Mangelhaft in Infrastruktur, Gehalt und Karriere – Nicht zu empfehlen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Work-Life-Balance ist sehr gut, mit flexiblen Urlaubsmöglichkeiten und Gleitzeitregelungen. Die Gleichberechtigung wird ernst genommen und nach dem AGG strikt umgesetzt. Trotz der Branche hinterlässt das Unternehmen bei seinen Kunden und Bewertern einen überwiegend positiven Eindruck.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Langsame und oft unbrauchbare IT im Home Office sowie vor Ort
- Häufige und störende Passwortabfragen und Authentifikator-App
- Mangelhafte Instandhaltung am Gebäude (defekte Heizungen, dünne Fenster)
- Unterdurchschnittliche Gehälter mit großer Diskrepanz zur Geschäftsführung
- Kaum Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten
- Repetitive und wenig spannende Aufgaben
- Fehlende Transparenz und unzureichende Kommunikation im Betrieb
Verbesserungsvorschläge
- Investition in IT-Infrastruktur für schnellere und stabilere Systeme
- Modernisierung von Heizungen und Fenstern für bessere Arbeitsumgebung
- Förderung papierloser Prozesse zur Reduktion des Papierverbrauchs
- Faire und realistische Gehaltsanpassungen unabhängig von Mindestlohnsteigerungen
- Stärkere Förderung und Forderung des Nachwuchspersonals für Karrierechancen
- Verbesserte und transparentere Kommunikation auf allen Unternehmensebenen
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hängt stark vom jeweiligen Team ab. Während manche Kolleginnen und Kollegen ein angenehmes und respektvolles Miteinander pflegen, mischen sich andere etwas zu sehr ein und sorgen dadurch gelegentlich für Unruhe. Besonders auffällig ist, dass manche nicht verstehen, dass ein gewisser professioneller Abstand wichtig ist. So wird von Vorgesetzten erwartet, dass Mitarbeitende jeden Morgen aktiv „Guten Morgen“ schreiben und regelmäßig erzählen, wie ihr Wochenende war (was juckt dich das?). Selbst bei Krankheit wird teilweise nachgefragt, was genau los war – was schnell als unangemessen empfunden werden kann.
Image
Das Unternehmen ist vor allem im Inkassobereich tätig, was natürlich beeinflusst, wie es von außen wahrgenommen wird. Trotzdem sind die Google-Bewertungen größtenteils positiv, was zeigt, dass man trotz der Branche einen guten Eindruck bei den Schuldnern hinterlässt.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist definitiv ein Pluspunkt. Urlaub kann weitgehend flexibel genommen werden, und es kommt selten vor, dass Arbeit mit nach Hause genommen werden muss. Durch die Gleitzeitregelung gibt es hier wirklich nichts zu beanstanden.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen sind bei Seghorn äußerst eingeschränkt. Es gibt so gut wie keine Förderung oder Anforderungen an das junge Personal, sodass berufliche Weiterentwicklung praktisch nicht stattfindet. Wer auf Aufstieg oder spannende neue Aufgaben hofft, wird hier enttäuscht. Willst du wachsen? geh von Seghorn weg.
Gehalt/Benefits
Das Gehaltsniveau hängt stark von der Branche ab, wobei bei Seghorn die Bezahlung insgesamt eher unterdurchschnittlich ist. Auffällig ist, dass die Geschäftsführung teilweise sechsstellige Gehälter bezieht, während viele Mitarbeitende deutlich darunter liegen. Gehaltsanpassungen erfolgen teilweise nur, wenn der Mindestlohn steigt, da einige Kolleginnen und Kollegen so wenig verdienen, dass eine automatische Nachbesserung notwendig wird.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird am Haus wenig bis nichts gemacht, da offenbar gespart wird, wo es nur geht. Im Winter funktionieren teilweise die Heizungen nicht, und die Fenster sind alle dünn und schlecht isoliert. Im Sommer werden Feuchttücher verteilt, die man zurückgeben soll, sowie Ventilatoren für fünf Euro, die kaum helfen. Im Winter gibt es dann Fleecejacken und Heizdecken – das wirkt nicht wirklich professionell.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen ist stark teamabhängig und schwankt deutlich. In manchen Teams herrscht spürbare Ablehnung bis hin zu offener Antipathie, während in anderen fast schon überfürsorglich miteinander umgegangen wird. Besonders auffällig ist, dass sich in einigen Abteilungen intensiv um die Auszubildenden gekümmert wird – manchmal vielleicht sogar zu sehr.
Umgang mit älteren Kollegen
hier genauso wie bei Gleichberechtigung, hier gibts generell zu viele alten leute, als junger Mensch gibts halt kaum Grund hier zu bleiben.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten lässt oft zu wünschen übrig. Es zeigt sich häufig, dass mit wachsender Verantwortung die Kompetenz nicht in gleichem Maß mitwächst. Das Problem ist dann halt das viele Führungskräfte ihre Aufgaben nicht optimal erfüllen können. Das beeinflusst die Zusammenarbeit und das Arbeitsklima negativ. Im großen und ganzen herscht hier viel Bedarf.
Arbeitsbedingungen
Die IT-Infrastruktur ist verbesserungswürdig. Im Home Office wird die Arbeit durch eine langsame IT teilweise fast unmöglich gestaltet. Zudem sind die häufigen und mehrfachen Passwortabfragen in Kombination mit der verpflichtenden Nutzung einer Authenticator-App auf privaten Geräten sehr nervig und erschweren den Arbeitsalltag erheblich. Kurz Langsame Hardware, Langsame Server.
Kommunikation
Die Kommunikation ist insgesamt enttäuschend. Vieles läuft über den sogenannten „Flurfunk“, wodurch Gerüchte und Halbwissen schnell die Runde machen. Von Seiten der Geschäftsführung und der Personalabteilung gibt es häufig große Reden über Zusammenarbeit und Werte, letztlich bleiben die Inhalte allerdings oft vage und wenig greifbar - Halt viel Politik und Cooporte "Bla Bla". Auch der Betriebsrat mischt sich auffällig stark in den Flurfunk ein und ist für den einzelnen Arbeitnehmer selten eine wirkliche Unterstützung.
Gleichberechtigung
Es wird strikt auf Gleichberechtigung geachtet, wie es das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vorschreibt. Der Arbeitgeber ist hier aufgrund gesetzlicher Vorgaben verpflichtet, Diskriminierung zu verhindern und kann ohne entsprechende Maßnahmen nicht agieren, ohne rechtliche Konsequenzen zu riskieren. In diesem Bereich zeigt sich daher ein solides Bewusstsein und eine konsequente Umsetzung.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind größtenteils repetitiv und bieten wenig Abwechslung. Spannende Projekte sind äußerst selten, und wenn größere Projekte anstehen, werden diese häufig von Anfang bis Ende schlecht umgesetzt. Das wirkt sich negativ auf die Motivation aus und lässt wenig Raum für wirkliche berufliche Herausforderungen.

