Akku leer...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Noch übergeblieben vom alten Spirit: Vertrauen in die Belegschaft (Home Office, Flexible Arbeitszeit- und Aufgabengestaltung), Kollegenzusammenhalt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Unehrlichkeit und Verschleierungstaktik auf Top Management-Ebene.
Arbeitsatmosphäre
Wären Mitarbeiter eine Batterie, würde man sagen: Wir arbeiten schon lange nicht mehr unter optimalen Betriebstemperaturen. Manche sind durch die Situation so stark abgekühlt, dass kaum noch Leistung abrufbar ist, andere Gemüter sind dauerhaft überhitzt – teils kurz vor der Verpuffung.
Kommunikation
Defektes Error-Display: Nach außen wird volle Ladung signalisiert, während intern längst der Energiesparmodus greift. Für Mitarbeitende bleibt unklar, ob es sich um naive Selbstinszenierung oder grob irreführende Kommunikation handelt.
Kollegenzusammenhalt
Hoher Kollegenzusammenhalt, entstanden durch dauerhaft erhöhte Betriebstemperatur. Eine Stärke, die zugleich notwendige Abgrenzung erschwert.
Work-Life-Balance
Ein Dauerstrombetrieb. Pausen sind selten, Akkus werden kaum geladen, und die persönliche Energie läuft permanent auf Reserve – wer hier „auflädt“, muss es meist selbst organisieren.
Vorgesetztenverhalten
Die FKs halten uns irgendwie am Laufen, aber jeder Zwischenregler brennt irgendwann durch, wenn ständig jemand ohne Ahnung am Hauptregler dreht.
Interessante Aufgaben
Wer wie ein Akku ohne Anschluss ans System steckt, bekommt nur Aufgaben, die keinen Strom fließen lassen.
Arbeitsbedingungen
Hohe Last, wenig Puffer – die Rahmenbedingungen setzen Energie und Motivation dauerhaft unter Druck.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Muttergesellschaft EnBW priorisiert Eigenprofit über Umwelt- und Sozialverantwortung und zieht sich aus einer wichtigen Branche zurück ohne klares Zukunftkonzept.
Image
Vertrauen auf Sparflamme kurz vorm Verglühen.