Dauerhafter Umstrukturierungswahn ohne Rücksicht auf Mitarbeitende
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Gute Work-Life-Balance
- Sehr gute Home-Office-Möglichkeiten (innerhalb der IT)
- Pünktliche Zahlung des Gehalts
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Stark negative Entwicklung innerhalb der IT-Abteilung. Die Stimmung ist hier auf einem absoluten Tiefpunkt. Neu eingesetzte Software sorgt für weniger Bedarf an IT-Mitarbeitenden. Es wird zwar niemand gekündigt, jedoch wird auch nichts daran gesetzt, Mitarbeiter zu halten. Stellen werden aktuell nicht nachbesetzt.
- Stark motivierte Mitarbeitende erhalten Gehaltserhöhungen in der selben Höhe wie weniger motivierte Mitarbeitende, welche seit Jahren das gleiche tuen.
Verbesserungsvorschläge
Seghorn ist eine Firma, bei welcher in der Vergangenheit die Mitarbeitenden in den Vordergrund gestellt wurden. Aktuell werden immer mehr Konzernstrukturen in das Unternehmen getragen. Vor allem innerhalb der IT-Abteilung ist die Entwicklung stark von oben herab. Die Mitarbeitenden werden hierbei immer weniger einbezogen.
Mein konkreter Verbesserungsvorschlag: Die Geschäftsführung und vor allem die Bereichsleitung sollte auf Erfahrungen der Mitarbeitenden zurückgreifen und diese in Entscheidungen mit einbeziehen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hat sich im vergangenen Jahr stark verschlechtert. Zum einen werden Langzeitprojekte abgebrochen, zum anderen wird man immer mehr mit Ad-Hoc Aufgaben bombardiert, wodurch die eigentliche Arbeit abgebrochen werden muss.
Image
Für ein Inkassobüro ist das Image durchaus gut, siehe Google-Bewertungen.
Work-Life-Balance
Bei Seghorn wird definitiv auf private Bedürfnisse Rücksicht genommen. Leider gibt es immer häufiger Termine, welche bis in den späten Nachmittag gezogen werden.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen sind aufgrund des schrumpfenden Aufgabenfeldes immer weniger begründbar. Somit ist das Potential für Weiterbildungen in den vergangenen Jahren geschwunden.
Gehalt/Benefits
Die Gehaltsentwicklung für Mitarbeitende hat in den vergangenen Jahren sehr stark nachgelassen.
Das Gehalt der Mitarbeitenden hängt sehr vom Einstellungsgehalt ab. Wer initial gut verhandelt hat kann durch jährliche Anpassungen bei einem guten Stand bleiben. Wer mehr erreichen will, bleibt allerdings auf seinem Gehalt hängen. Denn auch bei großem persönlichen Engagement kann man bei den allgemeinen jährlichen Gehaltsentwicklung nicht mehr als den durch die Geschäftsführung definierten Deckelbetrag (welche innerhalb der IT in der Regel zwischen 2 und 4 Prozent liegt) bekommen. Bei dem Deckelbetrag handelt es sich um eine absolute Summe wodurch besserverdienende Bereiche prozentual deutlich weniger erhalten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt immer wieder Kampagnen um umweltfreundlicher zu werden.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt innerhalb der Teams ist super. Teamübergreifend funktioniert die Kommunikation leider nicht immer.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten hat sich in den letzten Jahren stetig verschlechtert. Die Geschäftsführung versucht sich zwar Gehör zu verschaffen, versteht die aktuelle Situation der Mitarbeitenden allerdings nicht. Seitens der Bereichsleitung wird immer mehr vorgegeben. Erfahrungen der Mitarbeitenden werden hier leider immer unwichtiger.
Arbeitsbedingungen
Die Büroräume werden nach und nach renoviert. Leider ist die IT-Abteilung noch nicht gänzlich renoviert worden, wodurch z. B. höhenverstellbare Schreibtische nicht überall zu finden sind. Die technische Ausstattung ist in Ordnung, es wird stetig versucht auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden zu hören.
Abzug gibt es für die Schulungsräume, welche während des Winters aktuell sehr kalt sind.
Kommunikation
Die allgemeine Kommunikation funktioniert sehr gut, es gibt wöchentliche Updates über allgemeine Themen. Wichtige Themen und Entscheidungen der Geschäftsführung werden an die Bereichsleitung weitergegeben. Diese kommt leider nicht immer bei betroffenen Mitarbeitenden an.
Interessante Aufgaben
Früher war die gesamt IT-Abteilung durch spannende und innovative Projekte geprägt. Im vergangenen Jahr wurden allerdings nahezu alle Projekte abgebrochen, sodass nun größtenteils Wartung und Bug-Fixing auf dem Tagesprogramm steht.

