Abwechslungsreicher Außendienst mit viel Eigenverantwortung, aber Verbesserungsbedarf in Struktur und Transparenz.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeitszeit lässt sich frei einteilen. Die Tätigkeit im Außendienst ist sehr abwechslungsreich, bietet viel Entscheidungsfreiheit und erfordert nur selten Genehmigungen. Viele Kunden zeigen große Dankbarkeit – oft habe ich als kleines „Dankeschön“ sogar etwas zu essen bekommen. Durch die Vielzahl unterschiedlicher Kundinnen und Kunden kann man zudem sehr schnell ein umfangreiches Netzwerk aufbauen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zu Beginn des Onboardings fehlten mir einige wichtige Informationen zu bestimmten Produkten, und Schulungen sollten zeitnaher stattfinden. Auch IT‑Probleme müssten schneller gelöst werden.
Die Provisionsregelung wirkt insgesamt sehr intransparent.
Soweit ich es mitbekommen habe, gibt es keine oder nur sehr seltene Team- oder Firmenevents
Verbesserungsvorschläge
Die bestehenden IT‑Systeme sollten dringend modernisiert werden, da sie technisch veraltet sind. Zudem wäre es sinnvoll, dem Außendienst umfassendere Einblicke in die Systeme zu ermöglichen. So könnten Kundenanfragen schneller direkt vor Ort oder am Telefon geklärt werden, da sich viele Kunden zunächst an den Außendienst wenden.
Auch gemeinsame Teambuilding‑Maßnahmen für Innen- und Außendienst wären wichtig. Aktuell wirkt es so, als würde jeder eher für sich arbeiten, statt als echtes Team zusammenzuwirken.
Darüber hinaus ist eine neue, transparente Provisionsregelung notwendig. Die derzeitige Struktur ist schwer nachvollziehbar. Der Fokus des Außendienstes sollte darauf liegen, Verträge zu gewinnen. Alles, was nach Vertragsabschluss passiert, sollte sich nicht negativ auf die Provision des Außendienstes auswirken.
Arbeitsatmosphäre
Ich war im Vertriebsaußendienst tätig und konnte meine Aufgaben eigenständig organisieren. Die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen verlief stets positiv, und auch von meinen Vorgesetzten erhielt ich Anerkennung. Herausfordernd war jedoch, dass ein strukturiertes Onboarding zu technischen Themen fehlte bzw. erst nach längerer Zeit erfolgte.
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Fast jeder Gastronom kennt Refood.
Work-Life-Balance
Im Außendienst gestalte ich meine Arbeitszeit grundsätzlich eigenverantwortlich. Eine besondere Herausforderung bestand darin, dass einige Kunden erst spät öffneten. Durch frühzeitige Terminvereinbarungen ließ sich dieses Problem jedoch häufig gut lösen. Dennoch gibt es eine vorgegebene Anzahl an Kundenbesuchen, die nicht in jeder Region realistisch zu erreichen ist. Dadurch kann es vorkommen, dass die Arbeitszeit schnell überschritten wird.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Aus Speiseresten und Altfetten wird Energie gewonnen. Das Unternehmen ist somit klar im Bereich Umwelt- und Sozialbewusstsein positioniert.
Kollegenzusammenhalt
Die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen war mir gegenüber stets fair und freundlich. Allerdings habe ich wahrgenommen, dass es zwischen einigen Teammitgliedern gelegentlich zu Spannungen kam.
Umgang mit älteren Kollegen
Jede Altersgruppe ist vertreten.
Vorgesetztenverhalten
Der direkte Austausch ist eher gering, was für mich jedoch nicht zwingend problematisch ist, da man weitgehend eigenverantwortlich arbeitet. Die gesetzten Ziele sind allerdings sehr ambitioniert und nicht immer realistisch erreichbar. In meinem Fall wurden Aufgaben, die eigentlich in den Verantwortungsbereich der Führungskraft fielen, häufig an andere Mitarbeitende delegiert, die dafür nicht zuständig waren, dadurch entstanden wiederholt Schwierigkeiten, im hinblick auf IT Systeme und Provisionen.
Arbeitsbedingungen
Leider kam es bei mir mehrfach zu länger anhaltenden IT‑Problemen, die die Arbeit im Außendienst erschwerten. Die technische Grundausstattung mit Diensthandy, Tablet und einem gut ausgestatteten Firmenwagen entspricht jedoch dem üblichen Standard im Vertriebsaußendienst.
Kommunikation
Ich stand täglich mehrfach in telefonischem Austausch mit dem Vertriebsinnendienst sowie der Dispositionsabteilung. Regelmäßige Meetings fanden im Abstand von zwei bis drei Monaten statt. Aus meiner Sicht wäre es jedoch sinnvoll, diesen Terminen mehr Zeit für inhaltliche Anliegen einzuräumen und alle relevanten Abteilungen einzubeziehen.
Gehalt/Benefits
Das Grundgehalt ist im aktuellen Marktumfeld für Vertriebspositionen eher niedrig. Allerdings basiert ein wesentlicher Teil des Einkommens auf Provisionen, sodass man sein Gehalt zu großen Teilen selbst beeinflussen kann.
Die eigenständige Erstellung der Provisionsabrechnung stellt eine echte Herausforderung dar. Besonders kompliziert wird es, wenn man sie nur einmal im Monat durchführt oder noch wenig Erfahrung damit hat. Mir fehlten klare Anleitungen sowie eine strukturierte Einführung, wodurch der gesamte Prozess wenig transparent wirkte. Tatsächlich ist dies das erste Unternehmen, das ich kenne, in dem Mitarbeitende ihre Provisionsabrechnung kalkulatorisch selbst erstellen müssen, das ist nicht üblich.
Zudem kommt es vor, dass abgeschlossene Verträge nicht provisioniert werden, wenn sie aus Gründen, die man selbst nicht beeinflussen kann, nicht zustande kommen. Dies deckt sich auch mit den Erfahrungen anderer Mitarbeitender.
Positiv hervorzuheben sind der vom Unternehmen direkt ausgezahlte Verpflegungsmehraufwand im Außendienst, ein monatlicher Gutschein über 50 Euro sowie ein Provisionsausgleich im Krankheits- und Urlaubsfall.
Gleichberechtigung
Im Innendienst sind überwiegend Frauen tätig, während im Außendienst mehr Männer arbeiten. Insgesamt empfand ich die Verteilung als ausgewogen. Allerdings fiel auf, dass Mitarbeitende in vergleichbaren Positionen teilweise manche Aufgaben nicht erledigen mussten, was auf mögliche Bevorzugungen hindeuten könnte.
Interessante Aufgaben
Die Betreuung eines vielfältigen Kundenstamms gestaltet die Aufgaben sehr abwechslungsreich und interessant. Durch die Kombination aus Kaltakquise und der Übergabe potenzieller Kunden durch den Innendienst lässt sich die Arbeitsplanung insgesamt gut strukturieren.


