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searchperts 
Deutschland 
GmbH
Bewertung

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Tolle Agentur – schlechtes Onboarding.

3,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Düsseldorf gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Arbeitskollegen und das Gehalt. Die Lage der Agentur ist ebenfalls super. Der Fairness halber muss ich hier anmerken: Den Chef habe ich eigentlich, trotz allem, sehr gemocht.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das Verhalten der Vorgesetzten. Die Spitze kam am Ende meiner Zeit bei Searchperts:

Ich fehlte gegen Ende aufgrund einer Infektion zwei Wochen. In Rücksprache mit meinem Chef schrieb man mir, dass ich, wenn ich mich fit genug fühle, vom Homeoffice aus arbeiten kann. Dies tat ich dann, da ich nicht noch länger fehlen wollte. Als ich meine Vorgesetzte dann um ein Gespräch bat, da ich in einer sehr schwierigen privaten Situation steckte, fragte sie mich, ob ich es gerne mache, einfach von der Arbeit fernzubleiben, dass ja alles in den SOP's stehe (Ich kann dieses Wort nicht mehr hören) und HO nicht möglich sei. Man schien nichts von der Absprache mit dem Chef zu wissen. Am Ende entgegnete man, dass man ja Verständnis für meine private Situation habe, man sich aber beraten müsse, wie es weitergehe. Man sagte mir, dass ich um 18 Uhr einen Anruf erhalte und wir gemeinsam klären, wie es weitergeht. Es kam kein Anruf. Man fuhr zu mir nach Hause und schob eine Kündigung mit unzulässiger Kündigungsfrist unter der Haustür durch. Ich wurde umgehend aus allen Systemen entfernt, man hat meinen Chat-Zugang gesperrt und mir eine halbherzige E-Mail gesendet, dass man mich ja sehr geschätzt hat. Meine Vorgesetzte hat sich nciht erneut bei mir gemeldet, trotz versprochenem Telefonat.

Verbesserungsvorschläge

Überdenkt euer Onboarding. Wenn ihr nicht dazu in der Lage seid, aufgrund der Kapazität und aufgrund des Verhaltens mancher Mitarbeiter einen Trainee ordentlich auszubilden, dann lasst es.

Arbeitsatmosphäre

Ich fing als Trainee im Bereich SEA-Campaign-Management bei Searchperts an und der erste Monat war sehr interessant. Die Stimmung im Team ist aufgeladen und man spürt die Motivation, die in der Agentur drinsteckt. Ab dem zweiten Monat ging es jedoch steil bergab. Plötzlich fehlte jede Spur vom Willkommensein und die Arbeitsatmosphäre war angespannter.

Image

Nach außen hin eine sehr dynamische, motivierte Agentur im Performance Marketing.

Work-Life-Balance

Im Bewerbungsgespräch erklärt man den Bewerbern, dass die Definition von 'Work-Life-Balance' abgelehnt wird, da diese davon ausgehe, dass man erst nach der Arbeit lebe. Der Fokus soll entsprechend auf guten Arbeitsbedingungen liegen, dann löse sich dieses Problem von allein. Klingt an sich gut, mit anderen Worten hieß das: Du bleibst in der Regel länger, aber dafür ist die Stimmung ja auch 'gut', nicht nennenswert besser, als in anderen Unternehmen. Es wird sehr viel inzensiert, unter anderem der 'Matcha Mittwoch', der in meinen zwei Monaten lediglich 2x stattfand. Ich bin im ersten Monat standardmäßig um 08:40 Uhr angekommen und war bis ca. 18:00 Uhr dort.

Karriere/Weiterbildung

Karrieremöglichkeiten gibt es, da die Agentur aufgrund der Größe viele Funktionen auf die vorhandenen Mitarbeiter aufteilen muss.

Gehalt/Benefits

Der Gehalt war in Ordnung.

Kollegenzusammenhalt

Die Mitarbeiter waren an sich super. Ich mochte meine direkten Arbeitskollegen sehr, sehr gerne. Waren aber auch nur zwei, die Agentur ist sehr klein.

Umgang mit älteren Kollegen

Gibt keine, die Agentur ist sehr klein.

Vorgesetztenverhalten

Anfangs ganz in Ordnung, am Ende eine Katastrophe. Als ich in meiner TRAINEE-ZEIT im zweiten Monat kurz etwas überfordert war, kam meine Vorgesetzte zu mir, sprach mich an und sagte: 'Ich kann direkt sagen, dass alles noch viel schlimmer wird, das hier ist noch gar nichts.“ Voller Unverständnis, als hätte ich nicht das Recht dazu, beim Lernen auch mal zu wackeln. Noch einmal, in der Trainee-Zeit, in der man lernt. Darüber hinaus hat man erneut in einem privaten Zweiermeeting gesagt, dass ich nicht so laut ausatmen soll, 'da ein Seufzer demotivierend auf andere wirke'.. ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Gegen Ende hat meine Vorgesetzte mir auch verboten, meinen Laptop für Notizen zu nutzen, da per Hand Geschriebenes besser zu merken sei. Das erschwerte das lernen deutlich, man hat ja ohnehin keine Zeit gehabt, neue Arbeitsschritte genauer zu erklären.

Ich wurde auch lange nach Feierabend noch angeschrieben und meine Vorgesetzte reagierte teils angegriffen auf Nachrichten, welche dann in einem privaten Meeting geklärt werden mussten. Aus dem Versuch ein Missverständnis aufzuklären, sah man ein Angriff aufs Ego.

Arbeitsbedingungen

Nicht zumutbar. Ich habe mir Referenzen von Freunden aus anderen Agenturen eingeholt, mich beraten und viel durchgehen lassen, aber schlussendlich war es einfach nicht machbar. Es wird gefordert, gefordert, gefordert. Für Erklärungen bleibt jedoch keine Zeit. Die Verantwortung wächst, die Ausbildung bleibt auf der Strecke. Es wird von 'Learning by doing' gesprochen, was auch super ist, aber das funktioniert nur mit Struktur und einer Ansprechperson, die im Zweifel aufklären kann. Vor allem, wenn man Werbebudgets von Kunden managed.

Kommunikation

Schrecklich. Meine Vorgesetzte hatte selten Zeit für Fragen, Termine zur Klärung erfolgten teils erst Stunden später. Wenn diese Termine stattfanden, entgegnete man stets in einem ablehnenden Ton, dass man ja in die SOP's schauen solle, denn da stehe ja alles drin. Oftmals kam es dann vor, dass diese SOP's eben NICHT meine Frage beantworten konnten, was dann trocken mit einem „Ja, das konntest du nicht wissen“ abgehakt wurde - nachdem ich teils stundenlang nicht wusste, was ich tun soll. An der Stelle könnte man meinen, dass ich ja andere Leute hätte fragen können, aber Fehlanzeige. Die Ansprechperson war klar vorgegeben, man wiederholte mehrfach, dass ich die anderen Personen nicht fragen soll.

Ein Mitarbeiter trägt in seiner Fokuszeit Baustellenkopfhörer und schreibt einem Privat, dass man im Office nicht reden soll. Meine Vorgesetzte wiederholte mehrfach in privaten Zweiermeetings, dass ich in Zukunft keine Gespräche mehr im Büro führen soll, da dies ablenken würde. Wenn ich eine Frage habe, habe ich sie privat anzuschreiben, obwohl sie direkt vor mir saß. Diese Nachrichten wurden dann, wie oben erwähnt, teils gar nicht beantwortet.

Gleichberechtigung

Alle werden gleich behandelt. Zumindest nach meiner Einschätzung.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind spannend, Google Ads ist ein wahnsinnig spannendes Thema. Schade nur, wenn es nicht richtig gezeigt wird.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Arbeitgeber-Kommentar

Damian ZielinskiGeschäfsführer

Vielen Dank für dein ausführliches und offenes Feedback.

Auch wenn wir am Ende nicht zueinander gepasst haben, schätzen wir, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Sicht so detailliert zu schildern. Einiges davon nehmen wir mit und haben bereits Anpassungen vorgenommen, anderes möchten wir aus unserer Perspektive ergänzen, damit sich Leser ein vollständigeres Bild machen können.

Was wir unterschreiben können

Kollegen & Themen:
Wir freuen uns sehr, dass du Team und Aufgaben (Google Ads) als positiv und spannend erlebt hast. Genau das wollen wir bieten: anspruchsvolle Themen mit motivierten Leuten.

Onboarding‑Lernkurve:
Dass Performance Marketing und Google Ads am Anfang „wackelig“ sind, ist normal. Wir wissen, dass der Einstieg intensiv ist und arbeiten laufend daran, unsere Strukturen (SOPs, Schulungen, Shadowing) weiter zu verbessern.

Lautstärke & Deep Work:
Das Thema Fokus vs. Lautstärke im Office haben wir ernst genommen. Inzwischen haben wir zusätzliche Maßnahmen für mehr Ruhe umgesetzt (z. B. Schall-Elemente, klar definierte Deep‑Work‑Bereiche), damit konzentriertes Arbeiten besser möglich ist.

Wo wir Dinge anders sehen oder ergänzen möchten

Aus Respekt vor deiner Privatsphäre gehen wir nicht auf persönliche Details ein, aber ein paar Punkte möchten wir grundsätzlich einordnen:

1. Onboarding & Verfügbarkeit
In der Trainee‑Phase ist es uns wichtig, dass ausreichend gemeinsame Zeit für Einarbeitung, Training und Feedback bleibt. Wenn es in dieser Phase zu längeren Ausfall- oder Homeoffice‑Zeiten kommt, wird es in einem sehr technischen Bereich wie SEA‑Campaign‑Management schnell schwierig, das geplante Onboarding in der kurzen Probezeit voll umzusetzen.

2. Kommunikation & Struktur
Es stimmt, dass wir stark mit SOPs arbeiten – das ist bewusst so, weil wir komplexe Themen möglichst wiederholbar und verständlich machen wollen. Sie sollen Unterstützung sein, kein „Buzzword“.
Gleichzeitig nehmen wir ernst, dass du dich in einzelnen Situationen damit allein gelassen gefühlt hast. Hier müssen wir besser balancieren zwischen Eigenständigkeit und Ansprechbarkeit bei Unsicherheit.

3. Arbeitsatmosphäre & Workload
Wir kommunizieren im Bewerbungsgespräch offen, dass Performance Marketing kein klassisches „9‑to‑5 mit Füße hochlegen“ ist. Es gibt Phasen mit mehr Druck, und wir suchen Menschen, die genau darauf Lust haben.
Genauso klar ist für uns, dass Überstunden nicht zur stillschweigenden Norm werden sollen. Wir achten darauf, Arbeitszeiten und Lernaufwand transparent zu besprechen und besser zu begleiten.
Zur Einordnung: „Matcha Mittwoch“ ist kein wöchentlicher Benefit, sondern ein wiederkehrendes Format, das ungefähr einmal im Monat stattfindet und manchmal auch häufiger.

4. Trennung & Kündigungsprozess
Die Entscheidung zur Trennung ist uns nicht leichtgefallen. Ausschlaggebend war für uns die Kombination aus fachlichen Herausforderungen und der Einschätzung, ob in der verbleibenden Probezeit ein sicheres Onboarding möglich ist. Aus unserer Sicht war das leider nicht mehr realistisch.
Wir sehen im Rückblick, dass wir den Prozess und die Kommunikation rund um die Trennung noch klarer und einfühlsamer gestalten können und arbeiten daran.

Du hast recht: Performance Marketing und Google Ads sind nicht für jeden das Richtige – und das ist okay.

Wir sehen unsere Verantwortung darin,

- ehrlich zu kommunizieren, was einen hier erwartet,
- Trainees im Rahmen unserer Möglichkeiten gut auszubilden
- und im Zweifel auch zu sagen: „Das wird so, in dieser Konstellation und Zeit, nicht funktionieren.“

Wir wünschen dir aufrichtig alles Gute für deinen weiteren Weg – fachlich und persönlich – und nehmen dein Feedback zum Anlass, Kommunikation, Onboarding und die Balance aus Struktur und Unterstützung weiter zu verbessern.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.