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Schleupen 
SE
Bewertung

TopCompany6 Jahre

Nach außen Hochglanz, nach innen Steinzeit – selten so viel Chaos erlebt

1,5
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Forschung / Entwicklung bei Schleupen SE in Moers gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Homeoffice

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Schleupen präsentiert sich modern und zukunftsorientiert, arbeitet intern jedoch mit Strukturen und Kommunikationsmustern, die häufig chaotisch, unklar und demotivierend wirken. Für Menschen mit Erfahrung in Stadtwerken oder strukturierten Betrieben kann der Unterschied massiv sein. Wer wenig hinterfragt und permanent Leistung bringt ohne Kritik zu äußern, kann hier bestehen. Wer klare Strukturen, ehrliche Kommunikation und Führung auf Augenhöhe erwartet, sollte genauer hinsehen, bevor er wechselt - erspart viel Frust.

Verbesserungsvorschläge

Klare Zuständigkeiten definieren. Echte Einarbeitung ermöglichen. Führungskräfte schulen. Kommunikation ehrlich gestalten. Wertschätzung leben statt nur verkünden. Methodenkompetenz verbessern, statt Prozesse schönzureden. Den Bedarf aus dem echten Leben der Kunden einbeziehen und mal vier Gänge zurückschalten - nicht jeder Kunde ist im denken benachteiligt und der Energiemarkt ein Dorf in dem alles gehört wird.

Arbeitsatmosphäre

Die Diskrepanz zwischen dem modernen Selbstbild und der internen Realität ist enorm. Nach außen präsentiert sich das Unternehmen als hoch automatisiert und agil, intern wirkt es, als würde man noch mit Steintafeln und Meißel arbeiten. Die Kommunikation ist rau, oftmals abwertend, und einzelne Mitarbeiter scheuen sich nicht, Kollegen öffentlich bloßzustellen. Wertschätzung existiert kaum. Branchenüblich muss auch mal Mehrgearbeitet werden.

Image

Nach außen wirkt das Unternehmen modern, stabil und zukunftsorientiert – und finanziell ist das auch zutreffend. Intern bröckelt dieses Bild. Viele Prozesse sind unstrukturiert, Abstimmungen chaotisch, und die Kultur entspricht nicht dem professionellen Image, das nach außen kommuniziert wird. Auch Kunden werden teils Erwartungen vermittelt, die intern schwer gehalten werden können. Das Image hat bereits stark gelitten, die Schleupen Realität bleibt jedoch konstant

Work-Life-Balance

liegt an einem selbst. Flexible Arbeitszeiten. Homeoffice. Mehrarbeit ist nicht ausgeschlossen, die Mehrarbeit wird allerdings vergütet oder alternativ zu Freizeitausgleich gewandelt.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt interne Programme wie das STEP-Modell mit Schulungen, Onboarding-Tagen und theoretisch guten Weiterentwicklungsmöglichkeiten. In der Praxis hängt Nutzen und Qualität allerdings stark von der Führung ab. Wer klare technische Weiterbildungen sucht, wird nicht immer unterstützt, besonders wenn diese außerhalb der Schleupen-Produktwelt liegen. Karriere und fachliche Entwicklung sind möglich – aber oft langsamer, als die Außendarstellung erwarten lässt.

Gehalt/Benefits

Gehaltlich bewegt sich Schleupen im Branchendurchschnitt, mit Zusatzleistungen wie betrieblicher Altersvorsorge, Bonusmodellen und Gesundheitsangeboten. Diese Leistungen sind solide, gleichen aber die internen strukturellen Probleme nicht aus. Teilzeitmodelle und Homeoffice sind möglich, werden jedoch nicht überall fair gelebt. Als Mitarbeiter merkt man recht schnell die zwei Klassen Gesellschaft.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

auf höherer Flugebene geht vieles verloren - am meisten Menschlichkeit

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt schwankt stark zwischen den Abteilungen. Während einige Teams bemüht sind, Fassade und Harmonie zu wahren, bricht diese Fassade schnell, sobald man selbst dort arbeitet. In anderen Bereichen wird man in Meetings vorgeführt oder von oben herab behandelt. Die hohe Fluktuation spricht für sich und bestätigt, dass interne Probleme nicht gelöst, sondern verdrängt werden.

Umgang mit älteren Kollegen

Die meisten sind geflüchtet

Vorgesetztenverhalten

Auf dem Papier wird eine offene-Tür-Kultur betont, in der Realität ist davon wenig zu spüren. Absprachen werden nicht zuverlässig eingehalten, Aussagen werden teils verdreht, Feedback wird häufig hierarchisch abgeblockt. Je höher die Ebene, desto weniger scheint man zuzuhören. Der Führungsstil ist stark zahlengetrieben; menschliche Komponente und echte Anerkennung geraten leicht unter die Räder. Einige Führungskräfte sollten dringend geschult werden, wie man professionell, respektvoll und verbindlich mit Mitarbeitenden umgeht!! Am besten IMMER den BR hinzuziehen.

Arbeitsbedingungen

Wenn man seinen Tätigkeiten nachgeht und mit dem Internen Chaos nichts zu tun hat, ist es erträglich. Wenn man zudem noch Kritik übt - wird man in Ruhe gelassen.

Kommunikation

Eines der größten Probleme. Abteilungen wissen oft nicht, wer wofür zuständig ist. Neue Mitarbeitende erhalten kaum oder gar keine Einarbeitung – Motto: „Schwimm oder geh unter“. Informationen werden verzögert, unvollständig oder überhaupt nicht weitergegeben. Gleichzeitig wird nach außen eine heile Welt kommuniziert, während intern nur negative Aspekte und Druck dominieren. Während man besonders geübt darin ist Dinge zu hören die nie gesagt wurden und über Mitarbeiter zu reden, statt mit den Mitarbeitern, pflegt man die eigenen Illusionen massiv, sodass ein Bild der Parallelwelt entsteht.

Gleichberechtigung

nicht vorhanden

Interessante Aufgaben

Es wird viel versprochen, besonders im Bewerbungsgespräch. Die Realität hat jedoch wenig damit zu tun. Von agiler Softwareentwicklung ist kaum etwas zu sehen; stattdessen arbeitet man im klassischen Wasserfallmodell, notdürftig in ein SAFe-Gerüst gepresst. Rollen werden falsch definiert, Mitarbeitende werden aus Stadtwerken, oder anderen Betrieben ohne echten Bedarf oder passende Qualifikation angeworben und anschließend zwischen Abteilungen hin- und hergeschoben, weil man nicht die Kapazitäten hat Mitarbeiter einzuarbeiten.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.