Kaum noch was vom alten Glanz…
Arbeitsatmosphäre
Wird immer schlimmer, jeder nur noch für sich am kämpfen. Fehler werden sofort irgendjemandem zugeschoben, egal ob derjenige es war oder nicht. Aufarbeiten und Nachproduktion für die Vorschicht ist Standart, zusätzlich zu den eigenen Aufgaben.
Kommunikation
Wenn überhaupt, bekommt man Neuigkeiten durch Kollegen anderer Abteilungen mit. Prozessänderungen bekommt man erst mit, wenn es zu spät ist, da auf Änderungen auch nicht geschult wird und wenn, dann bekommen nur die Lieblinge etwas gesagt, während alle anderen ins offene Messer gerannt lassen werden.
Kollegenzusammenhalt
Immer weiter sinkend. Jeder ist sich selbst der nächste.
Work-Life-Balance
Standardisiertes 3-Schicht-System in 35h-Woche
Vorgesetztenverhalten
Zum einen so, zum anderen so…
Gleichberechtigung
Mehrklassengesellschaft. Lieblinge bekommen alles was sie wollen und kommen mit allem durch, während andere nach einem Krankheitstag direkt als unzuverlässige Schauspieler abgestempelt werden. Als Produktionsmitarbeiter wird es auch sehr ungerne gesehen, wenn man die Betriebskantine nutzt, zumindest bekommt man nicht selten einen mahnend aufs Handgelenk tippenden Finger zu sehen…
Arbeitsbedingungen
Aufgabenaufkommen ändert sich im Stundentakt. Erst heißt es, nichts zu tun, am nächsten Tag muss alles laufen, um am nächsten Tag wieder leer zu stehen. Planung ist katastrophal, falls es sie überhaupt gibt. Stückzahl steht über allem, Sodas Anlagen sehr schlecht gewartet, teilweise mit Klebeband repariert sind und vom spärlich auffindbaren Arbeitsmitteln (Scheren, Taschenrechner, Stiffte, Werkzeug) will ich gar nicht erst anfangen…
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Innerhalb von etwa 3-4 Jahren ist die Müllproduktion (Kunststofftüten etc.) fast verdreifacht. Früher wurden Abfälle (Kunststoffe, Pappe etc) getrennt, während nun alles in gelben Säcken landet
Gehalt/Benefits
Für viele der letzte Grund zu bleiben. Bezahlung nach IG-Metall Tarif, Urlaub- und Weihnachtsgeld.
Image
Weit besser als es tatsächlich ist.
Karriere/Weiterbildung
Absolutes Karrieregrab. Die Stelle, in der man anfängt bleibt ziemlich sicher die einzige, die man jemals haben wird, da nächsthöhere Stellen lieber extern besetzt werden.

