Sorgen machen.
Gleichberechtigung
Es gibt viele Frauen in Führungspositionen. Es gibt kein Gender Pay Gap. Inklusion findet statt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind interessant und abwechslungsreich. Ich habe Spaß bei der Arbeit.


