Ohne Karriereambitionen super, gutes Geld für wenig Arbeit!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gehalt kommt pünktlich. Flexible Arbeitszeit.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alles, wie ich es beschrieben habe.
Arbeitsatmosphäre
Ein klassisches "Passt schon". Wir in unserem Team haben eine gute Atmosphäre, aber viele Leute jammern einfach permanent. Und generell zeigen die Vorgesetzten eher Desinteresse und eine "Mir egal"-Mentalität.
Image
Ich persönlich würde den Standort Burghausen in meiner Abteilung niemandem empfehlen. An sich hat die Firma ein spannendes Geschäftsfeld, als Schaufellieferant für die ganzen Chip-Hersteller. Aber man hat wahrscheinlich mehr davon, wenn man sich Aktien ins Depot legt, als einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Generell ist man hier auch eher enttäuscht von Vorgesetzten, Trägheit und dem fehlenden Willen, was zu verändern.
Work-Life-Balance
Die Firma bietet uns die Möglichkeit, dass wir Stunden reduzieren. Natürlich gibt es dann auch weniger Gehalt. Aber die Möglichkeit besteht, das ist positiv. Leider war es das schon mit den Möglichkeiten. Wir haben Gleitzeit, wobei das nichts besonderes ist, das findet man in fast jeder Industrie.
Karriere/Weiterbildung
Auch hier nur meine persönliche Meinung: Es ist generell nicht gewollt, dass man hier Ideen einbringt. Es wird da aber auch kein Geheimnis draus gemacht. Den Mitarbeitern wird direkt gesagt, dass in den nächsten 10 Jahren wahrscheinlich nichts möglich ist und wenn man gehen möchte, dann werde man einem keine Steine in den Weg legen. Es wird also nicht mal versucht, dass man Mitarbeiter, die sich weitergebildet haben, irgendwie behält. Man denkt hier immer noch, dass jeder Mensch unbedingt hier arbeiten will und alle drauf warten.
Gehalt/Benefits
Wir werden nach Tarif bezahlt, also wenn man den Tarifvertrag gut findet, dann passt das Gehalt. Ist jetzt auch nichts besonders. Klar, es gibt Urlaubsgeld, (manchmal) Weihnachtsgeld und (manchmal) eine variable Vergütung (=Gewinnbeteiligung) aber auch die gibt es bei fast jeder Firma.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wird aus meiner Sicht überhaupt nicht drauf geachtet, Mülltrennung ist ein Fremdwort, teilweise sind nicht mal Möglichkeiten zur Trennung vorhanden. Da landet Elektroschrott mit Altmetall, Papier, Säureabfall und Restmüll alles in einem Müllsack und dann draußen in den Container. Es werden Teile bestellt oder Werkzeuge, die sich dann als nicht passend herausstellen und dann einfach entsorgt werden. Weil eine Rücksendung müsste man schon wieder mit dem Einkauf klären und das ist zu aufwendig. Gefühlt sind hier 1000€ so eine magische Grenze, alles drunter ist jedem egal.
Kollegenzusammenhalt
In meiner Abteilung ist der Zusammenhalt unter den Kollegen 1A. Klar, es gibt immer schwarze Schafe, aber der Rest trifft sich auch gerne mal privat und hat eine Gaudi, egal welche Gehaltsstufe.
Umgang mit älteren Kollegen
Grundsätzlich ist der Umgang mit allen Kollegen gut. Ich persönlich finde es bedenklich, dass ältere Kollegen ständig bevorzugt werden. Als wäre die Dauer der Firmenzugehörigkeit ein Indikator für eine starke Arbeitsleistung. Man sollte sich eher mal fragen, warum die Personen 30 Jahre ohne Weiterbildung auf dem selben Posten sitzen, anstatt sie einfach zu befördern, um ihnen vor der Rente noch "ein Zuckerl" zu geben.
Vorgesetztenverhalten
Die Vorgesetzten, die ich erlebt habe, zeichnen sich vor allem durch eins aus: Angst vor Entscheidungen und Panik bei Verantwortung. Hier sind viele Vorgesetzte, die befördert wurden aufgrund von Vitamin B und nicht aufgrund von Leistung oder Wissen. Und die haben es sich ganz schön gemütlich gemacht. Und so kann sich halt auch nichts verändern.
Arbeitsbedingungen
Arbeitsumgebungen sind mal so, mal so. Es wurden Werkstätten (m.E. völlig unnötig) mit komplett neuen Werkbänken und Maschinen usw. ausgestattet. Da wurden Tablets für jeden Mitarbeiter gekauft, die über 2000€ pro Stück kosten und jetzt einfach nur rumliegen, weil die Leute vielleicht höchstens mal Mails lesen damit. Da wurden hunderttausende Euro rausgeschmissen. Und dann gibt es Werkstätten, wo seit Jahrzehnten kein Cent investiert wird, wo es kein Internet gibt, wo die Schreibtische auseinander fallen und die Stühle zerfleddert sind. Aber da werden die Kunden bei einem Audit auch nicht reingeführt, ist ja klar.
Kommunikation
Es gibt zahlreiche Meetings, die man sich komplett sparen könnte. Viele Meetings könnten auch einfach eine Mail werden. Man merkt das an den Mailverteilern, dass viele ihre Mails einfach blind weiterleiten mit einem kurzen "für euch zur Info" und dann bekommt man manche Mails einfach fünfmal von fünf verschiedenen Personen.
Gleichberechtigung
Kann ich persönlich nichts dazu sagen. Bei uns arbeiten keine Frauen in der Abteilung, aber das muss nichts heißen.
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben sind nicht vorhanden. Es ist alles nur Routine, ewig wiederkehrende Aufgaben. Wenn man zu seinem Vorgesetzten geht und dem wortwörtlich sagt, dass man "8 Stunden nur rumsitzt und nichts zu tun hat" dann wird das abgetan und nicht ernst genommen. Manche Kollegen haben es mit einem internen Abteilungswechsel versucht, aber da kommt man vom Regen in die Traufe.

