Mit voller Kraft vor die Wand?
Gut am Arbeitgeber finde ich
Im Moment AUSSCHLIESSLICH das Auskommen mit einzelnen MA im Bereich und die Bezahlung, und selbst die wird sich ja bald reduzieren, so dass ein Absprung in einen etwas schlechter bezahlten, aber vielleicht wieder Freude bereitenden Job nicht mehr so schmerzhaft sein wird.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe oben. Wo soll ich da anfangen?
Verbesserungsvorschläge
Nachhaltige Entwicklung und Stärkung auf dem Weltmarkt durch Verkauf an eine Investor-Firma? Soweit so gut, aber warum müssen wir Mitarbeiter so stark darunter leiden?
Arbeitsatmosphäre
In der Führungsetage wird zurzeit alles dafür getan, den Mitarbeitern das Berufsleben zur Hölle zu machen. Schikane, Unehrlichkeit und emotionaler Druck stehen auf der Tagesordnung. Der Betriebsrat unternimmt nichts, nickt alles bloß wohlwollend ab, besitzt aber dennoch die Frechheit, für die kommende Wahlperiode wieder für sich zu werben.
Image
Schülke & Mayr hatte nach außen hin lange lange Zeit ein kaum zu toppendes Ansehen. Dies ist vorbei. Wen immer man fragt, wer einmal in der heutigen Zeit bei schülke gearbeitet hat, wird niemals ein gutes Wort, geschweige denn eine Bewerbungsempfehlung aussprechen.
Work-Life-Balance
Es wird erwartet, dass man springt, wann immer es dem Arbeitgeber passt. Flexibilität der Mitarbeiter nennen sie das, wenn man 4 Tage vor einer Sonderschicht die Ankündigung verpflichtend erhält.
Karriere/Weiterbildung
Wer sich nicht selbst intensiv kümmert, bekommt nicht einmal Seminare aus dem jährlich erscheinenden Schulungskatalog zugewiesen. Karrieremäßig ist nicht viel drin, man wird klein gehalten. Kritisiert man öffentlich Missstände in der Firma, bzw. setzt man sich für andere MA ein, wird man strafversetzt oder gleich gekündigt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist ordentlich und wahrscheinlich im Moment der einzige Aspekt, der die Kollegen noch bei diesem Arbeitgeber hält, wobei gesagt werden muss, dass Zulagen, wie Sonntagszuschlag und Erschwerniszulage gekürzt, bzw. abgeschafft wurden. Fängt die Nachtschicht halt nicht Sonntags, sondern Montags an. Ihr habt neue Hilfsmittel? Prima! Dann braucht ihr ja nicht mehr soviel Erschwerniszulage. So schrumpft das Entgelt mal eben fix um gut 200€ netto im Monat. Die Firma freut sich und der kleine Mitarbeiter muss halt sehen, wie er zurecht kommt. Generell gilt bei den Führungskräften wohl das Motto "Geld ist keine Motivation". Zu welchem Zwecke geht man denn sonst arbeiten? Aus Gutherzigkeit wohl nicht. Ob es wohl Prämien für jeden gesparten Euro gibt? Hmm...
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umweltaspekte sind meist nur für das externe Publikum aufbereitet und dann noch meist Augenwischerei. Fässer werden nach jeder Benutzung vor dem Lagern in Folie eingewickelt. Unsinnigerweise ebenso die IBC-Container vor der Befüllung. Generell fällt im Herstellbereich eine Unmenge an Müll an und gut recyclebare Verpackungen aus Pappe werden durch Plastik umhüllt von Plastik ersetzt. Nachhaltigkeit? Fehlanzeige.
Kollegenzusammenhalt
Hat durch die angespannte Lage stark gelitten, viele schauen nur noch, wie sie selbst am besten durch den Tag kommen. Manche Kollegen sprechen kaum mehr miteinander oder behindern sich gegenseitig.
Umgang mit älteren Kollegen
Die älteren Mitarbeiter bekommen Altersfreizeit, sonst ändert sich nicht viel.
Vorgesetztenverhalten
Vom Schichtleiter bis zum Meister noch alles in Ordnung. Alles darüber legt ein teilweise geradezu unsoziales Bild an den Tag. In spontanen Meetings wird uns die tagesaktuelle Intrige wie selbstverständlich vorgetragen, auf dem Flur halten diese Personen den Kopf nach unten, um bloß niemanden grüßen zu müssen.
Arbeitsbedingungen
Es werden Hilfsmittel angeschafft, die nicht in allen Bereichen eingesetzt werden können (z. B. Deckenhöhe). Die Luft ist in zwei Bereichen - gerade im Sommer - unerträglich.
Kommunikation
Lässt meist zu wünschen übrig. Die eine Hand weiß nicht, was die andere macht. Schichtübergabe gibt es nur noch auf dem Papier, dadurch gehen oftmals wertvolle Informationen verloren, die die Folgeschicht dann aufarbeiten muss.
Gleichberechtigung
Soweit ich es mitbekommen habe, hat jeder Mensch, ob Mann, Frau, Divers, schwarz, weiß, LSBTI, behindert.... dieselben Chancen im Unternehmen und wird gleich behandelt.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit an sich macht Spaß, wenn denn die Umstände passen würden. Man hat keine Lust mehr zu kommen, viele haben schon resigniert.