Führung bleibt – Leistung geht: Betriebszugehörigkeit entscheidet
Arbeitsatmosphäre
Wer hier mit dem Anspruch beginnt, gestalten zu wollen, scheitert nicht an der Aufgabe, sondern an systematischer Ignoranz. Kompetenz und Leistungsfähigkeit werden durch langjährige Zugehörigkeit ersetzt. Das Unternehmen schützt inkompetente und toxische Führungskräfte – strukturell, konsequent und auf Kosten derjenigen, die Verantwortung übernehmen und Ergebnisse liefern.
Die langjährige Führungsebene der ersten und zweiten Hierarchiestufe agiert wie ein geschlossenes System. Fehler werden nicht transparent aufgearbeitet, sondern intern „versteckt“. Die eigenen Macht- und Privilegienstrukturen werden indes gut verwaltet.
Karriere/Weiterbildung
Wer professionelle Führung und Entwicklung erwartet, sollte sich definitiv woanders umschauen.
Vorgesetztenverhalten
Was ich zuletzt persönlich erlebt habe, ging über kulturelle Defizite hinaus. Nach Einreichung meiner Kündigung wurde eine zuvor zugesagte Vereinbarung durch die zuständige Führungskraft als Druckmittel eingesetzt.
Mir wurde klar signalisiert, dass diese nur dann eingehalten werde, wenn ich ihr eigenes Fehlverhalten nicht offenlege. Trotz offizieller Compliance-Meldung sowie bereits zuvor an den Vorstand eskalierter Hinweise durch frühere Mitarbeitende auf das Führungsverhalten dieser Abteilungsleiterin verblieb diese in ihrer Leitungsfunktion – mit der Begründung, man habe „halt gerade keine bessere Alternative“.
Damit wurde deutlich, dass selbst bei bekannten Problemen weder eine inhaltliche Aufarbeitung noch personelle Konsequenzen erfolgen, solange langjährige Betriebszugehörigkeit die fehlende Eignung ersetzt. Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden auf operativer Ebene wird strukturell vermieden.
Kommunikation
Die letzten Mitarbeitenden mit Gestaltungsanspruch haben das Unternehmen mittlerweile verlassen. Zurück bleibt eine müde Belegschaft zwischen Resignation und Alternativlosigkeit, die fehlende Kultur und Haltung mit „schlechter interner Kommunikation“ umschreibt – und eine Führung, die diesen Zustand als Stabilität interpretiert.

