IT-Audit: Leider absolut nicht empfehlenswert – schlechte Führung und kein Respekt vor Mitarbeitern
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kündigungsprozess
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Respektloser und unberechenbarer Führungsstil.
Angst- und Druckatmosphäre statt Vertrauen.
Kommunikation besteht aus Kritik statt Austausch.
Weiterbildung und Entwicklung werden blockiert.
Außen glänzt das Unternehmen, innen herrscht Stillstand.
Verbesserungsvorschläge
Führungskräfte sollten dringend geschult werden in Mitarbeiterführung, Kommunikation und Respekt.
Es reicht nicht, nur mit Zertifikaten und einem guten Mundwerk vor Mandanten zu glänzen, während intern ein Klima aus Angst, Druck und Respektlosigkeit herrscht.
Mensch sein, nicht vergessen.
Ehrlicher Umgang mit Mitarbeitern statt Scheinwelt nach außen.
Statt Kontrolle und Einschüchterung: Vertrauen, Wertschätzung und echte Entwicklungsmöglichkeiten schaffen.
Arbeitsatmosphäre
Ich habe die Zeit dort als von Angst und Druck geprägt erlebt. Schon morgens ging man mit dem Gefühl ins Büro: „Was passiert heute wieder?“
Lob oder Anerkennung gab es nie – im Gegenteil. Es wurde klar vermittelt, dass man sich „glücklich schätzen“ solle, überhaupt hier zu arbeiten, und still alles hinnehmen müsse.
Image
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen als Vorzeigekandidat: Hochglanzauftritt, edle Möbel, perfekter Empfang für Mandanten. Intern ist das Bild ein anderes.
Work-Life-Balance
Private Belange spielen keine Rolle. Termine müssen eine Woche im Voraus beantragt und abgesegnet werden, Spontanität ist nicht möglich. Obwohl offiziell „flexible Arbeitszeit“ kommuniziert wird, wird in Meetings immer wieder auf feste Servicezeiten hingewiesen:
Montag – Donnerstag: 08:00–18:00 Uhr
Freitag: 08:00–16:00 Uhr
Wer mehr Arbeit hat, wird indirekt gedrängt, diese am Wochenende als „Hausaufgabe“ zu erledigen.
Karriere/Weiterbildung
Es wird viel über Zertifikate gesprochen, die angeblich das Ziel sind. Tatsächlich gab es in den Jahren keinen einzigen Mitarbeiter, der ein solches Zertifikat absolviert hat. Aufgaben zur Vorbereitung werden nicht vergeben, Weiterbildung wird abgelehnt. Auf den Vorschlag, kostenlose LinkedIn-Learning-Kurse zu nutzen, kam die Antwort: „Ein Teufel werde ich tun, um euch auf eine Weiterbildung zu schicken – auch wenn sie online ist.“
Gehalt/Benefits
Das Gehalt wurde pünktlich bezahlt. Eine Gehaltserhöhung oder Anpassung ist jedoch nicht realistisch, da viele das Unternehmen ohnehin vorher verlassen oder gekündigt werden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kann ich direkt nicht beurteilen, wäre unfair hier was dazu zusagen. Wir haben aber Müll getrennt
Kollegenzusammenhalt
Unter den Kollegen gibt es grundsätzlich nette Menschen, die aber nichts ausrichten können und sich still zurückhalten. Nach außen wird die „freundliche Schiene“ gefahren, hinter verschlossenen Türen entlädt sich Frust. Ich habe Kollegen schon weinen sehen.
Umgang mit älteren Kollegen
Keine Angaben möglich, da das Team sehr klein war.
Vorgesetztenverhalten
Im Vorstellungsgespräch heißt es, die Einarbeitung könne bis zu 1–2 Jahre dauern. Nach zwei Wochen wird man dann als „unfähig“ betitelt. Verbal wird ständig angegriffen: lautes Schreien, lächerliche Kommentare, herabwürdigendes Verhalten bis hin zu Ignoranz, wenn man nicht nach den Vorstellungen des Chefs funktioniert. Konflikten wird ausgewichen, indem man den Raum verlässt. Zudem wird alles kontrolliert – getarnt als wöchentlicher Report.
Arbeitsbedingungen
Die Büroräume sind modern, auch die Ausstattung ist gut. Es gibt Aufenthaltsräume mit Dartscheibe und Tischtennis, die aber kaum genutzt werden – aus Angst, negativ aufzufallen. Als „Benefit“ wird regelmäßig ein teurer, per Kran ins Gebäude gebrachter Baumtisch hervorgehoben, der angeblich für die Mitarbeiter sei, in Wahrheit aber nur für das Firmenimage.
Kommunikation
Unklar, widersprüchlich und oft herablassend. Es gibt sehr viele Meetings, die angeblich Wissen vermitteln sollen, tatsächlich aber meist reine Zeitverschwendung sind, da fast ausschließlich Kritik geäußert wird. Auf E-Mails oder Teams-Nachrichten wird häufig gar nicht geantwortet. Interne Kommunikation mit anderen Abteilungen war unerwünscht – auf Nachfrage kam die Antwort: „Das ist völliger Schwachsinn, die haben weniger Ahnung als du.“
Gleichberechtigung
Mitarbeiter – vor allem Associates – werden nicht geschätzt. Zitat: „Von neuen Mitarbeitern bekommen wir sowieso nichts.“
Interessante Aufgaben
Grundsätzlich wären interessante Aufgaben vorhanden, doch Eigeninitiative ist unerwünscht. So machen wie der Chef es will und gemacht hat. Mitarbeiter saßen teilweise drei Wochen an keiner einzigen Aufgabe. In Meetings wird lieber diskutiert, ob eine Spalte in Excel hellrot oder dunkelrot sein soll.

