Als Zwischenstation in Ordnung, langfristig keine Perspektive.
Gut am Arbeitgeber finde ich
100% Remote, Team,
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
* Teilweise fehlende Verbindlichkeit in der Kommunikation: Aussagen und Entscheidungen wurden aus meiner Wahrnehmung später verändert oder relativiert.
* Entscheidungen der Führung waren für mich nicht immer transparent oder nachvollziehbar begründet.
* Hohe Arbeitsbelastung bei zunehmender Kundenzahl und gleichzeitig schwierigen Vertretungsmöglichkeiten.
* Während meiner Zeit habe ich vergleichsweise viele personelle Wechsel wahrgenommen, wodurch bei mir der Eindruck einer hohen Fluktuation entstand.
* Das Verhältnis zwischen Gehalt, Verantwortung und Arbeitsbelastung empfand ich als nicht angemessen.
* Der konkrete Mehrwert des angebotenen Leistungsmodells für die Kunden war für mich nicht immer klar erkennbar.
* Entwicklungsmöglichkeiten waren grundsätzlich vorhanden, allerdings hatte ich den Eindruck, dass unterschiedliche Vorstellungen darüber bestanden, wie sich die Rolle der Finanzmanager langfristig entwickeln sollte.
* Teilweise fehlten aus meiner Sicht klare und bereits etablierte Strukturen und Prozesse.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht könnte insbesondere die Verbindlichkeit und Transparenz in der Führung verbessert werden. Getroffene Aussagen und Absprachen sollten möglichst Bestand haben oder Änderungen zumindest nachvollziehbar begründet und kommuniziert werden. Entscheidungen sollten aus meiner Sicht weniger situativ wirken und stattdessen auf klaren und transparenten Kriterien basieren.
Gerade bei weitreichenden Personalentscheidungen würde ich mir eine nachvollziehbare Begründung und einen wertschätzenden Umgang wünschen. Darüber hinaus halte ich es für wichtig, das eigene Leistungsversprechen noch klarer zu definieren: Welchen konkreten Mehrwert bietet das Unternehmen seinen Kunden und wodurch unterscheidet sich die angebotene Leistung von Alternativen? Eine klare Antwort darauf könnte sowohl den Kunden als auch den Mitarbeitenden mehr Orientierung geben. Während meiner Zeit im Unternehmen habe ich vergleichsweise viele personelle Wechsel wahrgenommen. Dadurch entstand bei mir persönlich der Eindruck einer hohen Fluktuation. Aus meiner Sicht wäre es sinnvoll, die Ursachen dafür stärker zu analysieren und Maßnahmen zur langfristigen Mitarbeiterbindung zu entwickeln.
Arbeitsatmosphäre
Das Arbeitsklima empfand ich insgesamt als in Ordnung. Es gab aus meiner Wahrnehmung heraus relativ viel Flurfunk und Gespräche über andere Personen. Grundsätzlich konnte man sich jedoch auf seine Aufgaben konzentrieren. Teilweise wurde die Arbeit durch die noch überschaubaren bzw. nicht vollständig etablierten Strukturen in Kombination mit festen Deadlines erschwert.
Image
Für mich war der konkrete Mehrwert des angebotenen Produkts bzw. der Dienstleistung nicht immer eindeutig erkennbar. Teilweise hatte ich auch den Eindruck, dass der Nutzen für die Kunden nicht durchgehend klar vermittelt werden konnte. Aus meiner Sicht könnte das Leistungsversprechen und der konkrete Mehrwert für die Kunden deutlicher herausgearbeitet und kommuniziert werden.
Work-Life-Balance
Die Regelung zu Überstunden empfand ich als kritisch. Nach meinem damaligen Verständnis waren bis zu vier Überstunden pro Woche bereits mit dem Gehalt abgegolten. Diese Regelung habe ich persönlich als wenig attraktiv und nicht besonders arbeitnehmerfreundlich wahrgenommen. Nach meinem damaligen Verständnis war das Ziel, pro Mitarbeiter etwa zehn Kunden zu betreuen und damit eine möglichst hohe Auslastung zu erreichen. Gerade für Mitarbeitende mit noch wenig Erfahrung in diesem Bereich kann dies aus meiner Sicht zu einer hohen Arbeitsbelastung führen und die Work-Life-Balance entsprechend beeinträchtigen. Die Vertretung bei krankheitsbedingten Ausfällen empfand ich als schwierig. Da die Mitarbeitenden jeweils unterschiedliche Kunden betreuen und entsprechend unterschiedlich tief in den jeweiligen Themen stecken, war es aus meiner Erfahrung nur bedingt möglich, kurzfristig für Kollegen einzuspringen. Dadurch konnten Ausfälle die Arbeitsbelastung im Team zusätzlich erhöhen.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten waren grundsätzlich vorhanden, insbesondere durch den regelmäßigen Einsatz und Wechsel neuer Tools und Systeme (KI). Der bereits erwähnte Kollege aus dem CFO-Bereich setzte sich aus meiner Wahrnehmung dafür ein, jüngere Finanzmanager fachlich weiterzuentwickeln und ihnen perspektivisch eine eigenständigere Tätigkeit als Berater zu ermöglichen. Diesen Ansatz empfand ich als sehr positiv. Gleichzeitig hatte ich persönlich den Eindruck, dass die Geschäftsführung hinsichtlich der langfristigen Rollenverteilung und Entwicklung der Finanzmanager teilweise andere Vorstellungen verfolgte.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt empfand ich im Verhältnis zu den Aufgaben und der Verantwortung als eher unterdurchschnittlich. Nach meinem Wechsel konnte ich bei einer vergleichbaren Position eine deutliche Gehaltssteigerung jährlich erzielen, was meinen persönlichen Eindruck zusätzlich bestätigt hat.
Kollegenzusammenhalt
Die Zusammenarbeit mit den Teamkollegen habe ich, bis auf wenige Ausnahmen, als angenehm und kollegial empfunden.
Umgang mit älteren Kollegen
Im Rahmen eines internen Gesprächs wurde eine Bewerbungsentscheidung thematisiert, deren Begründung ich persönlich als irritierend empfunden habe. Da ich selbst nicht am Auswahlprozess beteiligt war, kann und möchte ich die Hintergründe nicht abschließend beurteilen.
Vorgesetztenverhalten
Die Kommunikation und Entscheidungsfindung durch die Führung empfand ich teilweise als wenig nachvollziehbar. Aussagen oder Entscheidungen wurden aus meiner Wahrnehmung heraus teilweise nach einigen Wochen verändert oder anders dargestellt, ohne dass die Gründe dafür für mich immer ersichtlich waren. Einige Entscheidungen wirkten auf mich eher spontan bzw. situativ als langfristig und transparent begründet. Dadurch fiel es mir teilweise schwer, Aussagen und Absprachen als verlässlich einzuschätzen.
Arbeitsbedingungen
Die Homeoffice-Möglichkeiten habe ich als positiv empfunden. Gleichzeitig war die Arbeitsbelastung teilweise hoch, insbesondere durch die Anzahl der zu betreuenden Kunden und die begrenzten Vertretungsmöglichkeiten bei Ausfällen. Dadurch konnten stressige Phasen entstehen.
Kommunikation
Aussagen und Absprachen wurden aus meiner Wahrnehmung teilweise im Nachhinein relativiert, verändert oder anders dargestellt. Das empfand ich persönlich als irritierend und hat bei mir teilweise für Unsicherheit hinsichtlich der Verbindlichkeit von Aussagen gesorgt.
Gleichberechtigung
Aus meiner persönlichen Wahrnehmung gab es innerhalb des Unternehmens teilweise eine gewisse Trennung zwischen länger beschäftigten und neu hinzugekommenen Mitarbeitenden. Diese Dynamik war im Arbeitsalltag stellenweise spürbar.
Interessante Aufgaben
Durch die unterschiedlichen Kunden und deren individuelle Anforderungen besteht grundsätzlich die Möglichkeit, viel zu lernen und verschiedene Einblicke zu gewinnen. In der Rolle als Finanzmanager besteht der Arbeitsalltag meiner Erfahrung nach jedoch auch aus vielen wiederkehrenden Routineaufgaben, die nach einer gewissen Zeit etwas eintönig werden können. Positiv hervorheben möchte ich einen Kollegen aus dem CFO-Bereich, der sich viel Zeit genommen und großes Engagement gezeigt hat. Von seiner Erfahrung und seinem Fachwissen konnte man viel lernen, was ich als sehr wertvoll empfunden habe.