Grundsätzlich ein guter Arbeitgeber, jedoch bestehen interne Herausforderungen und einer verschlechternden Kultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gehalt und das eigene Team
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Leider gibt es zu viele Führungskräfte, deren Verhalten sich negativ auf das Team sowie das Betriebsklima auswirkt und dadurch zu einer erhöhten Fluktuation beiträgt.
Die Planung ist seit Jahren nur unzureichend ausgeprägt. Statt belastbarer Strukturen wurde stark auf einzelne Kolleginnen und Kollegen vertraut, die über viele Jahre hinweg ein außergewöhnliches Maß an Know-how aufgebaut hatten. Nach deren Eintritt in den Ruhestand fand kein ausreichender Wissenstransfer statt, wodurch erhebliche Wissenslücken entstanden und zentrale Abläufe beeinträchtigt wurden. Seitdem wird versucht, diese Defizite nachträglich zu kompensieren. Dieses Vorgehen steht beispielhaft für strukturelle Schwächen innerhalb von Siegfried Hameln.
Verbesserungsvorschläge
Es wäre wünschenswert, Geschäftsführungspositionen langfristiger zu besetzen. Die aktuell vergleichsweise kurzen Verweildauern von zwei bis drei Jahren erschweren die Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger strategischer Entscheidungen.
Die freiwillige Glint-Umfrage, die dreimal jährlich durchgeführt wird, wird aus meiner Sicht von Geschäftsführung und HR häufig nicht zutreffend interpretiert. Eine geringe Beteiligung in einzelnen Bereichen wird wiederholt als Hinweis darauf gewertet, dass die jeweilige Führungskraft ihren Bereich nicht im Griff hat. Stattdessen sollte stärker hinterfragt werden, aus welchen Gründen Mitarbeitende trotz der Möglichkeit zur Teilnahme während der Arbeitszeit nicht an der Umfrage teilnehmen möchten und welche Hintergründe dies haben könnte. Stattdessenn wird erwartet das wir als Führungskräfte auf die Mitarbeiter zugehen und so lange den Druck erhöhen, bis diese Teilnehmen.
Arbeitsatmosphäre
Bereichsabhängig, in dem einen Produktionsbereich sehr gut wenn die Vorgesetzte einen guten Tag hat.
Image
Es besteht der Anspruch, mit großen Marktteilnehmern konkurrieren zu wollen, gleichzeitig fehlt jedoch die Bereitschaft, an den entscheidenden Stellen entsprechend zu investieren. Dadurch entsteht ein widersprüchlicher Eindruck: Einerseits wird großer Wert auf Arbeitssicherheit gelegt und dies von allen Mitarbeitenden eingefordert, andererseits werden notwendige Maßnahmen nicht umgesetzt, wenn sie mit höheren Kosten verbunden sind.
Work-Life-Balance
Generell sehr gut. Leider vertritt meine Vorgesetzte die Haltung, dass längere Arbeitszeiten automatisch zu höherer Effizienz führen. In regelmäßigen Abständen (alle paar Monate) finden Gespräche statt, in denen mir vorgeworfen wird, meine vereinbarte Wochenarbeitszeit zu unterschreiten. Nachdem ich darum bitte, die Arbeitszeit im Jahreskontext zu betrachten, klärt sich das Thema in der Regel und wird für einige Monate nicht weiter verfolgt.
Gehalt/Benefits
Es wird nach Chemie Tarif gezahlt, hier gibt es nichts zu meckern!
Kollegenzusammenhalt
In dem einen Produktionsbereich sehr vorbildlich!
Umgang mit älteren Kollegen
In meiner Zeit als Führungskraft habe ich bislang rund 30 Mitarbeitende eingestellt. Davon waren zwei Personen älter als 55 Jahre und hatten somit Anspruch auf zusätzliche Rententage. Im Zusammenhang damit wurde ich von meiner Vorgesetzten in deutlich kritischem Ton darauf angesprochen, warum ich Mitarbeitende in diesem Alter eingestellt habe. Dass diese beiden nach zahlreichen Vorstellungsgesprächen die fachlich und persönlich besten Kandidaten waren, wurde dabei nicht berücksichtigt.
Vorgesetztenverhalten
Zunehmend entsteht der Eindruck, dass meine Vorgesetzte nicht über die erforderlichen Qualifikationen für ihre aktuelle Position verfügt. Dies zeigt sich insbesondere in Mitarbeitergesprächen sowie im zwischenmenschlichen Umgang innerhalb des Teams.
Arbeitsbedingungen
Innerhalb des einen Produktionsbereichs sehr sauber, ordentlich und einfache Arbeitsbedingungen.
Kommunikation
Es fällt wiederholt auf, dass die Kommunikation durch HR häufig unklar, verspätet oder gar nicht erfolgt. Dadurch entstehen unnötige Missverständnisse und Konflikte zwischen Kolleginnen und Kollegen sowie zwischen verschiedenen Bereichen. Mit einer strukturierteren und rechtzeitigeren Kommunikation ließen sich viele dieser Situation vermeiden.


