7 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
7 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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7 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Nicht nur einseitige Erwartungen erfüllt wissen, sondern auch selbst Transparenz wahren und sich an Absprachen halten
Vorweg: dies ist lediglich meine subjektive Perspektive und ich möchte ehrlich und rational kommentieren.
Ich hatte recht schnell eine Reaktion auf meine Bewerbung und einen Termin für ein Online-Bewerbungsgespräch. Beim Gespräch wurde ich zunächst gefragt, ob ich wüsste, was secupay macht - mit meinen Antworten war man nicht ganz zufrieden, das habe ich gemerkt (natürlich habe ich mich vorbereitet und einiges gelesen). Kam wohl dennoch nicht so gut an.
Im weiteren Verlauf war es recht angenehm muss ich sagen, ich habe Fragen gestellt, diese wurden auch gut beantwortet. Mein Eindruck war jedoch, als wolle man mir die Stelle ausreden - mit Aussagen wie "das wird hart", "herausfordernd", "es gibt keine Einarbeitung" - und einigen anderen Worten, die es - so nahm ich das auf - es mir nicht schmackhaft machen sollten. Das klingt ja nicht gerade nett - ich fand die Stellenanzeige eigentlich ziemlich gut, deswegen habe ich mich ja beworben.
Wenn ich doch dafür schon von vorneherein nicht geeignet schien, warum wurde ich dann eingeladen? Man sieht ja im Lebenslauf, wieviel Erfahrung jemand in einem gewissen Fachbereich hat.
Schlussendlich sagte man mir, es dauere nun 2-3 Tage, um zu entscheiden, ob ich für eine "Aufgabe" in Frage käme. Tja, das ist nun 4 Wochen her. Eigentlich schade, aber so ghostet man halt auch potenzielle (vielleicht auch zukünftig, für eine andere Stelle geeignete?) Mitarbeiter. Es hinterlässt halt ein Geschmäckle, daran kann man nichts ändern.
Weiterhin möchte ich anmerken, dass nicht jeder einfach mal "einen Tag mitlaufen kann". Dafür muss Urlaub genommen werden oder Überstunden - nicht jeder hat die Möglichkeit dazu. Ich hätte auch eine schriftliche Aufgabe bearbeitet - aber dazu kam es ja nie.
Ganz ehrlich: Ich hätte gerne die Stelle in Angriff genommen. Mich weiter qualifiziert, motiviert die Herausforderung angenommen. Normalerweise hätte ich auch auf eigene Faust nachgefragt, was denn nun ist - spätestens nach einer Woche Funkstille - aber die Art und Weise hat es mir irgendwie madig gemacht. Ich habe mich sehr gefreut, endlich eine Stelle im Umkreis hier zu finden, welche genau meinen Nerv trifft. Schade - umso mehr! - dass nun so verfahren wurde :( Bin schon enttäuscht.
Auch wenn ich mich im persönlichen Austausch wertgeschätzt gefühlt habe (was ich als sehr positiv empfand und was nicht selbstverständlich ist), sehe ich den Bewerbungsprozess eher kritisch. Darum sind das hier gut gemeinte Erfahrungswerte und Verbesserungsvorschläge:
Zum einen: Nach zwei Schritten im Verfahren empfand ich die Absage ohne konkrete inhaltliche Rückmeldung als etwas zu standart-mäßig. Plötzlich habe ich die Anforderungen, für die Stelle, auf die ich mich ursprünglich beworben hatte, nach 2 Schritten nicht mehr erfüllt... Der Assessment-Prozess war meiner Meinung nach nicht ausreichend auf die ausgeschriebene Position zugeschnitten, sondern stark durch einen allgemeinen IQ-Test geprägt. Dabei schien vor allem meine Bearbeitungsgeschwindigkeit ausschlaggebend zu sein. Und das ist der Punkt, den ich als nicht ganz fair empfinde:
Ich hatte im Vorfeld mehrfach transparent kommuniziert, dass ich aufgrund akuter körperlicher Beschwerden und leichter Aufregung sehr schlecht geschlafen hatte. Inhaltlich bin ich sicher, gut abgeschnitten zu haben, war an dem Tag jedoch stark übermüdet und entsprechend langsamer.
Zusätzlich wurden über zwei Stunden hinweg zwei Positionen erklärt und anschließend erwartet, dass ich die Inhalte direkt vollständig wiedergeben kann. Selbst die Kollegin, die mir eine Stelle erklärt hatte, wies darauf hin, dass man sich die Abläufe erst über Monate hinweg aneignet und im Arbeitsalltag mit Checklisten arbeitet. Vor diesen Hintergründen empfand ich die Anforderungen als nicht ganz verhältnismäßig.
Auch wenn ich mich über den, eigentlich sehr menschlichen, Umgang gefreut habe, war für mich vor allem die fehlende individuelle Rückmeldung nach diesem Assesment-Tag sehr enttäuschend. Eine kurze Erklärung, was konkret nicht gepasst hat, hätte ich als fairer und wertschätzender empfunden.
Insgesamt blieb bei mir der Eindruck zurück, eher nach reiner Leistungsfähigkeit (welche auch sehr wichtig ist, aber in dieser Art von Verfahren wenig repräsentativ beurteilt werden konnte) als auch nach dem Menschen und vor allem der Motivation dahinter beurteilt worden zu sein. Schade, da mein erster Eindruck ein anderer war.
Nach einem mehrwöchigen Bewerbungsprozess mit insgesamt drei Bewerbungsrunden (online und vor Ort) nicht wie abgesprochen zwecks Auswertung anzurufen und stattdessen eine Woche später per E-Mail mit einer objektiv nicht nachvollziehbaren Begründung (wahrscheinlich Wortstanze) abzusagen, hat mich ehrlicher Weiser etwas sprachlos zurückgelassen. Da solch eine Vorgehensweise doch im starken Kontrast mit den eigentlich guten Mitarbeiterbewertungen hier auf dem Portal steht und nicht gerade den guten Ruf den die Firma genießt weiter untermauert.
Entweder fehlte es hier an „Mut" mir den tatsächlichen Grund der Absage zu nennen oder es mangelt generell an Professionalität im Recruitingprozess.