Netter Arbeitgeber mit Schwachstellen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv finde ich das schöne Büro, die Benefits und vor allem die spannenden Kund:innen. Gerade die interessanten Kund:innen machen die Arbeit grundsätzlich attraktiv. Gleichzeitig sollte man darauf achten, diesen Ansprüchen auch mit der eigenen Arbeitsweise gerecht zu werden und die Qualität der Betreuung entsprechend sicherzustellen. Ich würde den Arbeitgeber grundsätzlich weiterempfehlen. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass gehaltstechnisch nicht besonders viel Spielraum besteht und man durch den hohen Homeoffice-Anteil teilweise sehr auf sich allein gestellt ist. Außerdem ist die Unternehmenskultur recht spezifisch, sodass man persönlich gut ins Team und zur Arbeitsweise passen sollte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Negativ finde ich vor allem die Schreibtischsituation. Man muss sich seinen Arbeitsplatz selbst suchen und wenn man das vergisst oder spontan ins Büro kommt, kann es passieren, dass man am Küchentisch arbeiten muss. Auch der persönliche Umgang könnte teilweise besser sein. Manche Kolleg:innen sagen sich nicht einmal Hallo. Natürlich hat jeder mal einen schlechten Tag, allerdings wird schlechte Laune teilweise an anderen ausgelassen. Gleichzeitig gibt es auch viele super nette und hilfsbereite Kolleg:innen. Durch krankheitsbedingte Ausfälle muss Arbeit zudem immer wieder von anderen aufgefangen werden. Hier fehlt es teilweise an ausreichend Personal und einer besseren Planung.
Verbesserungsvorschläge
Es wäre sinnvoll, regelmäßig zu hinterfragen, welche Kommunikations- und PR-Ansätze heute noch zeitgemäß sind und wie Zielgruppen aktuell am besten erreicht werden. Dabei könnte stärker geprüft werden, ob die bisherige Art der PR noch die gewünschte Wirkung erzielt. Außerdem würden mehr Team-Events und gemeinsame Aktivitäten den Zusammenhalt stärken. Gemeinsame After-Work-Aktivitäten oder Mittagspausen finden eher selten statt; häufig wird schnell am Schreibtisch gegessen, anstatt gemeinsam Zeit zu verbringen oder zwischendurch an die frische Luft zu gehen.
Arbeitsatmosphäre
Insgesamt ist die Unternehmenskultur freundlich und angenehm. Besonders die Geschäftsführung begegnet den Mitarbeitenden auf Augenhöhe und ist stets freundlich. Auch das Büro ist sehr schön. Unter einigen jüngeren Kolleg:innen gibt es allerdings gelegentlich Lästereien hinter dem Rücken anderer. Zudem wird viel geraucht, wodurch regelmäßig und teilweise sehr häufig Rauchpausen gemacht werden.
Durch den hohen Homeoffice-Anteil ist die Kommunikation teilweise schwierig und langwierig. Der Kollegenzusammenhalt ist grundsätzlich gut und die meisten Kolleg:innen sind nett und hilfsbereit. Die Work-Life-Balance ist durch Homeoffice und 30 Urlaubstage gut, allerdings sind die Arbeitszeiten mit 9–18 Uhr relativ starr. Wer früher gehen möchte, wird teilweise kritisch angesehen.
Die Kund:innen und Themen sind grundsätzlich spannend, die Aufgaben wiederholen sich jedoch häufig. Pressemitteilungen werden beispielsweise immer nach demselben Schema bearbeitet und die verwendete Software wirkt veraltet. Insgesamt wird eher das Nötigste umgesetzt, wodurch die Arbeitsweise teilweise nicht mehr ganz zeitgemäß wirkt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist im Vergleich zu den Anforderungen und Qualifikationen eher niedrig und bietet aus meiner Sicht deutlich Luft nach oben. Teilweise verdienen Mitarbeitende mit Masterabschluss kaum mehr als Personen in klassischen Vollzeitjobs, beispielsweise im Einzelhandel. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Qualifikation, Verantwortung und Leistung finanziell nicht immer angemessen berücksichtigt werden.
Gleichberechtigung
Das Unternehmen legt großen Wert auf Gleichberechtigung und positioniert sich als B-Corp-Unternehmen klar zu Nachhaltigkeit und Vielfalt. Das zeigt sich auch im Arbeitsalltag, beispielsweise beim grundsätzlich vegetarischen Mittagessen. Die Agentur ist sehr divers aufgestellt, was grundsätzlich für ein vielfältiges und offenes Umfeld sorgt. Gleichzeitig ist die Unternehmenskultur dadurch sehr spezifisch, sodass man persönlich gut dazu passen sollte.
Im Umgang mit älteren Kolleg:innen herrscht grundsätzlich ein respektvoller Umgang. Gleichzeitig merkt man teilweise, dass einige noch stärker aus der „alten Schule“ kommen, insbesondere beim aktuellen Know-how rund um Social Media und moderne Kommunikationsformen.