Selbstverliebt. Arrogant. Einschüchternd. Verächtlich. Ausnutzend. Weltfremd.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gehalt pünktlich
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wertschätzung dem Mitarbeiter gegenüber ist nicht existend, Vertrauen gegenüber Mitarbeitern ebenso wenig. Das geht sogar so weit das man den Eindruck bekommen könnte das die Mitarbeiter eigentlich nur da sind um das Unternehmen zu berauben und zu betrügen. Ich hoffe das jedem klar sein sollte das man auf solch einem Fundament keine gesunde Beziehung aufbauen kann.
Ein Codex wurde geschaffen und ein Code of Conduct, welche eigentlich einen Rahmen geben sollten für den Umgang miteinander und nach außen hin.
Codex, Code of Conduct lassen sich aber als Pamphlete lesen wenn man die Realität die vorherscht kennt.
Das Verrückte: Der Codex hing sogar an manchen Stellen in den Gebäuden.
Auch könnte die Insolvenz der Computertechnik bewusst hervorgerufen worden sein um das Unternehmen in personeller Hinsicht zu verschlanken, Schulden abzubauen und dann mit der alten Ware "neu" durchzustarten. Eine Win-Win Situation sozusagen, für die gleiche Geschäftsführung und HR-Leitung und die Mitarbeiter die auserkoren wurden um dort zu bleiben.
Selbstverliebt:
Man könnte meinen das alles was die Geschäftsführung und HR Leitung dort so macht dienlich dazu ist sich selbst zu beweihräuchern. O-ton: "Wir sind die Geilsten."
Es gilt aufzuwachen in 2025. Wenn man so wäre wie zuvor geschrieben dann würde man nicht nach Insolvenz verkleinert anfangen mit 1/5 - 1/4 des ursprünglichen Personals.
Arrogant:
Mit dem Spruch "Hohes Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz" kann man hier nicht aufwarten.
Man trifft sie an allen Ecken und Enden des Unternehmens an, die Arroganz. Sie ist allgegenwärtig und wird bewusst instrumentalisiert um die Leute klein zu halten.
Einschüchternd/Verächtlich/Ausnutzend:
Als Mitarbeiter ist man in diesem Unternehmen nichts wert, bloß eine Nummer, schnell ersetzlich. Das wird einem durch die Blume immer wieder zu verstehen gegeben.
Das einzelne Individuum (unten) zählt nicht. Es wird vieles wegignoriert.
Bedrohungen in Meetings und Einzelgesprächen über Personalfreisetzungen waren im alten jetzt insolventen Unternehmen an der Tagesordnung. Es wird versucht persönliches über Mitarbeiter zu erfahren um es dann später gegen ihn zu benutzen.
Es gibt blöde Sprüche bei ernsthaften Anliegen.
Weltfremd:
Man lebt in einer eigens kreiierten verqueren Welt, aufgebaut darauf das maximale aus dem Leuten auszuquetschen.
Fazit: Mir geht es besser seitdem ich nicht mehr dort tätig bin. Andere Firmen bieten mehr, nicht nur monetär. Es wird vernünftig mit Mitarbeitern umgegangen, Mitarbeiter werden wertgeschätzt, Teamleiter sorgen sich um das Wohl Ihrer Teammitglieder.
Verbesserungsvorschläge
Wenn es schon von Seiten der Führung so gelebt wird wie es dort ist kann es eigentlich keine Verbesserung geben, da sie ja nicht gewollt ist.
Arbeitsatmosphäre
Nicht gut. Aber das war schon im jetzt insolventen Unternehmen der Fall. Ist der Führung und Leitung HR geschuldet. Man geht bewusst diesen Weg weiter.
Image
Ein Sprichwort: Nach außen hui, nach innen pfui.
So ist es leider, innerhalb der Branche genießt das Unternehmen einen (recht) guten Ruf. Auf Mitarbeiterebene ist eigentlich kaum jemand zufrieden. Man traut sich nur nicht, und es möchte auch niemand hören, es mitzuteilen.
Work-Life-Balance
Starre Arbeitszeiten sind sowas von 1980 (um mal einen der Geschäftsführer zu zitieren), gerade für ein Unternehmen welches sich als agil betrachtet und angeblich schnell auf Veränderungen reagiert. Man darf länger arbeiten, dann aber bitte ausgestempelt wegen der 10 Stunden pro Tag ...
Karriere/Weiterbildung
Karriere kann man dort nicht machen. Man bleibt als normaler Mitarbeiter eigentlich auf dem gleichen Stand wie man direkt nach Einstellung ist. Lediglich die Personen die sich gut stellen und der Führung Honig ums Maul schmieren können aufsteigen. Das geht sogar so weit das man Leute aus der mittleren Führungsebene rausekelt um diese Position in Vetternwirtschaft neu zu besetzen.
Witerbildung gab es nur für Auserwählte.
Gehalt/Benefits
Jeder weiß auf welches Gehalt er sich einlässt.
Reich wird man hier nicht. Die Mär davon sich etwas aufbauen zu können sollte man nicht glauben.
Gehaltsgespräche gibt es initiiert seitens der Firma nicht. Für mehr Gehalt muss man sprichwörtlich betteln gehen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Solarpanele auf dem gesamten Dach.
Das war es dann auch schon.
So bleibt der Strom für den Selbstverbrauch günstig und man kann noch schön das was man nicht verbraucht verkaufen.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Grüppchen ok, eine große Familie wie das gerne nach außen kommuniziert wird gab es nie. Jeder ist sich selbst der Nächste.
Teilweise arbeiteten Abteilungen gegeneinander bzw der Schwarze Peter wurde zugeschoben.
Dies wird sich wohl in Zukunft auch nicht ändern.
Umgang mit älteren Kollegen
In Anbetracht dessen, dass in der (geplanten) Insolvenz einiges an älterem Kollegium freigesetzt wurde kann jeder sich selbst einen Schluss ziehen wie es ist.
Vorgesetztenverhalten
Flache Hierarchien bedeuten nicht das alles sich immer schnell, einfach und unkompliziert lösen lässt.
Gute Vorgesetzte verlassen solch ein Unternehmen idR schnell da die alten von der Geschäftsleitung/HR Leitung gesetzten Strukturen unmöglich zu durchbrechen sind.
Es bleiben Vorgesetzte die Ja-Sager sind und sich nicht um ihr Personal kümmern.
Arbeitsbedingungen
Man wird pausenlos unter Stress gesetzt, jeder macht zu wenig, es wird gedroht. Auf Augenhöhe passiert hier leider gar nichts, nur bei denen die gleicher sind als andere.
Das Umfeld könnte man als toxisch ansehen, evtl. sogar krank machend.
Kommunikation
Meetings die nur Druck erzeugen sollen mit sehr wenig Inhalt.
Ans Personal wird von oben herab kommuniziert, aber seltenst und wenn, dann Unwichtiges.
Gleichberechtigung
Ja, alle sind gleich, manche sind aber gleicher als andere.
Interessante Aufgaben
Dieses Sprichwort trifft es am bestern: Same shit, different day.
Zusammenfassend: Wenig abwechslungsreiche Aufgaben.