Umsatzfokus, hohe Belastung und Defizite bei Kommunikation, Vergütung und Infrastruktur
Arbeitsatmosphäre
Fluktuation ist überdurchschnittlich, was sich negativ auf Wissenstransfer und Teamstabilität auswirkt.
Es entsteht der Eindruck, dass bestimmte Mitarbeitende oder Teams bevorzugt behandelt werden – insbesondere bei hoher Umsatzleistung.
Die Kommunikation ist infolge der wirtschaftlichen Situation mitunter rauer als gewohnt. Eine kürzlich erfolgte Umstrukturierung betraf auch langjährige Mitarbeitende sowie Teilzeitkräfte. Die Arbeitsplatzsicherheit / eigene Position wird dadurch zunehmend infrage gestellt.
Die Konzernmutter scheint selbst mit strukturellen Herausforderungen konfrontiert und übt möglicherweise zusätzlichen Druck auf das Unternehmen aus.
Image
Schoesslers verfügt über ein gutes Standing in der Branche, das sich jedoch nicht unmittelbar auf die Arbeitssituation der Mitarbeitenden überträgt.
Work-Life-Balance
Die Anzahl paralleler Projekte und Retainer ist hoch, was zu struktureller Überlastung führt.
Mobiles Arbeiten ist flexibel möglich. Auch Sabbaticals und temporäres Arbeiten aus dem Ausland können nach individueller Absprache realisiert werden.
30 Urlaubstage sind formal gegeben, jedoch müssen Betriebsferien davon abgezogen werden.
Überstunden werden nicht vergütet, die Arbeitszeit wird minutengenau erfasst.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten sind kaum vorhanden, und die Karriereentwicklung ist nur bis zu einem bestimmten Punkt möglich.
Gehalt/Benefits
Das Gehaltsniveau liegt im unteren Branchenbereich. Gehaltserhöhungen sind schwer erreichbar und erfolgen selten.
Die angebotenen Benefits sind im Vergleich zu anderen Unternehmen eher reduziert, aber okay.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen ist kein klar erkennbares Umwelt- oder Sozialengagement vorhanden, abgesehen von einzelnen PR-Aktionen für soziale Projekte oder Podcast.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist grundsätzlich gut, war jedoch in der Vergangenheit ausgeprägter. Durch die geringere Büropräsenz vieler Mitarbeitender und die vermehrte Arbeit im Homeoffice haben sich persönliche Kontakte reduziert, wodurch das Gemeinschaftsgefühl etwas nachgelassen hat.
Hinzu kommt eine überdurchschnittliche Fluktuation, die den Teamzusammenhalt zusätzlich beeinträchtigt und den Aufbau stabiler, eingespielter Strukturen erschwert.
Teamevents finden 2x jährlich statt und tragen kaum zur tatsächlichen Wertschätzung oder Entlastung bei.
Vorgesetztenverhalten
Je nach direkter Führungskraft unterscheidet sich das Führungsverhalten deutlich: Es reicht von unterstützend bis hin zu distanziert oder stark leistungsorientiert.
Im Management steht die Umsatzorientierung im Vordergrund.
Arbeitsbedingungen
Zentral gelegenes, ansprechendes Büro mit vollständiger Grundausstattung (Kaffee, Wasser etc.).
Diensthandy und Laptop werden bereitgestellt.
Die eingesetzten Tools stammen überwiegend von der Konzernmutter und sind technisch veraltet.
Moderne, effiziente Lösungen zur Unterstützung des Arbeitsalltags fehlen.
Kommunikation
Das Management verfolgt eine stark umsatzorientierte Strategie mit ausgeprägten Elementen von Mikromanagement.
Mitarbeitende werden regelmäßig über Unternehmensziele informiert, wobei Anpassungen an die wirtschaftliche Lage nur in geringem Maße erfolgen. Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen oder Vergütung sind kaum erkennbar.
Die interne Kommunikation erfolgt überwiegend hierarchisch und ist oft intransparent.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung und Vielfalt ist grundsätzlich vorhanden, jedoch besteht das aktuelle Management ausschließlich aus Männern ohne sichtbare familiäre Verpflichtungen.
Interessante Aufgaben
Die Bandbreite der Branchen ist groß und größtenteils interessant. Leider werden individuelle Stärken und Interessen bei der Zuweisung kaum berücksichtigt.