Schnaidt GmbH Wertschätzung für Firmentreue mal ganz anders
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Ich hatte einen kurzen Arbeitsweg.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Bei der alten Geschäftsführung gab es für lange Betriebszugehörigkeit eine Prämie. Bei der neuen Geschäftsführung werden Mitarbeiter, die lange im Unternehmen tätig waren, einfach gekündigt. Um es mit Dobbys Worten zu sagen, „wir haben einen Socken bekommen“ für unsere Anerkennung. Es wurde ein ganzer Standort geschlossen und Mitarbeitern mit PC- Jobs (Verwaltung und Konstruktion) wurde nicht die Möglichkeit angeboten, diese vom Home Office aus auszuüben. Es wurde auch kein Sozialplan erstellt.
Arbeitsatmosphäre
Es wurde viel Druck auf die Mitarbeiter ausgeübt. Es gab einen Vorgesetzten, der sehr bemüht war und Sachen verändern wollte. Leider war er nicht mein Vorgesetzter. Er wurde bei der Standortschließung auch entlassen.
In unserer Abteilung hieß es oft, Aufträge müssen ad hoc fertig gestellt werden. Wenn man länger brauchte, gab es einen, auf gut deutsch gesagt, „Einlauf“. Die Zeiten, wie lange ein Gewerk hatte, um einen Auftrag abzuwickeln, wurde vom Vertrieb festgelegt. Dieser wollte natürlich die Zeit so gering wie möglich halten, um das Produkt so günstig wie möglich zu verkaufen.
Wenn dann etwas nicht funktionierte, war es immer erst einmal die Konstruktion schuld. Ob es ein konstruktiver Fehler war oder nicht war nicht relevant.
Kommunikation
Lief viel über den Flurfunk. Sprich offizielle Mitteilungen kamen gestückelt und verspätet an.
Kollegenzusammenhalt
Der kollegiale Zusammenhalt war positiv.
Work-Life-Balance
War ok, wenn man rechtzeitig mit allem fertig war und kein Fehler im Produkt war.
Vorgesetztenverhalten
Als das Unternehmen Kurzarbeit anmeldete, musste unter anderem ein Familienvater eine Einverständniserklärung zur Kurzarbeit unterschreiben. Als ihm mit den Worten der Personalleitung: „Ich weiß wie Sie sich fühlen, ich bin gerade auch Patentante von einem Kind geworden“, Mitgefühl ausgesprochen wurde, habe ich den Glauben an das Menschliche in dem Unternehmen verloren.
Interessante Aufgaben
War ok aber wenig Neues.
Gleichberechtigung
Manche sind gleich, andere halt gleicher.
Umgang mit älteren Kollegen
Es waren mehr Ältere als Jüngere in Köln beschäftigt.
Arbeitsbedingungen
Man musste um alles kämpfen was man brauchte. Egal ob es eine PC Maus war, oder ein neuer Monitor, weil man durch den alten Kopfschmerzen bekam.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das wäre nur ein Kostenfaktor den man auch einsparen kann. Warum etwas verbessern, wenn es doch mit den alten Maschinen, die undicht waren und Strom fraßen funktionierte.
Gehalt/Benefits
Es gab leider immer die nächste „Krise“ (Corona, etc.) weswegen die Gehälter jahrelang nicht angehoben wurden.
Image
Nach außen hin hat die Firma sich als „Marktführer“ gegeben. Hinter den Kulissen hat man schnell gesehen was ablief.
Karriere/Weiterbildung
War wohl ein Fremdwort.