Da ich Mitarbeiter bin, werde ich nicht alle Insights verraten - es ist leider noch schlimmer als hier dargestellt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Flexibles Arbeiten durch Home Office, monatliches Update der Geschäftsführung via Live Stream
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Interne Strukturen die jede 2 Jahre geändert werden, keine Weiterbildung, maximal durchschnittliches Gehalt, Azubi Betreuung ist teilweise nicht vorhanden weil es niemand interessiert
Verbesserungsvorschläge
„Schuster bleib bei deinen Leisten“
Arbeitsatmosphäre
Generell die Atmosphäre hat in den letzten 12 Monaten sehr stark gelitten! Es gab einfach zu viele Kündigungen seitens Firma oder seitens Mirarbeiter.
Kommunikation
Es gibt monatliche Betriebsversammlungen via Livestream in dem die obersten Chefs Zahlen, Daten, Fakten bekanntgeben und sich tatsächlich auch anonymen Fragen stellen. Das ist definitiv ein Pluspunkt.
Aus Richtung Vertrieb ist die Kommunikation meist katastrophal. Zum Beispiel wird man als Entwickler nur selten informiert, wenn das Profil an einen potentiellen Kunden raus geschickt wurde.
Kollegenzusammenhalt
Die meisten Kollegen - vor allem im eigenen Team - sind super.
Leider gibt es nicht mehr viele Kollegen die länger als 5 Jahre da sind. Bei neueren Kollegen hat man oftmals das Gefühl, dass sie sich jetzt aufgrund von vielen Kündigungen noch stärker profilieren wollen - das führt zu einem starken Ungleichgewicht der aktuellen Gemütslage.
Work-Life-Balance
Ehrlich - das ist der beste Punkt von allen! Seit Corona ist 100% Home Office ohne Probleme möglich. Man ist also in gewissermaßen sein eigener Chef und wenn man im Projekt abliefert, dann interessiert sich sonst niemand für deine Arbeit. Also ideal für Mitarbeiter die einfach nur arbeiten wollen und sich intern nicht wirklich engagieren wollen.
Vorgesetztenverhalten
Die Teamleiter von früher machen einen guten Job, leider ist das ein Auslaufmodell. Aktuell werden nur noch Mitarbeiter als so genannte „Crew Guides“ eingestellt um Geld zu sparen, da man denen kein Teamleiter Gehalt geben möchte. Die ganzen Crew Guides tun mir Leid - sie opfern sich auf und machen dann im Ende das selbe für viel weniger Geld.
Interessante Aufgaben
Die Projekte sind spätestens seit Corona eher langweilig. Nur noch Standard Sachen und Pflege der größeren Bestandskunden - deshalb macht man halt was die so wollen. Jetzt versucht man - viel zu spät - auf den KI Zug aufzuspringen, aber ohne Fortbildung der Mitarbeiter wird das ein schweres Unterfangen. Seit ca. einem Jahr gibt es so gut wie keine neuen Projekte.
Umgang mit älteren Kollegen
Auch ältere Kollegen Ü60 hat es in der letzten Kündigungswelle getroffen.
Arbeitsbedingungen
Laptops werden seit 5 Jahren nur noch bei triftigem Grund oder Hardwareschaden ausgetauscht. Die Hardware in den Büros - vor allem 90% der Bildschirme - ist wirklich uralt.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter sind bei schätzungsweise Dreiviertel der Mitarbeiter maximal beim Durchschnitt der Branche oder eher darunter.
Es gibt einige Mitarbeiter die unzufrieden sind und sich darüber austauschen und man sieht, dass es keine klare Struktur gibt. Teilweise hat man auch das Gefühl, dass es danach geht ob ein Mitarbeiter laut und beliebt oder eher leise und zurückhaltend ist. Die Personen die über das Gehalt bestimmen, bekommen ohnehin nichts von der täglichen Projektarbeit des Mitarbeiters mit.
Image
Das Unternehmen versucht seit Jahren etwas gegen die Unbekanntheit zu machen. Aber selbst die Marketing Abteilung wurde komplett aufgelöst. Und Mitarbeiter mit guten Ideen in dieser Richtung werden meist nicht so ernst genommen.
Karriere/Weiterbildung
Das ist definitiv das größte Manko des Unternehmens. Es gibt ein Spruch der hier - im Negativen Sinne - voll zutrifft: „Ich investiere doch nicht in Fortbildung meiner Mitarbeiter, wenn diese dann nach und nach das Unternehmen verlassen. - Aber überleg mal du bildest deine Mitarbeiter gar nicht aus und sie bleiben ihr Leben lang bei dir?“