Zwischen Unabhängigkeit und Konzernstrukturen
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Flexibles, eigenverantwortliches Arbeiten wird geschätzt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Das Klima hat sich durch die wirtschaftlich schwierige Situation verschlechtert. Verstärkt durch unklare Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Prioritäten.
- Karriereperspektiven erscheinen limitiert sofern man nicht sehr lange beim Unternehmen ist
- Onboarding - man fühlt sich nicht wirklich willkommen, das geht inzwischen besser
Kann das Unternehmen nichts dafür, aber die Verkehrsanbindung mit den Öffentlichen ist quasi nutzlos, somit bleibt nur das Auto, sofern man nicht in Erlangen wohnt. Potential wäre noch ein Zuschuss.
Verbesserungsvorschläge
- Klare Verantwortlichkeiten definieren und auch mal Top-Down ins Unternehmen bringen.
- Prozesse und Abläufe entbürokratisieren und beschleunigen
- Weniger Zeit, Geld & Ressourcen in nicht-wertschöpfendes Reporting investieren
- Abläufe etwas flexibilisieren, z.B. Regelungen zu Dienstreisen, Arbeitszeit o.ä.
Arbeitsatmosphäre
Wird kontinuierlich schlechter, durch die wirtschaftliche Lage und Unklarheit wohin der Weg führen soll. Das Vertrauen sinkt zudem einseitig, da man auf seltsame Art und Weise Home Office Regeln ändert. Der Altersdurchschnitt ist vergleichsweise niedrig und die überwiegende Mehrheit ist jederzeit hilfsbereit.
Image
In der Region hat der Name Schaeffler trotz der negativen Schlagzeilen der letzten Jahre eine positive Besetzung. Die relativ niedrige Fluktuationsquote spricht auch für das Unternehmen.
Work-Life-Balance
Kommt natürlich auf die Position an und schwankt mal mehr mal weniger. Die flexiblen HomeOffice Regelungen werden versucht einseitig zu ändern. Das hinterlässt einen faden Beigeschmack und gibt wenig Planungssicherheit. Urlaub und Elternzeit ist in der Regel kein Problem und es gibt flexible Lösungen.
Karriere/Weiterbildung
Karriereperspektive scheint limitiert zu sein und sehr stark vom Netzwerk ab zu hängen. Weiterbildung wird durchaus unterstützt, nicht nur über die umfangreiche, interne Akademie.
Gehalt/Benefits
IG Metall Tarif - kann man sich nicht beschweren.
Gehaltsstruktur passt auch weitestgehend zum Verantwortungsniveau.
Sozialleistungen entsprechen dem Standard.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird viel unternommen, von Mülltrennung angefangen über Begrünung am Standort bis zu einer Solaranlage auf dem Hallendach. Ladestationen für Elektrofahrzeuge sind vorhanden.
Leider wurde bei den Schreibtischen keine Lösung verbaut die mit einem Schalter vom Netz zu trennen ist.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Teams mal mehr mal weniger ausgeprägt. Am Teamspirit muss noch etwas gearbeitet werden, da stehen die Konzernstrukturen zu sehr im Vordergrund.
Umgang mit älteren Kollegen
Altersschnitt relativ niedrig, die vorhandenen älteren Kollegen sind aber als Wissensträger hoch angesehen.
Vorgesetztenverhalten
Hochgradig individuell. Stellenweise äußerst hierarchisch geprägt, da darf man auch mal die Mitarbeitenden entscheiden lassen, das entlastet die Führungsebene vom Mikromanagement. Setzt allerdings voraus, klare Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu vergeben.
Arbeitsbedingungen
Schöne, moderne Bürolandschaft nach New Work Konzept mit Clean Desk und Shared Desk. Leider wurde an der ein oder anderen Stelle gespart (Monitore sind schief und krumm in den Halterungen, Verstellung extrem umständlich, keine Höhenanzeige am Schreibtisch) was den Wohlfühlfaktor ziemlich einschränkt. Selbst der kleine persönliche Touch der eigenen Tasse ist untersagt.
Kantine, Kaffeemaschinen und kostenloses Wasser sind vorhanden - Top!
IT Ausstattung ist bei den Smartphones (iPhone für nahezu jeden) sehr gut, bei den Laptops eher schlecht. (Displayauflösung, Leistung, Akkulaufzeit)
Kommunikation
Auf Konzernebene wurden Maßnahmen ergriffen und es wird besser. Sonst hängt es extrem von der jeweiligen Führungskraft ab, ob und welche Informationen man erhält. Auf Ebene des Teilunternehmens findet quasi keine zentralisierte Kommunikation statt.
Gleichberechtigung
Steigende Frauenquote, allerdings in der Führungsebene noch sehr dünn.
Interessante Aufgaben
Grundsätzlich im Sondermaschinenbau natürlich immer interessant. Hängt aber auch stark vom Bereich ab. Teilweise extremer Drang zum Reporting und zu einer Vielzahl an Präsentationen. Die Aufgabenstellung ist häufig nicht klar formuliert und kommuniziert. Hier dürften klarere Vorgaben kommen.

