Wer Entwicklung sucht, sollte lieber woanders hin – hier lernt man höchstens, klein zu bleiben
Gut am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Erfahrung lässt sich Positives nur schwer finden. Man bekommt eher das Gefühl, klein gehalten zu werden, besonders wenn man Interesse zeigt, sich fachlich weiterzuentwickeln.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Im Außendienst als Rehatechniker hatte ich den Eindruck, dass Engagement eher belächelt wird. Manche Kollegen scheinen ihre Energie darauf zu verwenden, möglichst wenig zu tun, und der Zusammenhalt ist entsprechend… überschaubar. Lästereien gehören gefühlt zum Alltag, und neue Mitarbeiter werden schnell vergrault.
Verbesserungsvorschläge
Ein bisschen weniger gegenseitiges Runtermachen und ein bisschen mehr echtes Interesse an den eigenen Leuten würde schon Wunder wirken. Ebenso eine Kultur, in der Weiterbildung nicht spöttisch kommentiert, sondern gefördert wird. Und ein Team, das zusammenarbeitet statt nebeneinander herzudümpeln, wäre ein echter Fortschritt.
Arbeitsatmosphäre
Für mich war die Stimmung oft angespannt und von Misstrauen geprägt. Motivation aufzubauen fällt schwer, wenn man sich eher beobachtet als unterstützt fühlt.
Image
Nach außen versucht man, glänzend zu wirken – nach innen fühlt es sich eher zerbrochen an. Das Image ist aus meiner Sicht stark beschädigt.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance ist eher eine Glückssache. Je nachdem, wie viel die Kollegen nicht machen, darf man das selbst auffangen.
Gehalt/Benefits
Für das, was man leisten soll, wirkt das Gehalt eher wie ein schlechter Witz. Sozialleistungen Fehlanzeige
Kollegenzusammenhalt
Von „Zusammenhalt“ hatte ich persönlich wenig. Einige arbeiten kaum, andere müssen es ausgleichen, und neue Mitarbeiter werden eher verscheucht als integriert
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kolleginnen und Kollegen wirken teilweise wenig einbezogen – eher so, als wären sie ein Störfaktor im Tagesgeschäft
Vorgesetztenverhalten
In meinem persönlichen Erleben war vulgäre Sprache teilweise Alltag. Für mich gehört so etwas nicht in ein professionelles Führungsumfeld. Besonders befremdlich fand ich, wenn ich von externen Personen (z. B. Firmen auf Messen) hörte, dass man angeblich als „inkompetent“ bezeichnet wurde.
Ob solche Aussagen im Detail stimmen oder über Dritte verfälscht wurden, kann ich natürlich nicht beurteilen — aber allein, dass so etwas erzählt wird, wirft für mich Fragen auf.
Als Führungsverhalten würde ich das nicht bezeichnen.
Kommunikation
Kommunikation besteht häufig darin, dass Informationen entweder gar nicht oder zu spät weitergegeben werden. Dafür erfährt man erstaunlich schnell, wenn jemand über jemanden lästert – das funktioniert zuverlässig
Gleichberechtigung
Ich persönlich konnte keine echte Gleichbehandlung feststellen. Einige scheinen Narrenfreiheit zu genießen, andere werden für Kleinigkeiten kritisiert