Nicht unterbezahlt, aber auch nicht wertgeschätzt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist sehr stark, was den Arbeitsalltag deutlich angenehmer macht. Außerdem ist das Gehalt für Tischler grundsätzlich gut, mehr leider nicht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kaum Wertschätzung für gute Arbeit, ständiger Druck durch unrealistische Vorgaben, schlechte Kommunikation von höheren Stellen, unzureichende Weiterbildungsmöglichkeiten, eingeschränkte Work-Life-Balance und schlechte Arbeitsbedingungen.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Wertschätzung und Anerkennung für erbrachte Leistungen zeigen, realistische Zielvorgaben setzen, die Kommunikation zwischen höheren Stellen und Mitarbeitern verbessern, Weiterbildungsmöglichkeiten ausbauen, Arbeitsbedingungen in der Halle verbessern – z. B. mehr Hebewerkzeuge, bessere Lüftung und Schutz vor Staub – sowie die Mitarbeiter am Erfolg der Firma beteiligen. Wenn die Produktionsmitarbeiter das Produkt herstellen, aber immer gefühlt auf der letzten Stufe stehen, ist das nicht förderlich.
Arbeitsatmosphäre
Bei den Vorarbeitern gibt es zwar einzelne Ausnahmen, das eigentliche Problem liegt jedoch eindeutig bei den höheren Stellen: Statt Anerkennung für erbrachte Leistungen gibt es ständigen Druck durch unrealistisch hohe Vorgaben. Nicht erreichte Tagesziele werden sofort thematisiert, während Unterstützung oder konstruktive Lösungsvorschläge komplett fehlen. Dadurch entsteht ein dauerhaft angespanntes und demotivierendes Arbeitsklima.
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Naja...
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist stark eingeschränkt. Durch den wöchentlichen Wechsel zwischen Früh- und Spätschicht fällt es schwer, private Termine und Erholung einzuplanen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umwelt- und Sozialbewusstsein sind praktisch nicht vorhanden.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind sehr eingeschränkt. Für normale Mitarbeiter gibt es kaum Angebote, und selbst bei Nachfrage passiert meist wenig bis gar nichts. Von den höheren Stellen wird kaum Initiative gezeigt, hier wird selten aktiv unterstützt oder gefördert.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist wirklich stark und trägt dazu bei, den Arbeitsalltag erträglicher zu machen. Leider wird das Team durch das Verhalten der höheren Stellen zunehmend gespalten: Schichten werden gegeneinander aufgestachelt, was insgesamt für ein schlechtes Klima sorgt. Bei Entscheidungen scheint es ausschließlich um Zahlen zu gehen – welche Mitarbeiter in welcher Abteilung arbeiten oder wie erfahren sie in ihrem Bereich sind, wird dabei völlig ignoriert.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen werden kaum unterstützt. Vor allem die körperliche Belastung wird nicht berücksichtigt, sie müssen die gleichen Vorgaben wie alle anderen erfüllen, ohne Rücksicht auf Alter oder Erfahrung.
Vorgesetztenverhalten
Die Vorgesetzten zeigen kaum Wertschätzung für erbrachte Leistungen. Durch die nicht vorhandene Anerkennung ist die Arbeitsmoral im Team stark gesunken. Vor allem die Produktionsleitung ist extrem unbeliebt: Ständig wird nur gefordert, während Fragen zu Lohnerhöhung, Weiterbildung oder Entwicklung regelmäßig vertröstet werden – auf ‚demnächst‘ oder ‚wir müssen das uns mal anschauen‘. An den unrealistischen Vorgaben wird um jeden Preis festgehalten, egal wie sehr dabei die Mitarbeiter überlastet oder ‚verbrannt‘ werden. Konstruktive Unterstützung gibt es kaum.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen in der Arbeitsstätte sind schlecht. Bei Hitzewellen wird schon seit mehreren Jahren kaum Rücksicht genommen. Extreme Staubbelastung ist Alltag, und für schwere Platten oder Holzbalken stehen viel zu wenige Hebewerkzeuge zur Verfügung. Ein Teil der Probleme liegt zwar an der Aufteilung der Halle, trotzdem gäbe es bestimmt Möglichkeiten, die Situation zu verbessern.
Kommunikation
Ein offener Dialog ist nicht vorhanden. Neue Aufgaben oder Änderungen werden einfach in die Produktion geworfen – nach dem Motto ‚seht zu, wie ihr klar kommt‘. Wie etwas umgesetzt werden soll, erklärt niemand, wodurch unnötige Verwirrung und zusätzlicher Druck entsteht. Besonders problematisch ist, dass die Geschäftsleitung in der aktuellen schwierigen Situation der Bau-Branche keinerlei Informationen über die Lage oder einen Plan für die Zukunft mit konkreten Maßnahmen gibt – stattdessen werden schöne Verkaufsfilmchen für die neue Produktlinie WHITE&BLACK produziert, während Themen wie Stellenabbau oder andere relevante Sorgen komplett ausgeklammert werden.
Gehalt/Benefits
Für Tischler ist das Gehalt grundsätzlich gut, allerdings hängt es stark davon ab, in welcher Abteilung man arbeitet. Aus meiner Sicht gibt es kaum Möglichkeiten, langfristig deutlich aufzusteigen oder größere Gehaltssprünge zu erzielen. Höhere Stellen zeigen dabei auch keine Anstrengung, etwas zu ändern, wenn man sie darauf anspricht.
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben gibt es kaum – es ist halt immer das Gleiche.