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R+V 
Versicherung
Bewertung

TopCompany6 Jahre

Miserabler Arbeitgeber für MathematikerInnen und AktuarInnen!

1,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei R+V Allgemeine Versicherung in Wiesbaden gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Dass es die Chance gibt, den Arbeitgeber auf Kununu zu bewerten, und ich meinen Mit-MathematikerInnen raten kann: Finger weg!

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Mittlerweile leider fast alles. Ich habe diesen Arbeitgeber wirklich gemocht! Kopfloses Führen, das Scheuen von Übernahme von Führungsverantwortung, die immer größer werdende Ausbeutung und die Tatsache, dass konsequenzlos beim genossenschaftlichen Versicherer gemobbt werden kann, machen die R+V zu einem Schatten ihrer selbst. Mit dem aktuellen Kurs wird diese Versicherung langfristig im Niemandsland verschwinden und das Management ist zu stolz, dieses Risiko ernst zu nehmen.

Verbesserungsvorschläge

Einführung allgemeiner Governance-Regeln (klare Zuständigkeiten, klare Berichtslinien, sinnvolle Organisation, …); Durchgreifen gegen Mobbing; Einführung eines Leistungsprinzips; Beachtung der in Deutschland grundsätzlich gegebenen Meinungsfreiheit und Ablegen der überzogenen Überheblichkeit des Managements.

Arbeitsatmosphäre

Die oft gelobte, mitarbeiterfreundliche, gut gestimmte R+V hat sich in den letzten Jahren stark rückentwickelt. Die Arbeitsatmosphäre ist deprimierend, kalt und kräfteraubend. Das ausgerufene Kosten-Sparprogramm, die Reduktion der Mitarbeitendenzahl und das Einfordern von mehr Leistung zu weniger Reallohn drückt die Stimmung ressortübergreifend massiv. Personen mit Ambitionen? Fehlanzeige. Jemanden zu finden, der nicht bereits innerlich gekündigt hat, oder die Arbeit nicht nur noch über sich ergehen lässt, ist eine Herkules-Aufgabe. Die Symptom-Bekämpfung - korrekt, keine Ursachen-Bekämpfung - von Seiten des Managements hierfür ist, zu versuchen, Mitarbeitende, die das ansprechen, mundtot zu machen. Hierfür werden Personal, Arbeitsanweisungen und Unterstellungen genutzt. Das Problem ist jedoch klar: die Führung.

Image

Die R+V ist absolut unscheinbar. Erzählt man Leuten, dass man bei der "R und V" arbeitet, so denken die meisten, sie hätten sich verhört und man meint "RMV" - den Rhein-Main-Verkehrsverbund. Sowas passiert nicht bei der Allianz, bei der HUK, beim HDI oder bei der Ergo - starke Namen, die deutschlandweit bekannt sind. Die R+V? Unbekannt. Und die schlechte Werbung im Kino wird daran nichts ändern.

Work-Life-Balance

Ich bin überzeugt davon, dass die Work-Life-Balance gut ist, wenn man akzeptiert hat, dass man den gleichen Job hier für sein restliches Leben machen darf - ohne Ambitionen des job enrichments oder des job enlargements. Hat man diese Ambitionen jedoch, ohje, dann wird die Führungskraft einem ohne zu zögern Material geben, um 50h+ die Woche zu arbeiten. Aber bitte stich dich aus, denn wenn dein Gleitzeitsaldo zu hoch ist, bist du selbst Schuld! Denn Arbeitsverweigerung ist keine Option und Bekanntmachungen, dass Aufgabenlast und Arbeitszeit nicht zusammenpassen, werden ignoriert. Wenn man Glück hat, bekommt man gesagt, man könne gehen, wenn es einem nicht passt. Top!

Karriere/Weiterbildung

Jede Form von Weiterbildung mit Ausnahme der DAV-Ausbildung wird abgelehnt. Grund: Kosten sparen. Karrierechancen hat man nur, wenn man den richtigen Leuten gefällt. Ob man überhaupt für die Position geeignet ist, ist Nebensache - man muss viel mehr gut schauspielern. Das ist eine der Ursachen für die durchweg schlechte Führung in der R+V - was dazu führt, dass die Marke immer mehr an Stärke im Marktvergleich verliert und weiterhin verlieren wird. Ganz spezifisch sollte man hier die aktuelle Strategie betrachten: Seit über einem Jahr gibt es das Handlungsfeld "zu Spitzenleistung motivieren" als Teil der Strategie der R+V. Seitdem sind mir folgende Dinge nach (teils Über-)Erfüllung aller vereinbarten Ziele passiert: Ablehnung der Anfrage zur Gehaltserhöhung, Kompetenzreduktion, Bevormundung und sogar eine Gehaltskürzung. Das, liebe Leser, ist Motivation zur Spitzenleistung bei der R+V! Moral: Bitte nichts leisten.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt für Aktuare und Aktuarinnen ist eine absolute Katastrophe. Grundsätzlich gibt es für Aktuare nur zwei Fachprofile und die Führung. Die natürliche Erwartung ist, dass man im anspruchsvolleren Fachprofil - von denen es auch weniger gibt - mindestens durchschnittlich verdient. Man verdient jedoch unterdurchschnittlich. Kollegen und Kolleginnen mit weniger Verantwortung bekommen teilweise mehr und bringen dem Unternehmen weniger. Die R+V macht sich hiermit im Zirkus des Versicherungsmarktes zum absoluten Clown.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es gibt Nachhaltigkeitsteams, deren Arbeit ich zwar nicht beurteilen kann, aber von denen ich behaupten kann, dass die bloße Existenz aufzeigt, dass dieser Punkt der R+V am Herzen liegt. Leider gibt es aber auch Schandflecken: Zwar steht überall "Bitte drucken Sie nur, was sie wirklich brauchen.", aber es wird echt verdammt viel gedruckt... außerdem ist auch die Vorstandsgarage inkl. Waschanlage neben dem kostenpflichtigen Parkhaus für Normalo-Mitarbeitende nicht sozialbewusst.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist in den letzten Jahren ebenfalls schwächer geworden. Das IT-Ressort ist grundsätzlich nie daran interessiert, die IT im Sinne der Anforderungen zu verbessern, sondern nur daran interessiert, die Aufgaben zu verwalten und die Arbeitszeit irgendwie abgesessen zu bekommen. Innerhalb der Fachbereiche greifen sich die Mitarbeitenden schon teilweise gegenseitig an: Manche Leute sind mit einer Berater-ähnlichen Ellbogen-Mentalität auf der Arbeit und wollen in den schwierigen Zeiten das letzte Körnchen an möglicher Gehaltserhöhung herausholen (um dann ohnehin enttäuscht zu werden), während andere Harmonie-bedürftig nach Mitteln suchen, um das Arbeitsleben wieder halbwegs zu normalisieren. Das endet in Konflikten, in denen in meiner Abteilung die Führungskraft sofort eingreift, fachliches Mikromanagement betreibt und ihre Lieblingsmitarbeitenden hervorhebt und die anderen Mitarbeitenden bloßstellt , demotiviert und entwürdigt. Wie sagt man so schön: Mobbing macht 9 von 10 Leuten Spaß - und wenn man diese zehn Leute geschickt zusammenstellt, läuft das ja...

Umgang mit älteren Kollegen

Insgesamt gibt es bei der R+V viele Boomer. Viele sind auch schon sehr lange da. Die glorreichen Zeiten der R+V müssen ihnen gut gefallen und gut getan haben, sodass der Umgang sicherlich in Ordnung war. Jedoch hört man auch von den Leuten, die "ewig" da sind immer mal wieder ungewohnte Zweifel. Es scheint also auch so zu sein, dass die ältere Belegschaft leidet. In meinem sehr direkten Umfeld gibt es kaum "ältere" Kollegen. Jedoch ist auffällig, dass beim dienstältesten Kollegen keine Perspektive mehr vorhanden ist und er führungstechnisch einfach liegen gelassen wird. Das ist nicht schön mitanzusehen.

Vorgesetztenverhalten

Im Methodenkoffer meiner Führungskraft befinden sich Bestrafungen, Mobbing, Unterstellungen, unterlassene Hilfeleistungen bei Mobbing von Kollegen, Mikromanagement, die Namen ihrer Lieblingsmitarbeitenden, ständig wechselnde Standards, Kontrollzwänge, Relativierungen von ernsthaften Problemen, grenzüberschreitende Arbeitsanweisungen und Schuldzuweisungen und es fehlen Empathie, Altruismus, Verantwortungsübernahme, Neutralität, Verbindlichkeit und gute Kommunikation. Man wird unterbrochen, ausgelacht, gemobbt, nicht weiterentwickelt und vor versammelten Kollegen und Kolleginnen bloß gestellt. In ihrem Interesse steht nur, sich selbst vor dem Management zu beweisen und zu profilieren - nicht jedoch, tatsächlich bedarfsgerecht zu führen. Die Person gehört meiner Meinung nach entlassen.

Arbeitsbedingungen

Gut ist der hohe Home-Office-Anteil, der ohnehin nicht geprüft wird, und manche Büros in manchen Gebäuden. Schlecht ist der unflexible Arbeitszeitrahmen, kein Arbeiten aus dem Ausland (wird auch nicht kommen - der Vorstand hat das Thema beerdigt) und die hohe Dokumentationspflicht durch übliche Vorgaben und mobbender Führungskraft.

Kommunikation

In der Kommunikation hat die R+V erschreckend viele Parallelen zur aktuellen Bundesregierung, welche bekanntlich die niedrigsten Zustimmungswerte seit Datenerfassung hat. Das äußert sich im ständigen Betonen, dass die breite Masse der Mitarbeitenden mehr zu leisten hat ohne mehr Leistung zu erhalten, der Abgabe von Verantwortung und einer unbegründeten, aber unglaublich starken Überzeugung, trotz mangelnder Erfolge und offensichtlicher ungelöster Probleme selbst alles richtig zu machen. Nicht nur das zeichnet die Kommunikation der inkompetenten Unternehmensführung aus - sie wird durch alle Managementebenen hinweg adaptiert. Beispielsweise werden anonyme Fragen erst eingefordert, dann aber abgeändert und somit zensiert. Grundsätzlich schiebt man Agilität vor, um "flache Hierarchien" und "offene Kommunikation" zu bewerben - und trifft jede kleinste Entscheidung hinter verschlossenen Türen ohne Offenheit zur Rückmeldung dazu. Selten findet man Leute, die tatsächlich Wert darauf legen, transparent und nachvollziehbar zu kommunizieren. Aber genau diese Leute bleiben nicht lange aufgrund des toxischen Arbeitgebers.

Gleichberechtigung

Unter Gleichberechtigung versteht man gleiche Rechte für alle Geschlechter. Ich habe Aussagen von Führungskräften gehört, die klar bestimmte Geschlechter privilegieren. Man versteht darunter auch, dass Budgets angemessen verteilt werden, um allen Mitarbeitenden unternehmensweit gleiche Chancen auf Gehaltserhöhungen etc. zu geben. Manche Bereiche schwimmen im Geld und produzieren wenig Output; andere drehen jeden Cent zweimal um und produzieren unternehmenswichtige Kennzahlen - keine Gleichberechtigung in irgendeiner Form in Sicht.

Interessante Aufgaben

Aktuarielle Aufgaben in der Nichtlebensversicherung sind spannend. Tatsächlich hat die R+V es noch nicht geschafft, diese Aufgaben so zu transformieren, dass sie nicht mehr interessant sind. Mal abwarten, was da noch kommt!

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Arbeitgeber-Kommentar

Personal-Team R+V
Personal-Team R+V

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

vielen Dank für dein ehrliches und detailliertes Feedback. Es tut uns leid zu erfahren, dass du dich in so vielen Bereichen unzufrieden fühlst und deine Erfahrungen bei uns nicht deinen Erwartungen entsprechen.

Besonders deine Rückmeldungen zur Führung und Arbeitsatmosphäre nehmen wir sehr ernst. Die von dir beschriebenen Situationen bezüglich Kommunikation, Führungsverhalten und dem Umgang miteinander entsprechen nicht dem, was wir uns für unsere Mitarbeitenden wünschen. Positiv ist, dass du die aktuariellen Aufgaben als interessant empfindest - das zeigt, dass die fachlichen Inhalte stimmen.

Deine konkreten Verbesserungsvorschläge zu Governance-Regeln, dem Umgang mit Mobbing und der Einführung eines Leistungsprinzips sind wertvolle Hinweise für uns. Wir sind offen für den Dialog und möchten verstehen, wie wir die Situation verbessern können.

Falls du bereit bist, deine Erfahrungen vertraulich zu besprechen, würden wir uns freuen, wenn du dich unter G_kununu@ruv.de bei uns meldest. Nur durch offenen Austausch können wir gemeinsam an Lösungen arbeiten.

Viele Grüße,
Anna Lena Gregor
Personalmarketing

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.