Hohe Verantwortung ohne Gestaltungsspielraum – enttäuschende Safety-Kultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kantine ist gut. Zudem gab es einzelne Kollegen, die engagiert, fachlich kompetent und verlässlich waren.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die fehlende Safety-Kultur, fachfremde Führung, mangelnde Transparenz, dauerhaft hohe Arbeitsbelastung sowie die große Diskrepanz zwischen Stellenausschreibung und tatsächlich gelebter Rolle.
Verbesserungsvorschläge
Führungskräfte im Bereich funktionale Sicherheit sollten fachlich qualifiziert und entsprechend ausgebildet sein. Notwendig sind realistische Projekt- und Meilensteinplanungen, eine echte Safety-Kultur sowie transparente Kommunikation. Kritik sollte als Chance zur Verbesserung verstanden werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war dauerhaft angespannt und stark vom Termindruck geprägt. Eine konstruktive Fehler- oder Safety-Kultur habe ich nicht erlebt. Statt nachhaltiger Problemlösungen stand häufig das kurzfristige Erreichen von Meilensteinen im Vordergrund.
Kommunikation
Die Kommunikation empfand ich als wenig transparent. Wichtige Informationen zur tatsächlichen Situation oder zu strategischen Entscheidungen wurden oft sehr spät weitergegeben. Rahmenbedingungen änderten sich kurzfristig und uneinheitlich.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Entwicklungsabteilungen gab es einige engagierte Kollegen, die trotz der Rahmenbedingungen zusammengehalten haben. Abteilungsübergreifend war der Zusammenhalt aufgrund von Zeitdruck und Zielkonflikten jedoch sehr eingeschränkt.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war aus meiner Sicht eingeschränkt. Trotz offiziell begrenzter Überstunden war die Arbeitsbelastung dauerhaft zu hoch. Zusätzlich wurde die anfänglich kommunizierte Home-Office-Regelung später einseitig und deutlich reduziert, was die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben spürbar verschlechtert hat.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskräfte waren aus meiner Sicht fachlich nicht ausreichend in der funktionalen Sicherheit verankert. Kritik oder Verbesserungsvorschläge wurden nicht offen und zielgerichtet diskutiert. Entscheidungen wirkten häufig wenig nachvollziehbar und ohne Einbindung der Fachabteilung.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben wären grundsätzlich interessant gewesen, wurden jedoch stark durch fehlenden Einfluss und geringe Gestaltungsmöglichkeiten eingeschränkt. Fachliche Verantwortung ohne entsprechende Entscheidungsbefugnis empfand ich als frustrierend.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren durch hohe Belastung, unklare Rollen und fehlende Planung geprägt. Die Diskrepanz zwischen ausgeschriebener Rolle und tatsächlich gelebter Tätigkeit war deutlich spürbar.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein gelebtes Umwelt- oder Sozialbewusstsein im Arbeitsalltag war für mich nicht erkennbar. Wirtschaftliche Ziele hatten klar Vorrang vor nachhaltigen oder mitarbeiterorientierten Aspekten.
Gehalt/Benefits
Gehalt und Sozialleistungen waren branchenüblich und in Ordnung, konnten die strukturellen und organisatorischen Defizite jedoch nicht ausgleichen.
Image
Das externe Image passt aus meiner Sicht nicht zu den intern erlebten Arbeitsbedingungen. Erwartung und Realität lagen deutlich auseinander.
Karriere/Weiterbildung
Fachliche Weiterentwicklung und Karriere schienen weniger von Qualifikation als von Anpassung an die Führungsebene abhängig zu sein. Strukturierte Entwicklungswege habe ich nicht erlebt.