Wo man mit Ü50 Chef ist, oder entlassen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Leider nichts mehr, früher war es ein solides, menschliches, mittelständisches Unternehmen mit Challenger-Mentalität, jetzt ist es nur noch ein Network wie die anderen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
extrem wenig Wertschätzung. Trotz regelmäßiger Befragungen wird nichts verbessert. Leider ist HR in diesem Unternehmen auch nicht dafür da, Mitarbeitende zu schützen, sondern sie ggf auszustellen. Höchste Zeit für einen Betriebsrat.
Verbesserungsvorschläge
Ein gemischtes Team aus Jung und alt performt besser, nicht alle Ü50 rausschmeißen.
Chefgehälter etwas kürzen und großes Kick-off am Wolfgangsee sowie teure Weihnachtsparty lassen und dafür langjährige Mitarbeiter behalten.
Bei oberen Führungsebenen Social Skills trainieren
Arbeitsatmosphäre
war früher super, mit neuer Führung und Umwandlung in neue Abteilung von Angst und Misstrauen geprägt. Spaltung im Team, wer den Chefs nicht zustimmt, muss mit Kündigung rechnen. es werden auch dauernd Leute entlassen.
Kommunikation
über Erfolge wird dauernd informiert, auch über neue Herausforderungen, ansonsten große Intransparenz über die nächste Umstrukturierung, die zwangsläufig alle paar Monate kommt. Unklar ist allerdings, warum Mediaplus dauernd Leute entlässt, wenn die Agentur doch jedes Jahr ein noch besseres Ergebnis als im Vorjahr hat.
Kollegenzusammenhalt
war früher super-kollegial, nun 2 Lager. Das alte Team und die vielen neuen Kolleg:innen, die überwiegend alte Weggefährt:innen der seit 2025 bestehenden Führung besteht, außerdem Kolleg:innen, die sich geschmeidig verhalten, um aufzusteigen
Work-Life-Balance
Überstunden werden erwartet, nicht gezahlt und es besteht auch gar keine Möglichkeit, sie abzubauen
Vorgesetztenverhalten
Social Skills sucht man auf den obersten Führungsebenen vergeblich, sind auf keine Voraussetzung für Führungspositionen, da sind vor allen Dingen Rampensau-Qualitäten gefragt. Das Mediaplus-Board besteht aus "alten weißen Männern" und Frauen, die sich genauso verhalten. Der Druck von oben wird auch durch die unteren Führungsebenen weitergegeben. Natürlich gibt es auch gute Vorgesetzte, sofern man sie gut sein lässt.
Interessante Aufgaben
ja, die Aufgaben sind super. der Markt verlangt ständige Transformation. es macht Spaß, hier am Ball zu bleiben, allerdings ist es schwer, die Zeit für Fortbildung zu finden. Interne Fortbildungsangebote oft zu generisch.
Gleichberechtigung
Schwer zu beurteilen. Die Agentur hat schon einen starken Männereinschlag, dementsprechend gibt es eine eher männliche Meetingkultur (Alphatiere, es ist zwar schon alles gesagt, aber nicht von jedem...) spätestens als Mutter in Teilzeit sind die Aufstiegschancen begrenzt, es sei denn man hat Lust, Kinder nur fremdbetreuen zu lassen und nachts noch ein paar Stunden anzuhängen, um den Job erledigen zu können.
Umgang mit älteren Kollegen
Ü50 leben gefährlich bei Mediaplus, sie sind die ersten, die rausfliegen, weil zu teuer und zu selbstbewusst. In den letzten 2 Jahren wurden zahlreiche Mitarbeitende Ü50 entlassen, hier vor allen Dingen Ü50-Frauen mit noch nicht erwachsenen Kindern. Angeblich weil man die Agentur neu aufstellen muss, die Kolleg:innen wären aber locker geeignet gewesen für die Neuaufstellung. Sinn war eher Platz zu schaffen für junge billige Leute oder aber alte Bekannte der Chefs.
Arbeitsbedingungen
tolles Haus, allerdings sehr laut, viel zu wenig Arbeitsplätze in manchen Teams. Es macht aber keinen Sinn sich irgendwo im Haus hinzusetzen, statt beim eigenen Team.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mehr Schein als sein, Chefs fliegen auch in Deutschland durch die Gegend, Dienstwagen, Lampen brennen Tag und Nacht.
Gehalt/Benefits
Gehälter wachsen leider nicht mit den Lebenshaltungskosten und das obwohl sie von Anfang an nicht so toll waren. Nominell schrumpft das Gehalt also.
Image
Außen noch guter Ruf, intern lästern alle, wenn von oben keiner zuhört. Schade, war echt mal eine Ehre, hier zu arbeiten.
Karriere/Weiterbildung
Nicht jeder bekommt Weiterbildung und vorgeschriebene Weiterbildungen wie im Bereich AI sind zu generisch, nicht auf eigenen Job zugeschnitten. Karriere richtet sich nach Geschmeidigkeit.

