Guter Arbeitgeber mit Potential nach oben
Gut am Arbeitgeber finde ich
Viele enthusiastische Kollegen.
Shared Desk Möglichkeit - heißt für mich: Man kann auch an anderen Standorten an einem vollwertigen Arbeitsplatz arbeiten.
30+2 Tage Urlaub, Urlaubsmitnahme bis Ende Mai des Folgejahres, 10 bezahlte Kindkrank-Tage pro Kind. Leider gibt es keine Betriebsvereinbarung mit einem Betriebsrat.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zielvereinbarung mit leistungsorientierter Vergütung ohne Vorhandensein eines Betriebsrats, der im Zweifelsfall schlichten kann.
Keine Zeiterfassung und somit keine Gleitzeitmöglichkeiten. Das ist ein großer Wettbewerbsnachteil aus meiner Sicht.
Kein 100% Remote. Im Mobile Office muss sich der Mitarbeiter selbst um seine Gesundheit kümmern, indem er sich um eine angemessene Büroausstattung (Arbeitstisch/Stuhl) kümmert.
Verbesserungsvorschläge
In Büroräumen Schallschutzmaßnahmen ergreifen.
Mehr Besprechungsräume schaffen.
Ich habe bis heute nicht verstanden, wie dienstliche Reisezeiten im Zug oder als Automitfahrer auf die vertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit angerechnet werden. Das gilt auch für eine Teilnahme am Summit.
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Secunet habe viele enthusiastische Kollegen: für mich bedeutet es insb. Kollegen mit einer Leidenschaft für Linux. Dies hat mich damals zu Secunet gezogen und kann ich bestätigen. Darauf scheint mir immer noch geachtet zu werden.
Work-Life-Balance
38,5h ist die reguläre Wochenarbeitszeit. Es gibt aber auch viele Kollegen mit 35h und 32h.
Als Entwickler kann ich mir die Arbeitszeit grundsätzlich frei einteilen, d.h. Behördentermine und Arztbesuche lassen sich prima einbauen.
Ich habe den Eindruck, dass von der Teamassistenz erwartet wird, dass sie zu regulären Zeiten jederzeit ansprechbar ist. Störungen in der Mittagspause werden jedoch vermieden. Mobile Office ist möglich.
Karriere/Weiterbildung
Ohne Eigeninitiative passiert nichts. Mit Eigeninitiative kann man an Konferenzen und (persönlichen) Weiterbildungen teilnehmen.
In Projekten sollte aus meiner Sicht das gesamte Team darauf achten, dass alle Kollegen die nötigen Kenntnisse haben.
Kollegenzusammenhalt
Hilfsbereitschaft im eigenen Team ist super. Fragen via Chat werden auch teamübergreifend schnell und kompetent beantwortet.
Vor ein paar Jahren war teamübergreifende Unterstützung erst möglich, wenn Projektbudget dem Helfer zugeordnet wurde. Ich finde, dass dieser Gedanke leider bei vielen Kollegen immer noch nachhallt. Deswegen gibt es 1 Punkt Abzug.
Umgang mit älteren Kollegen
Mir ist nicht bekannt, dass ältere Kollegen benachteiligt werden. Da es aber keine Transparenz und kein Betriebsrat gibt, hab ich 1 Punkt abgezogen.
Vorgesetztenverhalten
Ich finde, dass mein Vorgesetzter sich zu wenig Zeit für die Mitarbeiter nimmt oder nehmen kann (Gründe kenne ich nicht). Dadurch müssen sich interne Mitarbeiter selbst um ihre Weiterentwicklung kümmern, indem sie sich untereinander austauschen.
Ich finde weiterhin, dass Konflikte eher unter den Teppich gekehrt und ausgesessen werden. Die Personalabteilung scheint mir nicht als neutraler Konfliktlöser zu agieren. Ich empfehle, einen Betriebsrat für solche Fälle aufzusuchen. Jedoch muss er erst gegründet werden..
Arbeitsbedingungen
Durch verteiltes Arbeiten gibt es selbst bei Entwicklerteams viele Remote Meetings. Ich finde, dass viele Büros darauf noch nicht ausgelegt sind, da Schallschutzmasßnahmen fehlen. Viele Kollegen verziehen sich ins Home Office, aber das erscheint mir nicht Mitarbeiterfreundlich.
Für verteilt arbeitende Teams wären Videokonfetenzen wünschenswert, aber aufgrund fehlender Grafikbeschleunigung in den Geräten ist dies meiner Meinung nach kaum möglich.
Positiv ist, dass man auch aus dem europäischen Ausland oder dem Wohnwagen heraus arbeiten kann.
Kommunikation
Vorstand und Division informieren alle paar Monate. Eine deutschlandweite Konzernversammlung in Form eines Summit finden zwar nicht mehr jährlich statt, sind aber immer ein Highlight (z.B. Kreuzfahrt nach Dänemark).
In kritischen Projektphasen scheint mir die Kommunikation als Entwickler von und zum Management wenig transparent.
Gehalt/Benefits
Es gibt keine Transpatenz in Form von Gehaltsbändern. Hier ist jeder auf sich gestellt.
Ich finde, dass für meine Berufserfahrung mein Gehalt im Durchschnitt liegt. Ich weiß aber inzwischen auch, dass selbst deutlich kleinere Unternehmen auch mehr zahlen.
Die jährliche Zielvereinbarung mit leistungsorientierter Vergütung ist mir als Entwickler inzwischen ein Dorn im Auge, auch wenn ich i.d.R. mehr als 100% ausgezahlt bekommen habe: Ich habe mich jedes Jahr gestresst gefühlt, insb. wenn die Projektplanung doch plötzlich umpriorisiert worden ist. Lustigerweise waren die Projektowner auch teilweise überrascht, wenn die Mitarbeiter eine Zeit lang andere Prioritäten aufgrund ihrer Ziele hatten.
Als intrinsisch motivierter Mensch kann ich gerne auf extrinsische Motivation verzichten.

