Veraltete Strukturen, blockierte Modernisierung und ueberforderte Architektur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die fachliche Domaene ist grundsaetzlich interessant und bietet Potenzial. Leider wird dieses Potenzial durch die bestehenden Strukturen nicht ausgeschoepft.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ueberkomplexe und unwartbare Softwarearchitektur. Kein Code-Ownership. Management ignoriert technische Probleme. Moderne Werkzeuge werden blockiert. Buerokratische Prozesse fuer einfachste Anliegen. Pull Requests dauern ueber eine Woche. IT-Infrastruktur ist stark eingeschraenkt.
Verbesserungsvorschläge
Die Softwarearchitektur grundlegend ueberarbeiten und entschlacken. Offene Kommunikation statt Ticketsysteme fuer interne Fragen einfuehren. Moderne Entwicklungswerkzeuge zulassen. Code-Ownership etablieren. Pull-Request-Prozesse beschleunigen - ein einwoechiger Review-Zyklus ist nicht tragbar.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphaere ist von Misstrauen und Abschottung gepraegt. Eigeninitiative wird nicht geschaetzt, stattdessen wird erwartet, dass man sich bestehenden Strukturen blind anpasst - auch wenn diese offensichtlich dysfunktional sind.
Kommunikation
Direkte Kommunikation ist praktisch nicht vorhanden. Selbst einfache Fragen werden auf Azure-Tickets umgeleitet. Fuer ein Unternehmen dieser Groesse ist dieser buerokratische Overhead voellig unverhaeltnismaessig.
Kollegenzusammenhalt
Es herrscht eine Atmosphaere des Einzelkaempfertums. Wissen wird nicht geteilt, Verantwortung fuer Code wird nicht uebernommen. Niemand fuehlt sich fuer die Qualitaet des Gesamtprodukts zustaendig.
Work-Life-Balance
Der kognitive Aufwand, sich durch die ueberkomplexen Systeme und Prozesse zu arbeiten, ist enorm. Einfache Aufgaben dauern unverhaeltnismaessig lange, weil die Werkzeuge und Infrastruktur den Arbeitsfluss staendig blockieren.
Vorgesetztenverhalten
Technische Probleme werden vom Management konsequent ignoriert. Entscheidungen werden ausschliesslich auf Basis von Kundenfeedback getroffen. Interne Hinweise auf gravierende Architekturprobleme bleiben ungehoert.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waeren an sich interessant, werden aber durch eine voellig ueberkomplexe Softwarearchitektur zunichtegemacht. Dependency Injection im Uebermass, automatisch generierte Typen ueber Typen - der Code ist praktisch unwartbar.
Gleichberechtigung
Neue Mitarbeitende werden von Anfang an dazu angehalten, fragwuerdige Praktiken zu uebernehmen, anstatt frische Perspektiven einzubringen. Wer Verbesserungen vorschlaegt, wird nicht ernst genommen.
Umgang mit älteren Kollegen
Erfahrung wird nicht wertgeschaetzt. Langjaehrige Fehlentwicklungen in der Architektur werden als gegeben hingenommen, anstatt auf die Expertise erfahrener Entwickler zu hoeren.
Arbeitsbedingungen
Massive Einschraenkungen bei der IT-Infrastruktur. Keine dedizierten VMs, keine VMware-Umgebungen vor Ort. Moderne KI-Werkzeuge sind komplett gesperrt - aus Angst vor dem Verlust geistigen Eigentums. Die IT-Kosten explodieren, ohne dass jemand die Ursachen hinterfragt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kein erkennbares Engagement in diesem Bereich. Der Fokus liegt ausschliesslich auf internen Kontrollmechanismen.
Gehalt/Benefits
Angesichts der Arbeitsbedingungen und der fehlenden Entwicklungsmoeglichkeiten steht das Gehalt in keinem guten Verhaeltnis zur geforderten Leistung.
Image
Aussenwirkung und Realitaet klaffen weit auseinander. Intern zeigt sich eine Kultur der Angst und des Stillstands, die von aussen nicht sichtbar ist.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung und moderne Methoden werden aktiv blockiert. Wer sich weiterentwickeln moechte, stoesst auf Widerstand. Es gibt keine erkennbare Strategie zur Foerderung von Mitarbeitenden.

