Mehr Schein als Sein
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Nach außen wird „Wertschätzung“ als zentraler Wert kommuniziert. Intern ist dieses Versprechen jedoch nicht spürbar. Kündigungen werden teilweise aus statistischen oder wirtschaftlichen Gründen ausgesprochen, wobei die Kommunikation dazu wenig transparent ist. Formulierungen wie „Trennung von XY“ statt einer klaren Information schaffen mMn Distanz und Intransparenz.
Work-Life-Balance
Die regulären Arbeitszeiten liegen offiziell zwischen 8 und 17 Uhr. Viele Mitarbeitende leisten jedoch regelmäßig Überstunden, was unter anderem auf personelle Engpässe zurückzuführen ist.
Veranstaltungen wie „Bier ab 4“ oder ähnliche Formate begünstigen aus meiner Sicht einen erhöhten Alkoholkonsum. Zudem stellt sich die Frage, warum der regelmäßige Ausschank von Alkohol durch das Unternehmen als normal angesehen wird – besonders, wenn manche Mitarbeitenden anschließend noch Firmenfahrzeuge nutzen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Bei einem gemeldeten Vorfall unangemessenen Verhaltens wurde eine allgemeine E-Mail der Geschäftsführung verschickt, die jedoch nur oberflächlich auf den Vorfall einging. Konkrete Maßnahmen oder Konsequenzen wurden nicht transparent dargestellt. Hier stellt sich für mich die Frage wieso diejenige Person, die sich unangemessen verhalten hat, geschützt wird?
Außerdem sind Kommentare mancher Arbeitskollegen gegenüber Kolleginnen teilweise grenzüberschreitend. Hier wäre eine klare Stellungnahme der Geschäftsführung gegen solches Verhalten mit konsequenter Durchführung von Maßnahmen notwendig.
Karriere/Weiterbildung
Ein Abteilungswechsel innerhalb des Unternehmens ist vergleichsweise unkompliziert möglich, was interne Entwicklungschancen eröffnet.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Teams funktioniert die Zusammenarbeit überwiegend gut. Zwischen einzelnen Teams kommt es jedoch gelegentlich zu Spannungen, da Verantwortlichkeiten nicht immer klar definiert sind und sich dadurch niemand klar zuständig fühlt.
Vorgesetztenverhalten
Die oberste Führungsebene wirkt häufig überfordert und reagiert statt zu führen. Entscheidungen basieren stark auf kurzfristigen Zielen, während nachhaltige Strategien und Mitarbeiterentwicklung kaum Beachtung finden. Bei Abweichungen von den Quartalszahlen werden Personalentscheidungen überstürzt und ohne erkennbares Konzept getroffen.
Die Führung ist homogen besetzt, wodurch Perspektivenvielfalt fehlt. Das begünstigt Silodenken und erschwert objektive Bewertung von Situationen. Statt Mut zur Veränderung herrscht ein ausgeprägter Fokus auf Selbstdarstellung und kurzfristigen Ergebnissen.
Arbeitsbedingungen
Nicht an allen Arbeitsplätzen stehen höhenverstellbare Tische zur Verfügung. Viele der vorhandenen Stühle sind veraltet und wenig ergonomisch. An heißen Sommertagen sind die Temperaturen in den Büros oft unangenehm hoch, da keine Klimaanlagen vorhanden sind und Ventilatoren nur begrenzt helfen.
Kommunikation
Es finden regelmäßig Town-Meetings statt, in denen alle Mitarbeitenden über aktuelle Ergebnisse sowie geplante Entwicklungen informiert werden.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt wird häufig stark am unteren Ende des möglichen Spektrums angesetzt. Mitarbeitende erhalten für vergleichbare Aufgaben teilweise sehr unterschiedliche Vergütungen. Absolvent/innen – sowohl mit Bachelor- als auch mit Masterabschluss – erhalten im ersten Jahr das gleiche Einstiegsgehalt, unabhängig von Qualifikation oder Fachrichtung. Eine transparentere und fairere Gehaltsstruktur wäre sinnvoll.
Gleichberechtigung
s.o.


