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Bewertung

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Arbeitsklima und Führung verbesserungswürdig

1,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion in Hamburg gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Negativ sind vor allem die schwache und teils willkürlich wirkende Führung, mangelnde Wertschätzung sowie eine angespannt geprägte Arbeitsatmosphäre. Transparenz und faire Behandlung hängen häufig vom persönlichen Verhältnis ab, während Kritik und Beschwerden nur unzureichend aufgegriffen werden. Hoher Druck bei gleichzeitigem Personalmangel, belastende Arbeitsbedingungen und geringe Entwicklungsperspektiven trotz steigender Verantwortung verstärken die Unzufriedenheit zusätzlich.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen sollte stärker auf eine faire und wertschätzende Führungskultur sowie transparentere Kommunikation achten. Arbeitsbedingungen wie Beleuchtung, Lüftung und Ausstattung sollten verbessert werden, um Qualität und Arbeitssicherheit zu sichern. Eine realistischere Personalplanung und mehr Rücksicht auf Schichtbelastungen würden die Work-Life-Balance verbessern. Entwicklung und Aufstieg sollten sich stärker am Können orientieren und auch finanziell spürbar sein. Zudem wären eine strukturierte Einarbeitung und ein konsequenter Umgang mit respektlosem Verhalten wichtig für ein besseres Arbeitsklima.

Arbeitsatmosphäre

Mit den richtigen Kollegen macht die Arbeit zwar Spaß, insgesamt wird Mitarbeitenden jedoch spürbar die Motivation genommen. Der Umgangston ist teilweise unnötig hart und die Stimmung im Team überwiegend angespannt. Neue Mitarbeitende geraten schnell unter Druck, während echte Wertschätzung kaum vorhanden ist. Konflikte mit Einzelpersonen ziehen häufig weitere Kreise, sodass sich Fronten bilden. Entscheidungen und Behandlung wirken stellenweise vom persönlichen Verhältnis abhängig. Das Stresslevel ist im letzten Jahr deutlich gestiegen, wodurch die Motivation, zur Arbeit zu erscheinen, merklich gesunken ist. Insgesamt empfinde ich die Arbeitsatmosphäre als schlecht.

Image

Intern wird stark über Kennzahlen und erreichte Raten kommuniziert, was nach außen Leistungsfähigkeit vermitteln soll. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass die tatsächlichen Bedingungen, unter denen diese Ergebnisse erreicht werden, wenig berücksichtigt werden. Die Außendarstellung wirkt dadurch teilweise ambitionierter als die erlebte Realität.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance empfinde ich als schlecht. Durch die aktuelle Durchmischung der Gruppen wird im Drei-Schicht-Betrieb aus meiner Sicht zu wenig Rücksicht auf Mitarbeitende mit Kindern genommen, was sich im Alltag deutlich negativ auswirkt. Überstunden fallen zwar selten an und bei Auftragslage kann man auch früher gehen, Wochenendarbeit ist jedoch möglich, wenn man sich an freien Tagen zusätzlich einträgt. Pausenzeiten, sowohl gesetzliche als auch arbeitsbedingte, werden eher kritisch gesehen und es entsteht der Eindruck, man mache zu viel Pause. Personalmangel ist ein Dauerzustand, gleichzeitig wird Druck aufgebaut, Rückstände aufzuholen. Die Arbeit erfolgt häufig in knienden oder belastenden Körperhaltungen, was sich körperlich bis zum Wochenende bemerkbar macht. Auch die insgesamt negative Stimmung aus der Führungsebene wirkt sich spürbar auf die Belastung aus. Kurzfristiger Urlaub ist praktisch nicht möglich, selbst bei familiären Problemen, während Krankmeldungen als einziger Ausweg erscheinen. Bei geringer Auslastung wird man stattdessen mit wenig sinnvollen Tätigkeiten beschäftigt, statt planbar freigestellt zu werden.

Karriere/Weiterbildung

Aufstiegsmöglichkeiten sind grundsätzlich vorhanden, hängen jedoch aus meiner Sicht stärker von der Betriebszugehörigkeit als vom tatsächlichen Skillset ab. Finanziell machen sich diese Schritte kaum bemerkbar, während Verantwortung und Arbeitsumfang deutlich steigen. Eine strukturierte Einarbeitung findet für neue Mitarbeitende praktisch nicht statt, stattdessen wird man direkt ins Tagesgeschäft geworfen und muss sich vieles selbst erschließen.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt wirkt stark vom Hintergrund abhängig. Für Mitarbeitende ohne handwerkliche Ausbildung erscheint es attraktiv, und auch gelernte Handwerker verdienen mehr als in vergleichbaren Tätigkeiten außerhalb der Luftfahrt. In Relation zu Arbeitsinhalt, Gefährdung und mentaler Belastung empfinde ich die Bezahlung jedoch weiterhin als zu niedrig. Gehaltserhöhungen haben in den letzten Jahren kaum stattgefunden, und Schichtzulagen bewegen sich aus meiner Sicht auf einem sehr niedrigen Niveau. Ein breiteres oder höherwertiges Skillset wird nicht zusätzlich vergütet, da unabhängig von Qualifikation im Wesentlichen gleich eingestuft wird. Arbeits- und Pausenkleidung wird gestellt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Mangelhaft

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter Kollegen ist aus meiner Sicht schwach ausgeprägt. Zwar unterstützen sich einige erfahrene Mitarbeitende gegenseitig, insgesamt ist das Team jedoch in mehrere Gruppen aufgeteilt, in denen nicht jeder jedem hilft. Neue werden vereinzelt gut aufgenommen und unterstützt, der Großteil reagiert jedoch eher abweisend, als würde zusätzliche Hilfe eine Belastung darstellen. Zwischen den bestehenden Gruppen wird sich die Arbeit teilweise zusätzlich erschwert, statt sie gemeinsam zu erleichtern. Unterstützung ist insgesamt selten, und nur wenige sind bereit, über das Notwendige hinaus mit anzupacken.

Umgang mit älteren Kollegen

Auf ältere Mitarbeitende wird aus meiner Sicht insgesamt zu wenig Rücksicht genommen, sowohl von Vorgesetzten als auch in Teilen des Teams. Zwar gibt es einzelne Personen, die darauf achten, dass Ältere körperlich leichtere Aufgaben erhalten, dies hängt jedoch stark von wenigen engagierten Kollegen ab und nicht von einer klaren Linie. Gleichzeitig gibt es auch positive Beispiele, in denen ältere und jüngere gut zusammenarbeiten. Insgesamt entsteht jedoch der Eindruck, dass der Umgang und die Rücksichtnahme stark vom persönlichen Verhältnis abhängen.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten empfinde ich insgesamt als schwach. Führungspositionen wechseln häufig, was wenig Stabilität und Orientierung gibt. Lob ist selten, stattdessen überwiegt Kritik. Auch während Krankheit oder Urlaub wird man teilweise kontaktiert und zur Arbeit gebeten. Gleichzeitig werden neue Stellen geschaffen, was von außen betrachtet wenig nachvollziehbar und willkürlich wirkt. Fairness hängt aus meiner Sicht stark vom persönlichen Verhältnis ab. Eine echte Vorbildfunktion war lange kaum erkennbar und wirkt aktuell eher oberflächlich verbessert. Vorgesetzte kontrollieren viel und sprechen wiederholt belanglose Punkte an, während grundlegende Themen ungelöst bleiben. Entscheidungen erscheinen insgesamt wenig transparent und häufig willkürlich.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt verbesserungswürdig. Die Hallen befinden sich in einem sichtbar schlechteren Zustand als vergleichbare Bereiche bei Airbus, und die Lüftungsanlagen laufen am Limit, was teilweise bereits zu Arbeitsunterbrechungen geführt hat. Die Beleuchtung in den Hallen ist für präzise Lackierarbeiten unzureichend, und auch die Bauteilbeleuchtung fällt regelmäßig aus, wodurch spürbare Arbeitszeitverluste entstehen. Gemeinschaftlich genutztes Equipment wirkt schlecht gepflegt und stark wartungsbedürftig, und auch die bereitgestellte PSA erscheint qualitativ einfach und teilweise unpassend. Verbrauchsmaterialien werden zwar aufgefüllt, jedoch nicht immer bedarfsgerecht zu Schichtzeiten, sodass gerade zu Wochenbeginn Engpässe auftreten. Pausenräume sind zwar grundsätzlich gut ausgestattet, wirken jedoch häufig unhygienisch. Spritzgeräte befinden sich durch Dauerbetrieb häufig in einem wartungsanfälligen Zustand.

Kommunikation

Transparenz ist aus meiner Sicht kaum vorhanden. Häufig werden vor allem Pflichten kommuniziert, während Hintergründe offenbleiben. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass Grauzonen genutzt werden, um Mitarbeitenden Informationen zu entlocken, etwa im Zusammenhang mit Krankmeldungen. Änderungen werden nach meinem Empfinden mit Nachdruck durchgesetzt, wobei Informationen zurückgehalten oder beschönigt dargestellt werden. Anweisungen sind zwar klar, wirken in der Praxis jedoch teilweise nur umsetzbar, wenn persönliche Grenzen überschritten oder Arbeitssicherheit vernachlässigt wird. Vorgesetzte sind als Ansprechpersonen nur zu bestimmten Zeiten erreichbar, was besonders für Früh- oder Nachtschichten bei kurzfristigen Problemen ungünstig ist. Feedback beschränkt sich meist auf ein knappes „okay“. Ernstere Anliegen wie wahrgenommene Diskriminierung oder respektloses Verhalten wurden aus meiner Sicht eher relativiert als konsequent aufgearbeitet. Wer Kritik äußert, gilt schnell als schwierig. Probleme werden häufig weitergereicht, bis sich jemand darum kümmern muss, unabhängig von Eignung oder Zuständigkeit. Im Kollegenkreis funktionieren Absprachen grundsätzlich, allerdings ist die Bere

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung empfinde ich als nicht gegeben. Herkunft und Sprache spielen aus meiner Wahrnehmung eine große Rolle im Umgang miteinander, wobei selbst Personen, die ins erwartete Bild passen, nicht automatisch fair behandelt werden. Von neuen Mitarbeitenden wird teils bereits nach kurzer Zeit ein Leistungsniveau erwartet, das dem langjähriger Kollegen entspricht oder dieses übertrifft. Unterstützung und Wissensweitergabe wirken dabei vom persönlichen Eindruck abhängig, etwa vom Auftreten oder äußeren Merkmalen. Der Übergang zwischen vermeintlichem Spaß und respektlosem Verhalten ist sehr schmal, und gerade gegenüber neuen Personen fallen schnell unpassende oder diskriminierende Sprüche. Beschwerden werden im Kollegenkreis nicht immer ernst genommen und teilweise selbst zum Gesprächsthema gemacht. Aus meiner Sicht führt dieses Umfeld dazu, dass sich benachteiligte Personen eher zurückziehen oder das Unternehmen verlassen, statt sich dauerhaft dem auszusetzen.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind fachlich typisch für den Bereich Korrosionsschutz in der Luftfahrt, nicht mehr und nicht weniger. Sobald man den Großteil der Tätigkeiten beherrscht, stellt sich schnell Routine ein und die Arbeit wird monoton. Vorausgesetzt, man bleibt überhaupt lange genug im Unternehmen, um diesen Punkt zu erreichen.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.