C-Level: "Wie schnell, können wir den Laden runterocken? 6 Monate?! Top die Wette gilt!"
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Vergangenheit vor dem Führungswechsel.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Führungswechsel hat tiefgreifende Veränderungen gebracht – allerdings nicht zum Guten. Die neue Ausrichtung setzt fast ausschließlich auf kurzfristige Zahlen, mit allen bekannten Nebenwirkungen.
Langfristige Strategie? Unklar. Produktentscheidungen? Intransparent. Kommunikation? Wenn überhaupt, dann verspätet, widersprüchlich.
Versprochene Maßnahmen, die noch unter vorheriger Führung zugesagt wurden, sind mittlerweile nur noch Erinnerung.
Die Atmosphäre hat sich spürbar verändert: Was einst als wertschätzendes Arbeitsumfeld galt, fühlt sich heute wie ein Durchlauferhitzer für Fachkräfte an.
Viele erfahrene Mitarbeiter haben dem Unternehmen bereits den Rücken gekehrt – oft nicht freiwillig, sondern eher durch strukturellen Druck. Die Expertise geht stillschweigend verloren und dem C-Level ist es völlig egal. Vielleicht weil sie die Produkte selbst nicht ausreichend kennen?
Der Umgang mit Kritik ist bestenfalls defensiv, oft aber schlicht ignorierend. Wer Verbesserungsvorschläge einbringt, bekommt schnell das Etikett "nicht resilient genug" oder "Veränderungsskeptiker".
Kunden sind zunehmend irritiert.
Verbesserungsvorschläge
Man wünscht sich die frühere Geschäftsführung zurück – damals standen noch die Produkte, Kunden und Mitarbeiter im Mittelpunkt. Heute scheint das Hauptaugenmerk vor allem auf kurzfristigen Kennzahlen und persönlichen Bonusziele des C-Levels zu liegen. Kommunikation darf mehr sein als interne Schlagwörter. Ehrliche, konsistente und nachvollziehbare Informationen wären die Grundlage für abhanden gekommenes Vertrauen.
Die Mitarbeiterzufriedenheit sollte nicht als lästiger Nebenschauplatz behandelt werden – sie ist ein Frühindikator für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens (Falls eine Zukunft überhaupt noch gewünscht ist..).
Ein Umdenken in der Führungskultur ist dringend notwendig. Zuhören statt abwehren, einbeziehen statt übergehen, führen statt verwalten.
Es lohnt sich, erfahrene Mitarbeitende zu halten – nicht nur, weil sie fachlich kompetent sind, sondern weil sie die Werte und das Wissen tragen, auf denen das Unternehmen einmal aufgebaut war und erfolgreich geworden ist.
Weiterbildungsmöglichkeiten müssen wieder geöffnet und nicht knallhart budgetiert werden, wenn man Talente nicht verlieren will.
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Früher war man stolzer SelectLiner. Das war einmal..
Work-Life-Balance
Wer das richtige Mindset hat, kann auch mal Samstags arbeiten.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war zwar nie üppig, wurde aber lange Zeit durch ein wertschätzendes und motivierendes Arbeitsumfeld ausgeglichen. Früher gab es Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Bonuszahlungen bei Erreichen der Umsatzziele was inzwischen abgeschafft wurde.
Kollegenzusammenhalt
Eines der wenigen Dinge, die noch nicht zerstört wurden.

