Gut am Arbeitgeber finde ich
Leider nichts, das meine negativen Erfahrungen aufwiegen würde.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Sympathiewirtschaft statt Leistungsprinzip, fehlende Wertschätzung, Demütigung, Anschreien, Ungleichbehandlung von Auszubildenden, keine echte Ausbildung für alle, Beleidigungen kommen statt das eigene Fehlverhalten zu reflektieren.
Verbesserungsvorschläge
Endlich nach Leistung und Einsatz beurteilen, nicht nach persönlicher Sympathie
Ausbilder in wertschätzender Kommunikation und Konfliktmanagement schulen
Einen festen, für alle gleichen Ausbildungsplan einführen
Eine neutrale Vertrauensperson für Auszubildende anbieten (extern, wenn nötig)
Bei Hilferufen von Azubis ernsthaft helfen – nicht wegschauen oder abwimmeln
Aufhören, psychische Belastung durch Mobbing als persönliches Problem des Azubis darzustellen
Nie, unter keinen Umständen, einem Auszubildenden empfehlen, Medikamente zu nehmen – das ist ein Fall für die Personalabteilung und den Betriebsrat
Führungskräfte schulen in: psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz und Antidiskriminierung
Arbeitsatmosphäre
Giftig und menschenverachtend. Es herrschte ein Klima, in dem man sich nicht trauen durfte, Fehler zuzugeben oder um Unterstützung zu bitten. Wer sich wehrte oder unter dem Druck brach, wurde gedemütigt. Unter den Auszubildenden gab es eine klare Zweiklassengesellschaft: die Sympathisanten und die anderen.
Karrierechancen
In so einem Umfeld entwickelt man keine berufliche Perspektive – man kämpft nur noch darum, psychisch heil rauszukommen. Eine Empfehlung oder echte Förderung ist hier nicht zu erwarten.
Arbeitszeiten
Unplanbar und belastend. Aber das war angesichts des anderen Verhaltens fast noch das kleinere Übel.
Ausbildungsvergütung
Für die psychische Belastung, die man dort täglich erlebt hat, war die Vergütung bei Weitem nicht angemessen.
Die Ausbilder
Wer nicht ins persönliche Sympathie-Schema passte, wurde nicht nur ignoriert oder angeschrien, sondern auch noch psychisch manipuliert. Auf Beschwerden über das Verhalten des Teams wurde nicht eingegangen – stattdessen wurde mir gesagt, ich solle Medikamente nehmen. Also nicht das eigene Fehlverhalten reflektiert, sondern die betroffene Person krank- oder verrückt gemacht. Das ist keine Führung, das ist
Spaßfaktor
Wer sich wehrt oder um Hilfe bittet, wird gedemütigt. Wer unter dem Druck bricht, bekommt zu hören, dass er Tabletten schlucken soll. Die Atmosphäre war nicht nur giftig, sondern regelrecht menschenverachtend.
Aufgaben/Tätigkeiten
Man wurde fast ausschließlich für einfache, schmutzige Hilfstätigkeiten eingesetzt (Spülen, Abtrocknen, Wegräumen). Sobald man eigenständig eine richtige Aufgabe übernehmen wollte, wurde sie einem aus der Hand genommen mit der Begründung, man würde sowieso nur Fehler machen. Eine echte, lehrreiche Tätigkeit war nicht erwünscht.
Variation
Man wurde wochen- und monatelang auf die gleichen, anspruchslosen Aufgaben abgestellt – während andere Auszubildende deutlich mehr Abwechslung und Lerninhalte bekamen.
Respekt
Fehlanzeige. Wer nicht ins persönliche Sympathie-Schema passte, wurde systematisch abgewertet, dummgestellt und angeschrien. Hilfeersuchen wurden mit Desinteresse oder Unfreundlichkeit quittiert. Man hatte das Gefühl, als Mensch nicht zu zählen.