Formell korrekt, aber menschlich rücksichtslos – so geht man nicht mit jungen Arbeitnehmern um
Verbesserungsvorschläge
Ich bin Schüler am Gymnasium und habe mich sehr gefreut, als ich meinen ersten Ferienjob bei Schäfer & SIS in der Lagerlogistik bekommen habe. Es war mein erster richtiger Job. Ich war stolz und motiviert. Nach meinem ersten Arbeitstag war ich begeistert: Die Arbeit lief gut, ich fühlte mich wohl und wollte mein Bestes geben.
Doch am nächsten Morgen wurde ich krank, Halsschmerzen, starker Husten und Fieber über 38 Grad. Ich habe meinen Vorgesetzten sofort informiert und am folgenden Tag den ärztlichen Krankenschein per E-Mail geschickt.
Ich war traurig, weil ich niemanden im Stich lassen wollte. Aber ich war wirklich krank.
Die noch größere Enttäuschung kam jedoch am Tag darauf: Ich erhielt per Post die Kündigung, kommentarlos, ohne Anruf, ohne Nachfrage, ohne ein einziges Wort. Ich habe versucht, mit meinem Vorgesetzten zu sprechen, aber er verweigerte jede Erklärung.
So geht man nicht mit jungen Menschen um, die gerade erste Arbeitserfahrungen sammeln wollen. Ja, vielleicht war die Kündigung formal korrekt, aber menschlich war sie kalt, respektlos und ernüchternd. Für mich war das ein bitterer Einstieg ins Berufsleben.

